Arbeitsblatt: lernen lernen

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Lebenskunde
Anderes Thema
7. Schuljahr
2 Seiten

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44334
358
8
18.08.2009

Autor/in

stellamarea (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Zeit für 10 Dinge 1. Nimm die Zeit zum ARBEITEN, das ist der Preis für den Erfolg. 2. Nimm die Zeit zum NACHDENKEN, das ist die Quelle der Kraft. 3. Nimm die Zeit zum SPIELEN, das ist das Geheimnis der Jugend. 4. Nimm dir Zeit zum LESEN, das ist das Fundament des Wissens. 5. Nimm dir Zeit für deine FREUNDE, das ist die Quelle des Glücks. 6. Nimm dir Zeit zur NÄCHSTENLIEBE, das ist die Grosse Gabe an deine Mitmenschen. 7. Nimm dir Zeit zum TRÄUMEN, das zieht die Seele zu den Sternen hinauf. 8. Nimm dir Zeit zum LACHEN, das ist die Erleichterung, welche die Bürden des Lebens tragen hilft. 9. Nimm dir Zeit für die ANDACHT, das wäscht den irdischen Staub von deinen Augen. 10. Nimm dir Zeit zum PLANEN, denn dann hast du auch Zeit für die ersten neun Dinge. 1 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 1. Wir lernen nur, was wir lernen wollen Wer freiwillig und aus eigenem Interesse eine Aufgabe angeht, lernt leichter und besser. Wer nur aufgrund von Zwang (Fremdbestimmung) lernt, hat bedeutend mehr Mühe und weniger Erfolg. Trotzdem verlangen deine Lehrer einiges von dir. Dazu gehören bestimmt auch Dinge, die du ungern machst, trotzdem musst du sie bewältigen können. Dazu rate ich dir, die Einstellung machts! Die grundlegende Bedingung für erfolgreiches Lernen ist: zu wissen, was man will, und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Erst die eigene Entscheidung, etwas leisten zu wollen, auch wenn es schwer fällt, ermöglicht es, die Lernleistung mittels Arbeitstechniken zu verbessern. Das Wissen, etwas zu tun, wofür man sich selber entschieden hat (Selbstbestimmung), hilft, auch weniger beliebte Aufgaben positiv anzupacken. Aktiv lernen heisst, das Lernen zu planen, denn erfolgreiches Lernen bedingt gute Lernstrategien. Diese sind am Anfang arbeitsintensiver. Werden sie jedoch konsequent angewandt, wird der Lernaufwand mit der Zeit immer kleiner. Sich beim Lernen mit Erfolgen selbst motivieren Jeder Mensch hat seine persönlichen Vorstellungen darüber, warum er in bestimmten Lerngebieten erfolgreich ist oder eben nicht. Im Extremfall kann sogar das Gefühl aufkommen, man könne tun, was man wolle, es gehe ja sowieso schief. Solche negativen Erfahrungen aus der Kindheit können Jugendliche und Erwachsene durch neue Erfahrungen ändern. Der Mensch hat die Fähigkeit, sich Vorstellungen von der Zukunft zu machen. Beim Lernen kann diese Fähigkeit für die Motivation genutzt werden, indem Lernerfolge geplant werden. Die Motivation, vor allem bei grösseren Aufgaben, bleibt erhalten, wenn du die Arbeit in kleine Schritte unterteilst. So verschaffst du dir regelmässige Erfolgserlebnisse. Je mehr Erfolg du beim Lernen hast, desto eher wirst du motiviert sein, weiterhin zu lernen und dich mit weiteren Erfolgserlebnissen zu motivieren. 2 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Lernen zahlt sich oft erst später aus Im Laufe deiner Schulzeit müssen Dinge gelernt werden, die wenig sinnvoll erscheinen oder die du sehr oft nicht sofort praktisch anwenden kannst. Um sich für den Stoff zu motivieren, lohnt es sich zu überlegen, warum du diese Lerninhalte lernst und ob sie sinnvoll sind: Vielleicht wird der Lerninhalt später im Beruf wichtig sein, vielleicht hilft er dir in deinem Alltagsleben, vielleicht bekommst du aufgrund dieses Wissens später mehr Lohn Ursachen für Ablenkungen erkennen und überwinden Nebst den offensichtlichen Ablenkungen wie schönes Wetter oder ein spannendes Computergame, gehören auch Hungergefühl zu den Motivationsstörern. Und oftmals ist jedes Geräusch von aussen eine willkommene Ablenkung, die sozusagen begründet, warum man jetzt die Arbeit liegen lässt. Jeder Mensch hat seine ganz persönliche Sammlung an „Ablenkern. Versuche herauszufinden, welches deine Ablenker sind und stell dich ihnen. So bist du auf sie vorbereitet und kannst sie überwinden. Oder du gestaltest dir mit deinem Ablenker deine Pausenbelohnung für gut erledigte Arbeit 3 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 2. Aller Anfang ist schwer „Lerne es in der Jugend, so kannst du es im Alter Morgen, morgen, nur nicht heute Viele Schüler haben grosse Mühe mit der Arbeit, mit dem Lernen anzufangen. Sie schieben die Arbeit unentschlossen und lustlos vor sich hin. Gehörst du auch dazu? Fülle den Fragebogen wahrheitsgetreu aus und besprich dich anschliessend mit deinem Banknachbarn. 