Arbeitsblatt: Vom Erdölfeld bis zum Töfflitank

Material-Details

Gruppenarbeit in 2 Schwierigkeitsstufen. Bildmaterial via Internet beschaffen.
Geographie
Anderes Thema
7. Schuljahr
3 Seiten

Statistik

44751
373
5
26.08.2009

Autor/in

Christoph Wüthrich
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Texte für die Gruppenarbeit („Von der Erdölsuche bis in den Töfflitank) Einfachere Version Erstellt einen Hefttext mit Bildern, Karte und eigenen Worten, wie das Erdöl in deinen Töfflitank gelangt. Suche nach Erdöl Hinweise auf Erdöl an der Erdoberfläche, wie Gasaustritte oder Asphaltvorkommen, sind selten. Meistens müssen Erdölfallen mit modernen Methoden aufgespürt werden. Den endgültigen Nachweis über Lage und Ausmass eines Vorkommens erbringt erst eine Bohrung. Das ist technisch und finanziell sehr anspruchsvoll. Wanderung und Konzentration des Erdöls Unter undurchlässigen Schichten (z.B. Ton, Salz) sammelten sich Erdöl, Erdgas und Restwasser in sogenannten «Speichergesteinen» (poröse Sandsteine, stark zerklüfteter Kalk oder Dolomit). Nicht selten sammelten sich grössere Mengen der leichten und darum langsam aufsteigenden Erdölprodukte auf kleinem Raum. Derartige Gesteinsstrukturen bezeichnet man als „Erdölfallen. Transport zur Raffinerie Erdöl wurde anfänglich in Holzfässern transportiert. Aus jener Zeit stammt auch das heute noch gebräuchliche Hohlmass für Mineralöl: 1 Fass 1 Barrel 159 Liter. Der Transport des Rohöls vom Bohrort zur Raffinerie oder zum Verschiffungshafen erfolgt fast ausschliesslich durch Pipelines. Pipelines sind stählerne, meist in die Erde ver- senkte Rohrleitungen. Die Schweiz besitzt auch zwei eigene Raffinerien. Dort wird aber im Vergleich zu den ausländischen Raffinerien nur wenig Erdöl weiterverarbeitet. Produktion/Erdölförderung Ist man fündig geworden, wird der Turm abgebrochen. Über dem Bohrloch wird ein kompliziertes System von Absperrventilen angebracht. Fliesst das Öl nicht unter eigenem Druck an die Erdoberfläche, muss man Pumpen einsetzen. Vielfach wird auch Wasser oder Gas in die Umgebung des Erdöllagers eingepresst. Oft wird das Öl mit Hitze (Dampf) oder Chemikalien dünnflüssig gemacht, um das Ausfliessen zu erleichtern. Bohrung Beim heute üblichen Bohrverfahren frisst sich der Drehbohrer, der am untern Ende eines Stahlrohrs befestigt ist, Schicht um Schicht in die Tiefe. Der Bohrer muss alle paar Stunden ausgewechselt werden. Der Antrieb des Bohrers erfolgt über den so genannten Drehtisch auf der Arbeitsplattform des Turms. Zur Kühlung des Bohrers wird so genannter Bohrschlamm in die Tiefe gepresst. Die aus dem Bohrloch zurückfliessende Flüssigkeit wird laufend nach Ölspuren untersucht. Es kann auch „Offshore (vor der Meeresküste) nach Erdöl gebohrt werden. Der Weg des Erdöls in die Schweiz Das in der Schweiz benötigte Erdöl gelangt zum grössten Teil als bereits verarbeitete Produkte zu uns. Das bedeutet, dass das Erdöl in ausländi- schen Raffinerien verarbeitet wurde. Produkte des Erdöls können sein: Benzin, Flugpetrol, Dieselöl, Bitumen, Schmiermittel und diverse andere Stoffe, aus denen man z.B. Kunststoffe (Plastik) oder auch Wachse (Kerzen) herstellen kann. Erdöl und Erdölprodukte gelangen durch die Pipeline in die Schweiz. Es wird aber auch mit dem Zug, Lastwagen oder Schiff zu uns gebracht. Raffinerie/Verarbeitung Vor dem Verbrauch muss das Erdöl in Raffinerien gereinigt und in verschiedene Produkte wie z. B. Flug- und Autobenzin, Dieselöl oder Heizöl herausgelöst werden. Bei diesen Prozessen entstehen viele Nebenprodukte, die wieder Ausgangsstoffe für die Industrie sind. GLOSSAR Bitumen: Zähflüssiger Rückstand bei der Destillation des Erdöls. Wird zum Strassenbau verwendet. Destillieren/Destillation: Wenn Erdöl erhitzt wird, so kann man je nach Höhe der Temperatur verschiedene neue Stoffe herauslösen. Kalk/Dolomit: Gesteinsarten Petrochemische