Arbeitsblatt: Kleider machen Leute

Material-Details

Klassendiskussion: Kleider machen Leute - Wenzel Strapinzki wird vor Gericht gezogen.
Deutsch
Leseförderung / Literatur
9. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

45792
592
7
15.09.2009

Autor/in

Johanna Friedli


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Prozess gegen Wenzel Strapinski Aus dem Goldacher Gäuboten vom 3. Sept. 2009 AFFÄRE STRAPINSKI: Hochstapler entlarvt Wochenlang führte ein arbeitsloser Schneider ein Doppelleben in Goldach Jetzt Happy End in Seldwyla: Graf Strapinski heiratet reiche Amtsratstochter Strapinski fühlt sich unschuldig: Ich bin das Opfer einer Verwechslung! Ein Bericht vom Leiter unserer Lokalredaktion in Seldwyla. Nach zehn Wochen herrlichen Grafenlebens war die Sensation perfekt: Der angebliche Graf Strapinski wurde am letzen Wochenende während einer Fastnachtsveranstaltung von seinen ehemaligen Arbeitskollegen aus Seldwyla entlarvt. Dabei hatte es zunächst so gut begonnen: Der arbeitslose Schneidergeselle Wenzel Strapinski wird auf seiner Wanderschaft in der Kutsche eines reichen Herrn mitgenommen, die ihn nach Goldach bringt. Der Kutscher gibt den Schneider als Grafen aus und es beginnt der rasche Aufstieg vom Schneidergesellen zum glücklichen Schwiegersohn des angesehenen Amtsrates Friedrich von Kottwitz. Erst durch die Nachforschungen des Goldacher Bürgers Melcher Böhni konnte der Schwindel aufgedeckt werden. Wie Herr Böhni gegenüber unserer Lokalredaktion äußerte, habe er schon vom ersten Tag an Zweifel an der Identität des vermeintlichen Grafen gehabt. Des weiteren betont er, dass er sich mit der jetzigen Situation keineswegs zufrieden gebe. Vielmehr strebe er einen Gerichtsprozess gegen den frisch verheirateten Schneider an. Er gehe davon aus, dass Recht und Ordnung in unserem Land zum Durchbruch verholfen werden müsse: Es geht nicht an, dass Leute, die sich durch eine vorgetäuschte Identität Vorteile verschaffen, ungestraft bleiben sollen! sagte der streitbare Böhni. Demgegenüber beharrt Strapinski wie wir von ihm telefonisch erfahren konnten auf seiner Ansicht, dass er weder willentlich andere getäuscht, noch anderen geschadet habe. Vielmehr sei er selbst das Opfer eines Missverständnisses gewesen. Strapinski: Alle haben um meine Gunst geworben, weil sie sich davon einen persönlichen Vorteil versprachen. Ob dies vor einem unabhängigen Gericht bestehen kann, wird sich zeigen, wenn nächsten Monat das Oberlandesgericht Goldach sich mit der Affaire Strapinski beschäftigt. Es wird erwartet, dass zahlreiche Zeugen zur Vernehmung anstehen und der Prozess sich über mehrere Tage hinziehen wird. Der PROZESS nimmt seinen Lauf: Prozessbeteiligte sind o o o o o Ein Richter Ein Gerichtsschreiber, der das Protokoll schreibt und bei der Entscheidung hilft Gerichtsdiener, der die Zeugen aufruft und für Ruhe und Ordnung sorgt Der Angeklagte Wenzel Strapinski Zwei Staatsanwälte, die die Anklageschrift verfassen Zwei Verteidiger des Angeklagten, die ein Plädoyer halten Zeugen der Anklage und/oder der Verteidigung: Strapinskis Schneidermeister aus Seldwyla ehemalige benachbarte Gutsherrin von Strapinski Wirt, Kellner und Köchin aus Goldach Kutscher Bäuerin Nettchen, des Amtsrats Tochter Amtsrat Melchior Böhni Ablauf: 1.Verlesung der Anklageschrift: Wie lautet die Anklage gegen wen? 2.Vernehmung des Angeklagten: Personalien und Hergang des Verbrechens 3.Zeugenbefragung auf Antrag von Staatsanwälten und Verteidiger 4.Plädoyers von Staatsanwälten und Verteidigung: Vorschlag des Strafmasses 5.Letzte Stellungnahme des Angeklagten, bekennt er sich schuldig? 6.Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück. 7.Urteilsverkündung