1. Wie gross ist dein Interesse gross mässig klein an. der Schule deinen Freunden sprachlichen Fächern mathematischen Fächern deiner Familie 2. Hast du eine Methode, mit der du bewusst lernst? ja, schon öfter eigentlich nicht meistens nicht gar nicht ich weiss es nicht Hat sich deine Methode bewährt? 3. Freust du dich über gute Schulnoten? (Mehrfachantworten möglich) Weil du dadurch feststellst, dass du Fortschritte machst? Weil du feststellst, dass du dein Wissen vergrösserst? Weil dir das Wissen einen praktischen Vorteil verschafft? (Fremdsprachen) Weil du damit deinen Eltern/ Lehrern einen Gefallen machst? Weil du von deinen Schulkollegen anerkannt bist? 4. Wirst du belohnt für gute Leistungen? Ich werden von meinen Eltern/ Bekannten etc. belohnt für gute Leistungen 4 ja, schon öfter eigentlich nicht meistens nicht gar nicht ich weiss es nicht null Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 5. Belohnst du dich selbst für gute Leistung? ja, schon öfter eigentlich nicht meistens nicht gar nicht ich weiss es nicht Wenn ja, wie? 6. Wie sehr lenken dich die oft manchmal 7. Kontrollierst du das Gelernte, indem dich jemand abfragt oder folgenden Tätigkeiten vom Lernen durch selbstständige Repetition? ab? Sport, Vereine, Clubs Hobbys Familie Freunde Fernseher/ Videos/ Games dein Freund/ deine Freundin Lesen Haushalt selten ja, immer manchmal selten eher nicht nie 8. Wie reagierst du auf Misserfolge bei einer Prüfung? (Mehrfachantworten möglich) Ich bearbeite den Stoff nochmals. Ich lasse mir den Stoff von meiner Lehrperson nochmal erklären. Ich frage einen Freund/ eine Freundin, die mir den Stoff nochmals erklärt. Ich tue nichts, es hat eh keinen Sinn mehr. Nichts, da ich dazu keine Zeit habe. 9. Wirst du am Lernen gehindert, weil (Mehrfachantworten möglich) . du spezielle Abneigungen hast gegen gewisse Fächer . du gewisse Abneigungen hast gegen Lehrpersonen . du oft müde oder gestresst bist . du Hunger oder Durst hast 10. Glaubst du besser lernen zu können wenn. (Mehrfachantworten möglich) . du in einer Gruppe mit Kollegen und Kolleginnen lernst? . du dich mit vorbildlichen Kolleginnen oder Kollegen messen kannst? . du beim Lernen regelmässig Pausen einlegst? . du nicht ständig auf Kriegsfuss mit deinem Lernstoff bist? 5 nie Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Aufgabe: Nimm nun 2 Leuchtstifte unterschiedlicher Farbe und übermale jeweils die Dinge, die du gut findest und mit denen du zufrieden bist und die Dinge, mit denen du unzufrieden bist und die verbesserungswürdig sind. Schreibe nun 4 „selbstgemachte Lernregeln auf. Arbeite dazu wieder mit deinem Partner. Schreibe die Regeln unten hin. 3. Wo fängt das Lernen an? Das Zauberwort lautet „Aktivität im Unterricht. Warte im Unterricht nicht, bis dir die Aktivitäten aufgezwungen werden, werde selbst aktiv! Ohne aktive Teilnahme gehen die Gedanken spazieren, und der Lernstoff geht an einem vorbei und kann nicht aufgenommen werden. Zuhause müsste dieser dann mühselig aufgeholt werden, doch hast du die Motivation dazu? Hingegen prägt sich durch aufmerksames Zuhören mit sofortigem Zurückfragen im Unterricht so viel Stoff ein, dass sich der Aufwand für Hausaufgaben enorm reduziert. Beachte folgende Punkte und nimm diese als Leitfaden für die Unterrichtsvorbereitung. 6 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Unterrichtsvorbereitung 1. Ich kann die wichtigsten Punkte der letzten Stunde einer Mitschülerin oder einem Mitschüler erklären. 2. Habe ich zum Stoff der letzten Lektion oder zum letzten Unterrichtsblock noch Fragen? 3. Habe ich die Hausaufgaben gewissenhaft erledigt? Habe ich Fragen dazu? 4. Ist mein Schulmaterial für den nächsten Schultag bereit? Ist es vollständig? 5. Womit geht es in der nächsten Stunde weiter? Wenn ich mich darauf vorbereiten kann, tue ich das. 6. Welche Fragen könnten in einem Kurztest gefragt werden? Kann ich sie beantworten? Während des Unterrichts 1. Ich versuche mich ganz auf das Thema zu konzentrieren; ich bin mir bewusst, dass das von mir Energie und innere Bereitschaft fordert. 