Industrie: Alle Unternehmen, die die Produkte des Erdöls weiterverarbeiten. Texte für die Gruppenarbeit („Von der Erdölsuche bis in den Töfflitank) Schwierigere Version Erstellt einen Hefttext mit Bildern, Karte und eigenen Worten, wie das Erdöl in deinen Töfflitank gelangt. ------------------------------------------Hinweise auf Erdöl an der Erdoberfläche, wie Gasaustritte oder Asphaltvorkommen, sind selten. Meistens müssen Erdölfallen mit physikalischen Methoden (Magnetismus, Erdanziehung, Seismik) aufgespürt werden. Den endgültigen Nachweis über Lage und Ausmass eines Vorkommens erbringt erst eine Bohrung. Das ist technisch und finanziell sehr anspruchsvoll. Wanderung und Konzentration des Erdöls Unter undurchlässigen Schichten (z.B. Ton, Salz) sammelten sich Erdöl, Erdgas und Restwasser in so genannten «Speichergesteinen» (poröse Sandsteine, stark zerklüfteter Kalk oder Dolomit). Nicht selten sammelten sich grössere Mengen der leichten und darum langsam aufsteigenden Erdölprodukte auf kleinem Raum. Derartige Gesteinsstrukturen bezeichnet man als „Erdölfallen. Erdöl wurde anfänglich in Holzfässern transportiert. Aus jener Zeit stammt auch das heute noch gebräuchliche Hohlmass für Mineralöl: 1 Fass 1 Barrel 159 Liter. Der Transport des Rohöls vom Bohrort zur Raffinerie oder zum Verschiffungshafen erfolgt fast ausschliesslich durch Pipelines. Pipelines sind stählerne, meist in die Erde versenkte Rohrleitungen. Die Schweiz besitzt auch zwei eigene Raffinerien. Dort wird aber im Vergleich zu den ausländischen Raffinerien nur wenig Erdöl weiterverarbeitet. Ist man fündig geworden, wird der Turm abgebrochen. Über dem Bohrloch wird ein kompliziertes System von Absperrventilen, der so genannte „Christbaum, angebracht. Fliesst das Öl nicht unter eigenem Druck an die Erdoberfläche, muss man Pumpen einsetzen. Vielfach wird auch Wasser oder Gas in die Umgebung des Erdöllagers eingepresst. Oft wird das Öl mit Hitze (Dampf) oder Chemikalien dünnflüssig gemacht, um das Ausfliessen zu erleichtern. Beim heute üblichen Bohrverfahren frisst sich der Drehbohrer, der am untern Ende eines Stahlrohrs befestigt ist, Schicht um Schicht in die Tiefe. Zum Auswechseln des Bohrers, was alle paar Stunden geschehen muss, wird das ganze Gestänge mit einem Flaschenzug wieder nach oben gezogen und Rohr um Rohr auseinandergeschraubt. Der Antrieb des Bohrers erfolgt über den so genannten Drehtisch auf der Arbeitsplattform des Turms. Durch das Gestänge wird zur Kühlung des Bohrers so genannter Bohrschlamm in die Tiefe gepresst. Die aus dem Bohrloch zurückfliessende Flüssigkeit wird laufend nach Ölspuren untersucht. Es kann auch „Offshore (vor der Meeresküste) nach Erdöl gebohrt werden. Das in der Schweiz benötigte Erdöl gelangt zum grössten Teil als bereits verarbeitete Produkte zu uns. Das bedeutet, dass das Erdöl in ausländischen Raffinerien aufgespalten (destilliert) wurde. Produkte des Erdöls können sein: Benzin, Flugpetrol, Dieselöl, Bitumen, Schmiermittel und diverse andere Stoffe, aus denen man z.B. Kunststoffe (Plastik) oder auch Wachse (Kerzen) herstellen kann. Erdöl und Erdölprodukte gelangen durch die Pipeline in die Schweiz. Es wird aber auch mit dem Zug, Lastwagen oder Schiff zu uns gebracht. Vor dem Verbrauch muss das Erdöl in Raffinerien gereinigt und in verschiedene Produkte wie z. B. Flugund Autobenzin, Dieselöl oder Heizöl her- ausgelöst werden. Bei diesen Prozessen entstehen viele Nebenprodukte, die wieder Ausgangsstoffe für die petrochemische Industrie sind. GLOSSAR Bitumen: Zähflüssiger Rückstand bei der Destillation des Erdöls. Wird zum Strassenbau verwendet. Destillieren/Destillation: Wenn Erdöl erhitzt wird, so kann man je nach Höhe der Temperatur verschiedene neue Stoffe herauslösen. Kalk/Dolomit: Gesteinsarten Petrochemische Industrie: Alle Unternehmen, die die Produkte des Erdöls weiterverarbeiten.