Arbeitsblatt: Tauchen und seine Risiken

Material-Details

Zusatzthema zur Atmung Lösung im Dokument agefüg
Biologie
Anderes Thema
8. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

45555
321
1
11.09.2009

Autor/in

Katja Häfliger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der menschliche Körper II Tauchen: Rekorde, Risiken Ein Bericht aus: Extreme Tiefen, unglaubliche Tauchzeiten: Für den Taucher Umberto Pellizari hat sich ein Traum erfüllt: Völlig losgelöst in der wunderbaren Unterwasserwelt bleiben, schwerelos und geschmeidig wie ein Fisch, ohne Pressluftflasche und störende Ausrüstung. Der Fischersohn aus Sardinien ist Weltmeister im Apnoetauchen Freitauchen ohne Atemgerät in großer Tiefe und erstaunlich lang. Ursprünglich kommt dieser Tauchsport von den Harpunieris, die früher ohne Ausrüstung möglichst lang unter Wasser bleiben mussten, um Fische zwischen Steinen zu fangen. Mit Umberto ist diese Tradition zum Wettkampf gereift. Mit einer speziellen Atemtechnik kann er über acht Minuten die Luft anhalten. Keiner weiß wie er diese Zeit ohne Schäden des Gehirns überbrückt. Das Meer ist mein Leben, erklärt der südeuropäische Extremtaucher stolz. Ich lebe am Meer. Ich arbeite im Meer. Ich habe im Meer den meisten Spaß. Und wenn ich nicht am Meer bin und ist es auch nur für ein paar Tage dann bin ich wie auf Entzug. Mit den Flossen erreicht er eine Tiefe von 79 Metern. Eine Belastung entsprechend 158 Meter Brustschwimmen ohne Sauerstoff. Bei der Königsdisziplin der Apnoeisten, dem NoLimit-Tauchen, arbeitet der sympathische Saradiner mit einem eigens konstruierten und speziell beschwerten Schlitten. Damit erreichte er im letzten Jahr als erster Mensch die 150 Meter Marke. Hin und zurück sind das 300 Meter Strecke ohne zu Atmen. Vor 30 Jahren galt die 50-Meter-Marke als tödlich. Doch die Praxis korrigierte die Theorie. Zwar ist die Lunge schon ab 50 Meter wegen des Wasserdrucks nur noch so groß wie ein Apfel, doch die Taucher halten das aus. In die kleiner werdende Lunge fließt Blut und Sekret. Mediziner nennen das den Blood-Shift. Der Kollaps des Organs bleibt aus. Ein normalerweise tödlicher Vorgang wird vom Körper als Schutzmechanismus umfunktioniert. Doch der angepasste Organismus bietet den Freitauchern noch mehr Möglichkeiten: Sie können zum einen vor dem Tauchgang sehr viel Sauerstoff aufnehmen und so die Luft locker bis zu neun Minuten anhalten. Außerdem sind die Fischmenschen so trainiert, dass die kleinen Lungenbläschen, die Alveolen, nicht platzen oder reißen. Pellizari war bei seinem Weltrekord in so guter Verfassung, dass er sich nicht wie üblich von einem Gasballon nach oben ziehen ließ: Er stieg aus eigener Kraft nach oben. Seitdem spricht ganz Italien von ihm. Doch der blonde Sardinier ist trotz Medienrummel und des scheinbaren Wahnsinns dieser Sportart der Junge von nebenan geblieben. Einer, der das Meer liebt, der aufgrund seiner Meditationsübungen die Ruhe selbst zu sein scheint. Der Rausch der Tiefe: ein Traum, der so alt ist wie der Wunsch zu Fliegen. Der Traum von der grenzenloser Freiheit in einer anderen Welt. Umberto kommt schnell ins Schwärmen: Man sieht nichts. Die Schwerkraft ist anders. Es gibt keine