2. Ich versuche, mitzudenken und sogar vorauszudenken. 3. Ich sammle Ideen und Argumente. 4. Ich stelle Fragen zum Thema, wenn ich etwas nicht begreife. 5. Ich versuche, Wichtiges von Nebensächlichem zu unterscheiden. Am Schluss des Unterrichts 7 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 1. Habe ich die Hausaufgaben notiert? Weiss ich genau, was zu tun ist? 2. Kann ich das Wesentliche der Lektion zusammenfassen? 3. Habe ich noch Fragen zum Unterrichtsstoff? 4. Was hätte ich anders machen können? 4. Fragen stellen Fragen sind ein Schlüssel zum Verstehen. Wer Fragen stellt, lernt dabei schon vieles. In einem wissenschaftlichen Versuch wurden jeweils zwei Kätzchen aus demselben Wurf täglich mehrere Stunden in eine Anlage gebracht. Eines der Kätzchen musste diese Zeit in einer aufgehängten Tasche verbringen, von der aus es die ganze Umgebung betrachten konnte. Diese Tasche war durch eine mechanische Einrichtung mit dem anderen Kätzchen verbunden, sodass sich die Tasche in der Richtung bewegte, in der das Kätzchen lief. Das „Taschenkätzchen sah die gleiche Umgebung und empfing die gleichen Bilder, es musste aber passiv bleiben. Ausserhalb dieser Anlage wurden die Kätzchen bei ihrer Mutter in vollständigem Dunkel gehalten. Nach einigen Wochen zeigten die Tests, dass die aktiven Kätzchen gelernt hatten, sich zu orientieren und ihre Umgebung einzuschätzen, währen die passiven Kätzchen nichts gelernt hatten. Zum Umsetzen von Bildern aus einer Umgebung sind die eigene Aktivität und ständige Rückmeldung aus eigenen Erfahrungen nötig. 8 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Was lernst du aus diesem wissenschaftlichen Versuch? Eigene Aktivität ist also für das Lernen förderlich. Beim Sport ist es klar, dass wir durch Zuschauen allein unsere sportlichen Fertigkeiten praktisch nicht verbessern. Wenn wir uns noch so viele Skirennen ansehen, fahren wir deshalb kaum besser Ski. Auch bei geistigen Aktivitäten ist der Erfolg viel grösser, wenn wir den Lösungsweg selber herausfinden, als wenn jemand anders das für uns tut. Es gibt auch beim Lernen viele Möglichkeiten zur eigenen Aktivität. Verschiedene Denkstile Aufgabe: Lerne auf spielerische Art deinen Denkstil kennen. Suche in jedem der 15 Felder die beiden Ausdrücke, die dich am besten beschreiben und übermale sie. 9 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Markiere in der Tabelle die Felder mit den beiden Buchstaben, bei denen du oben die Ausdrücke übermalt hast. Zähle dann in jeder Kolonne die angemalten Felder zusammen. Trage sie im Viereck unten rechts ein. Verbinde die Anfangspunkte, so bekommst du ein Drachenviereck, das wahrscheinlich auf einer Seite stärker ausgeprägt ist. Schau auf dem nächsten Blatt, was das für dein Lernen bedeutet 10 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Verschiedene Denkstile Lies den Text deiner stärksten Kolonne durch und übermale Aussagen, die dir wichtig erscheinen. Setzt euch nach den Kolonnen 1- 4 zusammen und versucht, herauszufinden, was eure Vorteile sind. Stellt sie den anderen Gruppen vor und hört, was sie euch zu bieten haben. Lies auch die anderen Kolonnen durch, wo du viele Punkte hast. 11 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 5. Wie wärs mit einem Lernpartner oder einer Lernpartnerin? In der Schule bekommst du oftmals vom Lehrer die Aufgabe, in Partnerarbeit etwas zu erarbeiten. Wer von anderen hört, wie sie lernen, und mit ihnen über ihre Lernstrategien und Lernwege redet, lernt selber viel dabei. Wenn du etwas erklären musst, weißt du nachher selber mehr darüber. Was glaubst du, welche Kriterien wichtig sind für eine gute Lernpartnerschaft? Geht in 4er bis 5er Gruppen zusammen und besprecht diese Frage. Schreibt das Ergebnis auf die Linien. 12 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Aufgabe: Wir suchen Lernpartner! Nun organisieren wir eine Lernpartnerbörse in der Klasse. Schreibe dazu ein Inserat, mit dem du einen Lernpartner oder eine Lernpartnerin suchst. Darauf steht: • Was bringst du in die Lernpartnerschaft mit? • Was kannst du gut? • Wie lernst du am liebsten? • Welche Merkmale und Eigenheiten hast du? • Was bietest du an? • Welche Art von Lernpartner suchst du? • Was sollte er mitbringen? • Welche Ziele sollten durch die Partnerschaft erreicht werden? 