Arbeitsblatt: Märchen Werkstatt

Material-Details

Das Märchen vom kleinen Herrn Moritz
Deutsch
Anderes Thema
8. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

44707
425
12
25.08.2009

Autor/in

Rudi Ruppen
Unnerdorf 10
3940 Steg

Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Deutsch Blatt 5 Das Märchen vom kleinen Herrn Moritz, der eine Glatze kriegte Name: Datum:_ Märchen Kontrollblatt 1a. Die folgenden Textabschnitte sind durcheinander geraten. Lies sie und stelle die richtige Reihenfolge wieder her. Notiere dazu die richtige Reihenfolge der Buchstaben. Du darfst das Blatt zerschneiden, musst dann aber die Teile zusammenkleben. Die richtige Reihenfolge lautet: E, D, B, A, E Es war einmal ein kleiner älterer Herr, der hiess Herr Moritz und hatte sehr grosse Schuhe und einen schwarzen Mantel dazu, und damit ging er oft spazieren. Als nun der lange Winter kam, der längste Winter auf der Welt in Berlin, da wurden die Menschen allmählich böse. Die Autofahrer schimpften, weil die Strassen so glatt waren. Die Verkehrspolizisten schimpften, weil sie immer auf der kalten Strasse rumstehen ( herumstehen) mussten. Die Verkäuferinnen schimpften, weil ihre Verkaufsläden so kalt waren. Die Männer von der Müllabfuhr schimpften, weil der Schnee gar nicht alle wurde ( nicht aufhörte). Der Milchmann schimpfte, weil ihm die Milch in den Milchkannen zu Eis gefror. Die Kinder schimpften, weil ihnen die Ohren ganz rot gefroren waren, und die Hunde bellten vor Wut über die Kälte schon gar nicht mehr, sondern zitterten nur noch und klapperten mit den Zähnen vor Kälte, und das sah auch sehr böse aus. An einem solchen kalten Schneetag ging Herr Moritz mit seinem blauen Hut spazieren, und er dachte: „Wie böse die Menschen alle sind, es wird höchste Zeit, dass wieder Sommer wird und Blumen wachsen. Und als er so durch die schimpfenden Leute in der Markthalle ging, wuchsen ganz schnell und ganz viel Krokusse, Tulpen und Maiglöckchen und Rosen und Nelken, auch Löwenzahn und Margeriten auf seinem Kopf. Er merkte es aber erst gar nicht, und dabei war schon längst sein Hut vom Kopf hochgegangen, weil die Blumen immer mehr wurden und auch immer länger. Da blieb vor ihm eine Frau stehn und sagte: „Oh, Ihnen wachsen aber schöne Blumen auf dem Kopf! „Mir Blumen auf dem Kopf!, sagte Herr Moritz, „so was gibt es gar nicht! „Doch! Schauen Sie hier in das Schaufenster, Sie können sich darin spiegeln. Darf ich eine Blume abpflücken? Und Herr Moritz sah im Schaufensterspiegelbild, dass wirklich Blumen auf seinem Kopf wuchsen, und er sagte: „Aber bitte, wenn Sie eine wollen „Ich möchte gerne eine kleine Rose, sagte die Frau und pflückte sich eine. „Und ich eine Nelke für meinen Bruder, sagte ein kleines Mädchen, und Herr Moritz bückte sich, damit das Mädchen ihm auf den Kopf langen konnte. Und viele Leute kamen und brachen sich ( pflücken) Blumen vom Kopf des kleinen Herrn Moritz, und es tat ihm nicht weh, und die Blumen wuchsen immer gleich nach, und es kribbelte so schön am Kopf, als ob ihn jemand freundlich streichelte, und Herr Moritz war froh, dass er den Leuten mitten im kalten Winter Blumen geben konnte. Immer mehr Menschen kamen zusammen und lachten und wunderten sich und brachen sich Blumen vom Kopf des kleinen Herrn Moritz, und keiner, der eine Blume erwischt hatte, sagte an diesem Tag noch ein böses Wort. Aber da kam auf einmal auch der Polizist Max Kunkel. Max Kunkel war schon seit zehn Jahren in der Markthalle als Markthallenpolizist tätig, aber so was hatte er noch nicht gesehn! Mann mit Blumen auf dem Kopf! Er drängelte sich durch