Arbeitsblatt: Das Gehörn

Material-Details

Kurztext über das Gehörn
Biologie
Tiere
5. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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30.08.2009

Autor/in

Nadine Duivenstijn
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Das Gehörn Das Gehörn ist das auffälligste Merkmal des Steinbocks. Es besteht aus zwei langen, säbelförmigen, spitz auslaufenden Hörnern, die an ihrer Vorderseite herrliche Schmuckknoten tragen. Geissen und junge Böcke tragen weit weniger imposante Hörner, als die älteren, dennoch taugen sie gut als Waffe. So erreichen die Gehörne alter Steinböcke eine Länge von über 80cm und die Geissen immerhin etwa 35cm. Steinbockhörner werden nicht wie Geweihe jedes Jahr abgeworfen und auf den Beginn der Paarungszeit wieder aufgebaut. Sie wachsen ein leben Lang. Einweiterer Unterschied ist die Form. Das Geweih hat mehrere Enden, das Gehörn nur jeweils eines. Der Fachmann findet im Gehörn viele Hinweise auf die Lebensgeschichte des Tiers. Der Hornbau Das Steinbock- Horn setzt sich aus einer äusseren Hornscheide und einem knöchernen Hornzapfen zusammen, die durch eine Zwischenschicht fest miteinander verbunden sind. Das Gehörn wächst schubweise und unterschiedlich stark. Im Winter setzt das Hornwachstum sogar ganz aus und es entsteht eine Furche auf der Hornoberfläche. Es gibt verschiedene Ursachen, weshalb das Horn aufhört zu wachsen. Beim Steinbock ist die wichtigste Ursache der Nahrungsmangel, der in der kalten Jahreszeit von November bis April gibt es wenig Nahrung und dann setzt die Hornproduktion sogar ganz aus. Andere Ursachen sind Krankheiten und bei den Weibchen, wenn sie trächtig sind. Die Furchen werden auch Jahresfurchen genannt und an ihnen kann man das Alter eines Steinbocks bzw. Steingeiss erkennen. Neben den Jahresfurchen gibt es auch die Knoten oder auch Schmuckwülste. Es werden in der Regel ein bis drei, in der Regel aber zwei solcher Knoten pro Jahr gebildet. Auch hier gelten je besser die Lebensbedingungen, desto mehr Schmuckwülste werden produziert. Je älter die Steinböcke werden desto kleiner werden die Knoten. Die Funktion des Steinbockgehörns Das Gehörn hat mehrere Funktionen. Es dient als Verteidigungswaffe, um aufdringliche Artgenossen, störende Konkurrenten, angreifende Alder und im Notfall wohl auch einen Luchs oder Wolf zu vertreiben. In ritualisierten Kämpfen zwischen ähnlich starken Böcken wird ein heftigem Schlagabtausch der Rang ermittelt. Geissen hingegen verwenden ihr Gehörn vor allem als Stichwaffen, in dem sie mit dem Kopf Schläge von unten nach oben versetzen. Böcke imponieren Schwächeren Durch das blosse Herzeigen ihres Gehörns. Und Geissen wehren aufdringliche paarungswillige Böcke ab, indem sie ihr Haupt elegant auf die Seite neigen und mit den Hornspitzen drohen. Das verschafft Respekt. Dank dem Gehörn lässt es sich aber auch geniessen. Mit einem langen, gekrümmten Horn können bei Juckreiz sonst unerreichbare Körperstellen bequem gekratzt werden. Beim Schlafen stützen Böcke gelegentlich ihren Kopf nach hinten auf die Hornspitzen.