13 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Schreibe das Inserat auf Computer. Beschrifte es NICHT mit deinem Namen. Die Börse sollte anonym sein. Lernpartnerschaften sollten aus den oben stehenden Kriterien zustande kommen. Beispieltext: Lebensziele- Warum sollte ich überhaupt lernen? Der Übertritt in die Oberstufe ist ein wichtiger Lebensabschnitt. Die Zeit vor dem Übertritt ist eine gute Gelegenheit, über sich selber und seine Zukunft nachzudenken. Was hast du schon erreicht? Was willst du in nächster Zeit erreichen? Überlege dir, welche Ziele du dir setzt. Ziele sind Motivation. 14 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Aufgabe: Markiere von den folgenden Zielen zwei, die du in den nächsten zwei Wochen anpackst. Wenn dir keines passt, schreibst du selber zwei auf. Ich werde im Unterricht mehr mitmachen. Ich melde mich öfter und sage, was ich zum Thema weiss. Ich melde mich, auch wenn ich nicht ganz sicher bin, dass mein Beitrag stimmt. Ich melde mich mindestens Mal pro Stunde. Ich repetiere in einem Fach, was wir in der letzten Stunde gelernt haben. Zum Beispiel lese ich im Französischbuch die Texte laut vor und wiederhole die Übungen, die wir dazu gemacht haben. Ich setze mich in Mathematik mit den Problemstellungen intensiv auseinander, die wir gerade bearbeiten. Ich löse Aufgaben dazu und erfinde eigene Beispiele. Ich suche jemanden, mit dem ich die Lösungen besprechen kann. Ich mache mir einen Zeitplan für die nächste Woche und trage dort ein, was ich wann lernen will. Ich halte mich an meinen Plan. Das mache ich mehrere Wochen lang. 15 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Ich schreibe eine Zeit lang jede Woche einen Text. Das kann ein Tagebuch sein, oder ich gebe mir selber ein Thema, das mich interessiert. Oder ich lese jeden Tag 10 Minuten in einem Buch. Lernvertrag Trage auf dem Lernvertrag 3 Ziele ein, auf die du dich die nächsten 3 Wochen konzentrierst. Schreibe jede Woche einen kurzen Report (5-8 Sätze) darüber, wie es dir mit deiner Zielsetzung ergangen ist und wie es ist, sich daran zu halten/ sich nicht daran zu halten. Anschliessend werden wir die Arbeit in der Gruppe besprechen. Lernvertrag Name: . Klasse: Datum: von .bis . Fächer:. Ziel Nr. 1: Ziel Nr. 2: Ziel Nr. 3: 16 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Report 1. Woche Report 2. Woche Report 3. Woche 6. Der Sinn des Lernens Hier sind die Lebensgeschichten von zwei Jugendlichen. Sie sind völlig verschieden. Findet zu zweit Positives und Negatives in den beiden Lebensgeschichten heraus. 17 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 7. Zu Hause lernen Einen Teil deiner Tätigkeit als Schüler verrichtest du zu Hause, alleine und in deinen privaten Räumlichkeiten. Also findet ein wichtiger Teil deiner Lernarbeit ausserhalb deiner Schule und somit ohne schulische Aufsicht statt. Du bist sozusagen deine eigene Aufsicht. Fülle den Fragebogen aus. 18 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 19 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Ordnung ist das halbe Leben So viele Dinge spielen eine wichtige Rolle beim Lernen. Eine davon ist das Ordnung halten. Ganz wichtig ist, dass du den Schulstoff übersichtlich geordnet aufbewahrst. So hast du sie jederzeit griffbereit für deine Prüfungsvorbereitung. Lege dazu mehrere Ordner an, in denen du die Themen unterteilt hast. Schreibe die Ordner möglichst sauber und klar an. Die Benützung von einem Register erleichtert dir die Unterteilung von Fächern. Schreibe deine Hausaufgaben genau in dein dafür vorgesehenes Heft ein. Ordnung ist auch in deinem Zimmer sehr wichtig. Du solltest dir Gedanken machen, wie du deinen Arbeitsplatz gestaltest. Effizientes Lernen erfordert einen 20 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. störungsfreien Arbeitsplatz, der ausschliesslich für das Lernen reserviert ist. Hier machst du deine Aufgaben, liesst deine Bücher oder arbeitest für dich. Wichtig ist auch, dass du am Arbeitsplatz keine Dinge rumliegen hast oder an die Wand pinnst, die dich ablenken können. Wenn du keinen eigenen Lernplatz hast, dann richte dir vor dem Arbeiten deinen Platz immer möglichst gleich ein. Diese strikte Abtrennung eines Arbeitsbereichs hat seinen Grund darin, dass wir beim Lernen immer auch die Lernumgebung speichern. Wenn du immer am gleichen Ort lernst, dann entsteht eine Gewohnheit. Das macht dir den Einstieg in deine Lernphase leichter. Achte auf: einen bequemen Stuhl einen Tisch, der deiner Grösse angepasst ist angemessene Beleuchtung (Bei Rechtshändern von links, Bei Linkshändern von rechts) eine Uhr Schreibzeug Wörterbücher/ Formelbücher sind in Griffbereitschaft evt. eine Steckwand (für Stundenplan, Termine, schwierige Formeln, Konjugationen etc.) Papierkorb (damit du nicht immer aufstehen musst) Schulmaterial griffbereit (Mäppchen, Ordner, Blätter) Beantworte folgende Fragen. 