Geräusche. Auf 150 Meter sind meine Lungen 16-mal kleiner als an der Wasseroberfläche. Ich habe 16 Kilogramm Druck auf jedem Quadratzentimeter meines Körpers. Ich werde etwas anderes in einer anderen Welt. Umberto Pellizari ist nicht der einzige, der in der Tiefe nach Rekorden jagt. Seit Jahren liefert er sich ein wahnwitziges Duell mit dem Cubaner Pipin Ferreras, einem Star wie Pellizari, der sich äußerst medienwirksam in Szene setzt. Mehr als 500 Mal hat er die hundert Meter Marke überschritten. Ursprünglich war es Pippin, der das Talent des Italieners entdeckte und förderte, bis es 1990 zum Bruch der beiden kam. Heute sprechen beide Taucher kein Wort mehr miteinander. Dieses Duell wird jetzt in dem IMAX-FILM Ocean Men dokumentiert einer Neuauflage des Kultfilms Im Rausch der Tiefe The Big Blue. Über 12 Millionen Mark haben die Dreharbeiten gekostet. Noch nie zuvor wurden Unterwasserbilder so aufwendig produziert. Und so sorgt Umberto Pellizari nun auch für Rekorde über Wasser. Fragen zum Text: a) Was ist das eigentümliche am Apnoetauchen? b) Wie lange kann Umberto Pellizari dank seiner speziellen Atemtechnik die Luft anhalten? c) Wie tief kann Umberto Pellizari mit den Flossen tauchen? d) Als erster Mensch tauchte Umberto Pellizari im letzten Jahr 150 tief. Wie gelang ihm dies? e) Wie gross ist die Lunge in 50m tiefe noch? Weshalb verkleinert sie sich? f) Erkläre den Begriff „Blood Shift! g) Wie lange kann die Luft maximal angehalten werden? Weshalb ist dies möglich? h) Was geschieht mit den Lungenblässchen (Alveolen) eines untrainierten Tauchers, wenn dieser mit der selben Technik versuchen würde die Luft dermassen lange anzuhalten? i) Wie viel mal kleiner als an der Wasseroberfläche ist die Lunge auf 150m Tiefe? Der menschliche Körper II Tauchen: Rekorde, Risiken Ein Bericht aus: Extreme Tiefen, unglaubliche Tauchzeiten: Für den Taucher Umberto Pellizari hat sich ein Traum erfüllt: Völlig losgelöst in der wunderbaren Unterwasserwelt bleiben, schwerelos und geschmeidig wie ein Fisch, ohne Pressluftflasche und störende Ausrüstung. Der Fischersohn aus Sardinien ist Weltmeister im Apnoetauchen Freitauchen ohne Atemgerät in großer Tiefe und erstaunlich lang. Ursprünglich kommt dieser Tauchsport von den Harpunieris, die früher ohne Ausrüstung möglichst lang unter Wasser bleiben mussten, um Fische zwischen Steinen zu fangen. Mit Umberto ist diese Tradition zum Wettkampf gereift. Mit einer speziellen Atemtechnik kann er über acht Minuten die Luft anhalten. Keiner weiß wie er diese Zeit ohne Schäden des Gehirns überbrückt. Das Meer ist mein Leben, erklärt der südeuropäische Extremtaucher stolz. Ich lebe am Meer. Ich arbeite im Meer. Ich habe im Meer den meisten Spaß. Und wenn ich nicht am Meer bin und ist es auch nur für ein paar Tage dann bin ich wie auf Entzug. Mit den Flossen erreicht er eine Tiefe von 79 Metern. Eine Belastung entsprechend 158 Meter Brustschwimmen ohne Sauerstoff. Bei der Königsdisziplin der Apnoeisten, dem NoLimit-Tauchen, arbeitet der sympathische Saradiner mit einem eigens konstruierten und speziell beschwerten Schlitten. Damit erreichte er im letzten Jahr als erster Mensch die 150 Meter Marke. Hin und zurück sind das 300 