Arbeitsblatt: Entdeckungen und Eroberungen

Material-Details

Schiffe und Weltbilder
Geschichte
Neuzeit
7. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

45139
868
25
02.09.2009

Autor/in

Yvonne Serino-Grüter
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Entdeckungen Der Mensch erforscht die Erde 1. Der Mensch erforscht die Erde 1.1 Der Mensch und das Meer Hefteintrag Die ersten Fahrzeuge, mit denen der Mensch seine Umgebung erkundete, waren Schiffe. Zuerst waren sie ganz einfach gebaut (Einbaum), mit der Zeit wurden sie grösser und tauglicher, um damit auf den Meeren zu fahren. Die berühmten Entdecker wie Kolumbus oder Magellan benützten vor allem die Karacke und die etwas kleinere Karawelle. 1.2 Die Entwicklung der Schiffe Bilder einkleben und Legenden dazu schreiben. (Buch S. 7) Das Wichtigste in Kürze, Buch S. 8 als Zusammenfassung dazu (einrahmen). 1.2.1 Seefahrten im Altertum (Karte aus L-Buch S. 16, aus Text lesen und einzeichnen) 1.2.3 Seefahrten im Mittelalter (Karte aus L-Buch S. 17, aus Text lesen und einzeichnen) 1.3 Was wussten die Menschen über die Erde? Hefteintrag, Titel schreiben und Text mit Bildern/Texten vervollständigen. Als die Menschen noch in kleinen Dörfern von Ackerbau und Viehzucht lebten, kannten sie nur einen ganz kleinen Teil der Erde, nämlich ihre nähere Umgebung. Erst durch Handel und Kriegszüge lernten sie grössere Gebiete kennen. Mit der Zeit versuchten sie, die Lage der Länder, Meere, Flüsse und Gebierge, die sie kennen gelernt hatten, auf Karten aufzuzeichnen. Geografie bei den alten Griechen Ein solcher Kartenzeichner war der Grieche Hekataios, der um 500 v.Chr. lebte. Er hielt die Erde für eine Scheibe, die auf einem Weltmeer (Okeanos) schwimme. Er kannte nur einen ziemlich kleinen Teil der Erde. Je weiter in der folgenden Zeit die griechischen Kaufleute und Kriegsführer zogen, desto mehr erfuhren die griechischen Gelehrten über die Erde und zeichneten es auf. Sie kamen auch zur Einsicht, dass die Erde eine Kugel sei, obwohl noch niemand darum herum gefahren war. Um die Lage der einzelnen Länder genau anzugeben, teilten sie die Erdkugel in ein Netz von Längen und Breitengraden ein, das sogenannte Gradnetz der Erde. Allerdings waren sie sich über den Umfang der Erdkugel nicht einig. Einer errechnete ihn auf 40 000 Kilometer, ein anderer nur auf 30 000 Kilometer. Der berühmteste dieser Geografen war Ptolemaios, der um 150 n.Chr. lebte. Entdeckungen Der Mensch erforscht die Erde Geografie im Mittelalter (500 bis 1400) Um 500 n.Chr. ging das Römerreich unter. Die Europäer trieben nun während langer Zeit nur wenig Handel und kannten kaum fremde Länder. So vergassen sie auch, was die griechischen Geografen heraus gefunden hatten. Die Gelehrten waren jetzt meistens Mönche und bezogen ihr Wissen vor allem aus der Bibel. In dieser aber wurde die Erde als Scheibe beschrieben. Daher dachten sie, wie früher Hekataios, die Erde sei eine vom Ozean umgebene Scheibe. Sie versuchten auch, Geografie und christliche Religion in Übereinstimmung zu bringen. (Siehe GE-Buch S. 9, Ebstorfer Weltkarte) Geografie in der Neuzeit Erst um 1400 n.Chr. begannen die europäischen Gelehrten, die Bücher Ptolemaios und anderer griechischen Geografen zu studieren. Sie erfuhren daraus, dass die Erde eine Kugel sei. Sie lernten auch die Einteilung nach Längen- und Breitengraden wieder kennen. Ungewiss blieb