1. Was hältst du von deinem Arbeitsplatz? Er ist in Ordnung Er muss verbessert werden Wenn ja, wie Er ist ungenügend 21 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Warum? 2. Kreuze an, was fehlt und besorg dir die nötigen Materialien. Bleistift Füllfeder Kugelschreiber Farbstifte Filzstifte Leuchtstifte Gummi Lineal Massstab Klebstreifen Sichtmappen Schreibunterlage Lampe Papierkorb Spitzer Schere Leim Büroklammern Notizpapier Duden Wörterbuch Lexikon Planungstafel Halterung für Schreiber 3. Was ist nun mein Ziel? Aufgabe: Richte deinen Arbeitsblatt noch heute bequem und gemütlich ein! 8. Entspannung Wenn du wirkungsvoll lernen willst, musst du deine Sinne, Gedanken und Gefühle auf das Wesentliche konzentrieren können. Bist du noch im Stress des Alltags gefangen, dann entspanne dich, bevor du zu arbeiten beginnst. Störungen können unterschiedlicher Herkunft sein, äussere Umstände oder innere Ursachen hindern uns am Lernen. Ablenkungen durch Radio, Fernsehen und Computer sind besonders verlockend, aber auch besonders irreführend. Musik kann zum Beispiel förderlich sein beim Ausmalen oder Ausschneiden. Aber sobald hohe Konzentration gefordert ist, dann ist Musik schädlich. Es stört das Gedächtnis und das logische Denken. Konzentration erfordert Stille. Probiere die Entspannungsübungen aus und untersuche, welche dir am besten gefällt und welche am meisten hilft. 22 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Entspannungsübungen 23 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 9. Motivation verstärken Wie wir bereits erwähnt haben, ist aller Anfang schwer. Jeder sitzt manchmal am Schreibtisch und hat keine Lust überhaupt das Buch aufzuschlagen, in dem er arbeiten müsste. Die Welt sieht jedoch schon ganz anders aus, wenn man weiss, warum man lernt und deshalb motiviert ist. Unter Zwang lernen bringt nicht den erwünschten Erfolg. Überlege dir, in welchem Fach die Sätze für dich zutreffen. Schreibe sie mit grüner Farbe auf die Linie. Schreibe mit roter Farbe auf, in welchen Fächer die Aussagen nicht zutreffen. 24 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 10. Ein positives Lerngefühl entwickeln Hast du schon einmal über deine Gefühle nachgedacht, die dir im Anschluss an eine Prüfung hochkommen? Überlege dir, welche Einstellung in den verschiedenen Feldern dir am meisten entspricht. 25 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 11. Zeitplanung Wenn du häufig in Zeitstress gerätst, dann eignet sich für dich die ALPEN Methode, damit du deine Zeiteinteilung genau planen kannst. Diese Einteilung machst du nur an arbeits- und aufgabenintensiven Tagen. 26 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 27 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 12. Die Funktionsweise des Gehirns 28 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 13. Die drei Gedächtnisstufen Das Ultrakurzzeitgedächtnis (UZG) 29 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Alle Sinneswahrnehmungen kreisen zunächst als Impulse in Form von elektrischen Strömen und Schwingungen in unser Gehirn, ohne dass wir uns dessen bewusst werden. Nach 10- 20 Sekunden klingen sie wieder ab, wenn keine Aufmerksamkeit vorhanden ist oder sich die Information nicht an eine bereits vorhandene Gedächtnisverbindung anbinden lässt. So wird eine Menge Information, die uns nur unnötig belasten würde, direkt ausgefiltert. Das Kurzzeitgedächtnis (KZG) Informationen können vom UZG nur dann im KZG übernommen werden, wenn sie auf bereits vorhandene Interessen, Motivationen oder Bilder treffen und/ oder, wenn die Information in Sprache umgesetzt oder innerlich leise wiederholt wird. Diese Information ist für ca. 20 Minuten im KZG gespeichert, kann jedoch sofort durch einen Schock, wie zum Beispiel durch heftiges Erschrecken, gelöscht werden. Das Langzeitgedächtnis (LZG) Werden die Informationen im KZG