Meter Strecke ohne zu Atmen. Vor 30 Jahren galt die 50-Meter-Marke als tödlich. Doch die Praxis korrigierte die Theorie. Zwar ist die Lunge schon ab 50 Meter wegen des Wasserdrucks nur noch so groß wie ein Apfel, doch die Taucher halten das aus. In die kleiner werdende Lunge fließt Blut und Sekret. Mediziner nennen das den Blood-Shift. Der Kollaps des Organs bleibt aus. Ein normalerweise tödlicher Vorgang wird vom Körper als Schutzmechanismus umfunktioniert. Doch der angepasste Organismus bietet den Freitauchern noch mehr Möglichkeiten: Sie können zum einen vor dem Tauchgang sehr viel Sauerstoff aufnehmen und so die Luft locker bis zu neun Minuten anhalten. Außerdem sind die Fischmenschen so trainiert, dass die kleinen Lungenbläschen, die Alveolen, nicht platzen oder reißen. Pellizari war bei seinem Weltrekord in so guter Verfassung, dass er sich nicht wie üblich von einem Gasballon nach oben ziehen ließ: Er stieg aus eigener Kraft nach oben. Seitdem spricht ganz Italien von ihm. Doch der blonde Sardinier ist trotz Medienrummel und des scheinbaren Wahnsinns dieser Sportart der Junge von nebenan geblieben. Einer, der das Meer liebt, der aufgrund seiner Meditationsübungen die Ruhe selbst zu sein scheint. Der Rausch der Tiefe: ein Traum, der so alt ist wie der Wunsch zu Fliegen. Der Traum von der grenzenloser Freiheit in einer anderen Welt. Umberto kommt schnell ins Schwärmen: Man sieht nichts. Die Schwerkraft ist anders. Es gibt keine Geräusche. Auf 150 Meter sind meine Lungen 16-mal kleiner als an der Wasseroberfläche. Ich habe 16 Kilogramm Druck auf jedem Quadratzentimeter meines Körpers. Ich werde etwas anderes in einer anderen Welt. Men Rausch der die sorgt Umberto Pellizari ist nicht der einzige, der in der Tiefe nach Rekorden jagt. Seit Jahren liefert er sich ein wahnwitziges Duell mit dem Cubaner Pipin Ferreras, einem Star wie Pellizari, der sich äußerst medienwirksam in Szene setzt. Mehr als 500 Mal hat er die hundert Meter Marke überschritten. Ursprünglich war es Pippin, der das Talent des Italieners entdeckte und förderte, bis es 1990 zum Bruch der beiden kam. Heute sprechen beide Taucher kein Wort mehr miteinander. Dieses Duell wird jetzt in dem IMAX-FILM Ocean dokumentiert einer Neuauflage des Kultfilms Im Tiefe The Big Blue. Über 12 Millionen Mark haben Dreharbeiten gekostet. Noch nie zuvor wurden Unterwasserbilder so aufwendig produziert. Und so Umberto Pellizari nun auch für Rekorde über Wasser. Fragen zum Text: j) Was ist das eigentümliche am Apnoetauchen? k) Wie lange kann Umberto Pellizari dank seiner speziellen Atemtechnik die Luft anhalten? l) Wie tief kann Umberto Pellizari mit den Flossen tauchen? m) Als erster Mensch tauchte Umberto Pellizari im letzten Jahr 150 tief. Wie gelang ihm dies? n) Wie gross ist die Lunge in 50m tiefe noch? Weshalb verkleinert sie sich? o) Erkläre den Begriff „Blood Shift! p) Wie lange kann die Luft maximal angehalten werden? Weshalb ist dies möglich? q) Was geschieht mit den Lungenblässchen (Alveolen) eines untrainierten Tauchers, wenn dieser mit der selben Technik versuchen würde die Luft dermassen lange anzuhalten? r) Wie viel mal kleiner als an der Wasseroberfläche ist die Lunge auf 150m Tiefe?