jedoch der Umfang der Erdkugel. Noch war niemand um sie herum gefahren. Entdeckungen Der Mensch erforscht die Erde 1.4.1 Von Homer bis Kopernikus – Drei Weltbilder 1. Das Homerische Weltbild Die Erde steht im Mittelpunkt des Weltalls. Sonne, Mond und Sterne kreisen täglich um sie. Sie ist eine riesige Ebene, aus der Gebirge empor ragen. Um die feste Erde liegen Meere. An ihrem Ende erhebt sich eine Wand. Wer da hinauf steigt, fällt jenseits herunter und kommt nie wieder. So formte sich die Menschheit bis ca. 1500 n. Chr. ihr Weltbild. Es ist das Homerische Weltbild. Die Erde ist eine Scheibe, die vom Ozean umflossen wird. Darüber spannt sich das Himmelsgewölbe mit Sonne, Mond und Sternen. (Homerisches Weltbild) Entdeckungen Der Mensch erforscht die Erde 2. Das Ptolemäische Weltbild – Geozentrisches Weltbild Die Ägypter jedoch erkannten bereits im 6. Jahrhundert v. Chr., dass die Erde die Gestalt einer Kugel hat. Im Jahr 200 v. Chr. berechnete Erastothenes die annähernde Grösse unseres Planeten. Die Auffassung blieb jedoch bestehen, dass die Erde der Mittelpunkt des Alls sei und dass die übrigen Himmelskörper sie umkreisen. Es ist das geozentrische Weltbild. Dieses Weltbild wurde von Ptolemäus beschrieben. Die Erde ist eine Kugel, die im Mittelpunkt des Weltalls steht. Um die Erde drehen sich alle andern Himmelskörper. (Geozentrisches Weltbild) Entdeckungen Der Mensch erforscht die Erde 3. Das Kopernische Weltbild – Heliozentrisches Weltbild Der Grieche Aristarch glaubte entdeckt zu haben, dass die Erde um die Sonne kreise. Seine Meinung kam nicht gegen die der Gelehrten des Altertums und der Strenggläubigkeit des Mittelalters an. Erst an der Schwelle zur Neuzeit traten Männer auf, die in unablässiger Beobachtung des Sternenhimmels und mit verbesserten astronomischen Hilfsmitteln die hergebrachte Meinung widerlegten und die Wirklichkeit erkannten: Nicht die Erde, sondern die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Weltbildes. Begründer dieses heliozentrischen Weltbildes ist der deutsche Astronom Nikolaus Kopernikus (1473-1543). Nach umfassenden Studien, vor allem in Krakau und Bologna, wirkte er als Domherr in der ostpreussischen Stadt Frauenburg. In seinem Todesjahr erschienen die „Sechs Bücher über die Umläufe der Himmelskörper. Es dauerte aber noch lange, bis die neue Lehre allgemein anerkannt wurde. In Italien gelang es dem grossen Naturforscher Galileo Galilei (1564-1642), ein Fernglas zu bauen. Er beobachtete den Himmel und bestätigte die Kopernikanische Lehre. Für diese ketzerische Ansicht wurde er vor Gericht gezogen und musste widerrufen. Im Abgehen soll er gemurmelt haben: .und sie bewegt sich doch. Auf jeden Fall hatte er Recht. Ähnlich wie Galilei konstruierte der Däne Tycho Brahe (1546-1601) exaktere Instrumente, war ein genauer Beobachter des Mars und schuf damit die Grundlage für Keplers Gesetze. Johannes Kepler aus Württemburg (1571-1630), Nachfolger Brahes in Prag als Hofastronom Rudolf ll, baute die Lehre des Kopernikus theoretisch aus. Der Engländer Isaac Newton (1643-1727) fand heraus, dass die Himmelskörper zufolge ihrer Schwerkraft einander im Banne halten und in geordneten Bahnen kreisen. Im Mittelpunkt des Universums steht die Sonne. Um die Sonne bewegen sich die Erde und die andern Planeten. Nur der Mond kreist um die Erde. Die Erde dreht sich um sich selbst (Heliozentrisches Weltbild).