nach Aufnahme mehrmals wiederholt, wird die Information intensiver und somit ans LZG abgegeben. Diese hier gespeicherten Informationen werden fest im Gehirn eingelagert und netzartig im Gehirn gespeichert. Damit wir die Information später anwenden oder abrufen können, müssen wir sie mit so vielen anderen Informationen, Vorstellungen und Gefühlen als möglich vernetzen. Im LZG einer erwachsenen Person sind 500 000-mal so viele Informationen wie in den grössten Enzyklopädien (10-50 bändige Lexika mit dem Wissen der Menschheit) gespeichert. An den allergrössten Teil erinnern wir uns nicht. Dieses passive Wissen wird erst aktiv bei Wiederholungen oder Verknüpfungen. Informationen die möglichst stark verknüpft sind, haben also die grösste Chance, wieder erinnert zu werden. 14. Verknüpfungen Wie du jetzt gelernt hast, besitzen wir drei Gedächtnisstufen. Um neuen Stoff möglichst effizient in das Langzeitgedächtnis zu integrieren, muss also das Netz 30 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. aktiviert werden, welches die neue Information aufnehmen müsste. Dazu gibt es verschieden Lernhilfen. Clustering und Mind- Map Mit allen Sinnen lernen Wir sind uns gewohnt, dass wir in der Schule am meisten Lernstoff mit Worten vorgetragen bekommen oder aus Büchern lesen. Nicht alle Menschen lernen aber 31 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. mit der gleichen Methode gleich gut. Es gibt unterschiedliche Lerntypen, wobei man die Menschen nicht eindeutig zuordnen kann. Spannend ist jedoch, herauszufinden, auf was man persönlich eher anspringt. Dazu stellt man Versuche an. Man probiert aus, welche Methoden für einen eher geeignet sind. Involviere beim Lernen alle Sinne: Augen, Ohren, Fühlen, Denken. Diese abwechslungsreiche Wissensaufnahme erleichtert das Verstehen und gewährleistet eine gute Verankerung im Gedächtnis. 15. Lernperioden sang die Zeitung die wieder eckig die offen Haus 32 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Gedanken sowie schön sowie Anfang auf sowie Holz Versicherungsvertreter Mond auf Begriff lesen sowie rannte gewesen Horizont Auto Lest gemeinsam einmal diese Wörterliste durch. Versucht die Wörter der Reihenfolge nach aufzuschreiben, wie ihr euch daran erinnert. Dann beantwortet die Fragen. 1. An wie viele Wörter vom Beginn der Liste erinnerst du dich lückenlos? 2. An wie viele Wörter, die mehrmals vorkamen, hast du dich erinnert? 3. Hast du dich an ein Wort erinnert, das sich erheblich von den anderen unterschied? 4. An wie viele der letzten 5 Wörter hast du dich erinnert? 5. An wie viele Wörter aus dem Mittelteil hast du dich erinnert? Die Lernphase Etwas VERSTEHEN und etwas BEHALTEN ist nicht dasselbe. Die Fähigkeit etwas zu lernen nimmt während der Lernperiode ab. So kann es passieren, dass wir stundenlang lernen und doch nichts wiedergeben können. Untersuchungen zeigen, 33 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. dass wir mehr Erinnerungen an die Anfangs- und Endzeit der Lernperiode haben. Was auch im Gedächtnis haften bleibt, sind Dinge, die sich von der Masse abheben. D.h. für den Lernenden: Kurze Lernblöcke (10-40 Minuten je nach Lerngegenstand) verhindern den Leistungsabfall Die Pause Jede Lernphase zieht eine so genannte Nachwirkphase mit sich. Beim Lernen über eine längere Zeitspanne hat das Gehirn keine Ruhe um das Gesehen zu verarbeiten. Dazu braucht es Nachwirkphasen oder Pausen. Hat das Gehirn keine Zeit, das Gelernte zu „schubladisieren, überlastet der Speicher und neuer Lernstoff wird an der Aufnahme gehindert. Die Pausen müssen gleichmässig über die Arbeitszeit verteilt werden. Plane lieber mehrere kurze Pausen ein, als eine lange. 5 Min Pause nach 30 Min Arbeit Nach 1.5-2 Stunden eine längere Pause mit Verlassen des Arbeitsplatzes Während der Pause keine Games, TV, Computer Optimale Pausegestaltung: Frische Luft, Spazieren, Trinken Lernhemmungen Besonders stark sind die Lernhemmungen, wenn ähnliche Lerninhalte nacheinander aufgenommen werden. Wechsle also spätestens nach einer Stunde den Lerninhalt und wenn es möglich ist auch die Arbeitsweise. 34 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Aufgabe: Mache dazu ein Beispiel. Versuche einen Mittwochnachmittag zu gestalten. Du arbeitest von 13.30 Uhr- 16.30 Uhr. Erstelle eine optimalen Lernplan und befolge die oben stehenden Regeln. 15.