die vielen lauten Menschen, und als er vor dem kleinen Herrn Moritz stand, schrie er: „Wo gibt denn so was! Blumen auf dem Kopf, mein Herr! Zeigen Sie doch mal bitte sofort Ihren Personalausweis! Und der kleine Herr Moritz suchte und suchte und sagte verzweifelt: „Ich habe ihn doch immer bei mir gehabt, ich hab ihn doch in der Tasche gehabt! Und je mehr er suchte, um so mehr verschwanden die Blumen auf seinem Kopf. „Aha, sagte der Polizist Max Kunkel, „Blumen auf dem Kopf haben Sie, aber keinen Ausweis in der Tasche! Und Herr Moritz suchte immer ängstlicher seinen Ausweis und war ganz rot vor Verlegenheit, und je mehr er suchte, umso mehr schrumpften die Blumen zusammen, und der Hut ging allmählich wieder runter auf den Kopf! In seiner Verzweiflung nahm Herr Moritz seinen Hut ab, und siehe da, unter dem Hut lag der Personalausweis. Aber was noch!? Die Haare waren alle weg! Kein Haar mehr auf dem Kopf hatte der kleine Herr Moritz. Er strich sich verlegen über den kahlen Kopf und setzte dann schnell den Hut drauf. „Na, da ist ja der Ausweis, sagte der Polizist Max Kunkel freundlich, „und Blumen haben Sie ja wohl auch nicht mehr auf dem Kopf, wie?! „Nein , sagte Herr Moritz und steckte schnell seinen Ausweis ein und lief schnell nach Hause. Dort stand er lange vor dem Spiegel und sagte zu sich: „Jetzt hast du eine Glatze, Herr Moritz! 1b. Fragen zum Text (verwende für deine Antworten ganze Sätze) 1. Die Geschichte trägt den Titel: Das Märchen vom kleinen Herrn Moritz, der eine Glatze kriegte. Was ist in dieser Geschichte so wie in einem Märchen? Es ist nicht so wie in Wirklichkeit: Blumen wachsen auf dem Kopf (ev.: und verschwinden wieder). 2. Wo und in welcher Jahreszeit spielt die Geschichte? Sie spielt in Berlin, und zwar im Winter 3. Wie verhalten sich in diesem Text die Menschen in der geschilderten Jahreszeit? Sie schimpfen 4. Was wünscht sich Herr Moritz auf seinem Spaziergang? Es soll wieder Sommer werden und Blumen sollen wachsen. 1 5. Herr Moritz verhält sich nicht wie die andern Menschen. Was macht er anders? Er gibt den Menschen gerne etwas ab (Blumen). Er schimpft nicht. 6. Wie ändert sich das Verhalten der Menschen, die sich bei Herrn Moritz eine Blume pflücken durften? Sie lachen und wundern sich, keiner sagt an diesem Tag ein böses Wort 7. Was stört den Polizisten an Herrn Moritz und warum verlangt er seinen Personalausweis? Herr Moritz ist anders als die anderen Menschen/Es stört ihn, dass Herrn Moritz Blumen auf dem Kopf wachsen Er will überprüfen, ob es Herrn Moritz überhaupt gibt. 8. Warum verschwinden plötzlich alle Blumen vom Kopf des Herrn Moritz? Weil er (ängstlich) seinen Ausweis (seine Identität) sucht. Herr Moritz ist verunsichert/Der Polizist stellt ihn in Frage o. Ä. 9. Der Polizist ist gegen Ende von Textabschnitt freundlich zu Herrn Moritz. Warum? Er konnte seine Aufgabe erfüllen und hat den Ausweis gesehen/Er konnte die Identität von Herrn Moritz feststellen/Seine Welt ist wieder in Ordnung Herr Moritz hat keine Blumen mehr auf dem Kopf/Er entspricht wieder der normalen Welt. 10. Was denkt Herr Moritz zu Hause vor dem Spiegel? Es gibt verschiedene mögliche Antworten auf diese Frage (da die Gedanken nicht laut werden), z. B.: „Ich habe den Menschen etwas geschenkt, ich aber habe dafür eine Glatze bekommen. Hat sich das gelohnt? oder: „Nie wieder werde ich den Menschen etwas schenken! oder: „Ich habe den Menschen etwas geschenkt. Was habe ich dafür bekommen? Eine Glatze! oder: „Lohnt es sich, den Menschen etwas zu schenken (Freude, Fröhlichkeit), wenn einem dafür etwas genommen wird? etc. 2