Übung macht den Meister Ein chinesisches Sprichwort sagt: Was ich gehört habe, das vergesse ich. Was ich gesehen habe, das behalte ich. Was ich getan habe, das weiss ich. Wie du bereits gelesen hast, muss der Lernstoff repetiert werden, damit er vom Langzeitgedächtnis aufgenommen wird. Wissenschaftler haben auch hier herausgefunden, wann das Hirn optimal arbeitet. Regel: 1. Repetition 10 min nach Lernstoffaufnahme 2. Repetition nach 24 Stunden 16. Lernhilfen Um einen Stoff zu behalten, genügt es oft nicht, ihn mehrmals durchzulesen. Wichtig ist, ihn auf verschiedene Arten durchzudenken. Dafür gibt es ganz viele mögliche „Eselsleitern, die dir dabei helfen, den Stoff auf einfachste Art einzuprägen. 35 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Die Lernkartei Die Lernkartei kennst du bereits aus dem Französischunterricht. Lernkarteien kann man selber herstellen oder in Papeterien kaufen. Dies lohnt sich nur, wenn du auch wirklich gezielt und regelmässig damit arbeiten willst. Dann ist ein Lernerfolg garantiert. Am besten verstaust du diese Lernkarteien in geordneter Reihenfolge in einem Karteikasten. Auf der einen Seite schreibst du das Wort in der Fremdsprache und auf der anderen das Wort auf Deutsch. Im Geschichtsunterricht schreibst du eine Frage auf die eine und die Antwort auf die andere Seite. Nimm dir vor, jeden Tag eine kleine Portion Wörter zu lernen. Wenn du ein schneller Lerner bist, vielleicht 10 Wörter am Tag, sonst eher 5. Achte beim Schreiben darauf, dass sich keine Fehler einschleichen. Und denke beim Lernen an die Repetitionsregeln. Die Glückslinie Diese Methode eignet sich speziell für den Geschichtsunterricht oder beim Lernen einer Biografie. Hierbei werden die wichtigsten Daten als Zickzacklinien eingetragen. Du hast so bildlich vor dir, wie sich ein Leben abgespielt hat. 36 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Das Lernplakat Es gibt Dinge, die man immer wieder vergisst, die man aber unbedingt wissen sollte. Wir nennen den „schwer-erziehbaren Lernstoff. Was nun? 37 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Nimm ein grosses Papier (ein Plakat) und schreibe oder zeichne darauf, was du immer wieder vergisst. Hänge das Plakat über deinen Arbeitsplatz, an deine Zimmertür, an die WC Türe, über dein Bett an die Zimmerdecke, oder sonst an einem Ort, an dem du deinem Plakat immer wieder begegnest. Schreibe dabei möglichst nur die wichtigsten Angaben auf das Blatt. Arbeite mit Farben und hebe das Wichtigste damit hervor. Auch hier ist es ungünstig, wenn sich Fehler einschleichen. Aufgabe: Im Kästchen siehst du ein Lernplakat. Was hältst du davon? Nimm einen Rotstift und verbessere, was du nicht gut findest. 17. Die Prüfungsvorbereitung Wir wissen es! Der Ausgang einer Prüfung hängt wesentlich von der Vorbereitung ab: Je besser die Vorbereitung, desto besser auch das Prüfungsergebnis. 38 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Von deiner Lehrperson bekommst du vor der Prüfung genaue Lernziele, die dir beim Lernen den Weg genau vorgeben. Ablauf: 1. Nimm also bei der Vorbereitung die Lernziele zur Hand 2. Ordne zuerst einmal damit deine Lernmaterialien 3. Lies diese einmal genau durch 4. Überleg dir, was die Lehrperson bei den jeweiligen Punkten genau fragen könnte. Könntest du diese Fragen beantworten? 5. Unterteile den Lernstoff in 2 Teile: a. Was kann ich schon gut? b. Was kann ich nicht? 6. Konzentriere dich zuerst auf den Teil, den du nicht beherrschst. 7. Vergiss die regelmässige Repetition nicht. Erstelle einen genauen Lernplan, wann du was lernen möchtest. Wenn du den Stoff zerlegt hast, ist das leichter. Prüfe dich selber am Schluss, schreibe dazu ein paar Fragen auf und versuche diese ohne Hilfe zu beantworten. Hast du jemanden, der dich abfragen könnte? Auch das ist eine gute Variante, den Stoff zu prüfen. 18. Die Prüfung 39 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Die meisten Leute haben manchmal Angst vor Prüfungen. Das ist ein Grundgefühl der Menschen. Kein Mensch braucht sich also dafür zu schämen. Ein anderes Wort dafür ist Lampenfieber. Was kann ich tun? 1. Zuerst gilt einmal die Regel von oben: Wer gut vorbereitet ist, der braucht keine Angst zu haben. 2. Versuche dich von deinen negativen Gedanken abzulenken. 3. Ruhig und regelmässig atmen. 4. Stressgespräche mit anderen vermeiden. („Chasches du? – Nei, voll nöd) 5. Bei extremer Angst, die Eltern und Lehrpersonen informieren. Während der Prüfung 1. Lies die Aufgaben 2-mal genau durch und überlege dir genau, was von dir gefragt wird. 2. Löse zuerst die leichten Aufgaben, dann hast du diese auf sicher. 3. Versuche ruhig und strukturiert an die Aufgabe heranzugehen. 4. Schreibe sauber und leserlich und erstelle eine klare Darstellung. Chaotische Darstellungen sind schwierig zu korrigieren und unter Umständen verlierst du Punkte so. 5. Überlege dir genau, was du schreiben willst. 6. Bei längeren Prüfungen stelle etwas zu Trinken bereit. Ein funktionierendes Gehirn benötigt Wasser. 7. Lies am Schluss alles noch mal durch und überlege ob dir evt. etwas fehlt Prüfungen bewältigen 40 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Überlege dir, wie du dich während der letzten Prüfung verhalten hast. Übermale die Tipps, die du einigermassen eingehalten hast. Die unbemalten Tipps nimmst du dir für die nächste Prüfung vor. 19. Nach der Prüfung 41 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Der Tag ist gekommen, du bekommst die Prüfung zurück. Hast du eine gute Note oder eine schlechte? Eine Prüfung testet nur, was du kannst, nicht wie du bist. Eine schlechte Note schreiben, das kann passieren. Doch was lernst du daraus? Ein wichtiger Prozess bei der Lernarbeit ist die Arbeitsrückschau. In regelmässigen Abständen lohnt es sich, eine solche Rückschau zu erstellen. So kannst du deine Lernarbeit nachhaltig analysieren. Dies zeigt dir Fehler auf, die du beim Lernen gemacht hast oder du erkennst, welche Lernmethode dich weiter bringt. Stelle dir nach erledigter Arbeit folgende Fragen: Nach einer Woche, in der etwas Neues eingeführt wurde: Was habe ich gelernt? Habe ich das Gelernte verstanden? Bin ich mit meinem Erfolg zufrieden? Wo habe ich Mühe? Was möchte ich noch besser beherrschen? Nach einer Prüfung oder Lernkontrolle: Wie habe ich mich gefühlt? Wie bin ich mit dem Ergebnis zufrieden? 42 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Was habe ich gut gemacht? Was hätte ich besser machen können? Schreibe hier deine Gefühle nach einer Lernetappe frei auf: Besonders bei aufbauendem Lerninhalt (Sprachen, Mathematik) ist es wichtig, dass du den Lernstoff, den du nicht verstanden hast, unbedingt nachholst, da dieser irgendwann bestimmt wieder von dir gefragt wird. Hole dir Hilfe bei der Lehrperson, deinen Eltern oder in der Nachhilfe. Einen Lernvorsatz abschliessen 43 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Wenn du erkannt hast, wo du Fehler gemacht hast, versuche sie zu verbessern. Nimm dir Vorsätze, die gezielt diese Fehler ausbessern. Tu dies mit einem Lernvorsatz. Überlege dir einen Vorsatz, den du verwirklichst und halte dich dabei an die untenstehenden Regeln. Sich besser vorbereiten 44 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Es gibt verschiedene Wege sich für eine Prüfung vorzubereiten. Überlegt euch in Zweiergruppen, welche Tipps euch helfen würden. 45 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 20. Aus Fehlern lernen Wenn du mit deinen Prüfungsresultaten nicht zufrieden bist, dann ziehe die früheren Prüfungen zu Rate. Wo liegen deine Probleme? Wo gerätst du immer wieder in die gleichen Schwierigkeiten? Erstelle dazu eine Tabelle, in der du regelmässig deine Fehler auflistest. Schnell kannst du bildlich erkennen, wo du dich noch verbessern musst. Frag deine Lehrperson, wenn du Lernaufgaben oder spezielle Übungen brauchst. 46 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 21. Erfolgreich lernen 47 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 22. Selbstvertrauen durch Können Du hast nun viel zum Thema Lernen gelesen. Abschliessend liste ich dir noch mal einige Lerntipps auf. Schneide diejenigen aus, die für dich persönlich wichtig sind. Gestalte damit ein Lernblatt, das du über deinen Arbeitsplatz hängen kannst und dich durch die Lernarbeit führt. 48 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 49 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. Lernen Wir lernen nur, was wir lernen wollen. Sich beim Lernen durch Erfolge selbst motivieren. Lernen zahlt sich oft erst später aus. Ursachen für Ablenkungen erkennen und überwinden. Sich vom Wettkampfgeist in der Gruppe anstecken lassen. Vertiefen. Überprüfen. 50 Lebenskunde/ Lernen lernen/ 1. Sek. 51