Arbeitsblatt: Tierbeob. an Hühnerküken

Material-Details

Entstanden für die Biologiedidaktik- Prüfung. Die Hühnerküken eignen sich für die Tierbeobachtung im Klassenzimmer besonders gut, da es einfach zu haltende und aktive Tiere sind, bei denen man innert kurzer Zeit relativ viele Verhaltensweisen feststellen kann. Des Weiteren kann man an ihnen interessante Phänomene der Verhaltensforschung (Prägen, Stimmungsübertragung) aufzeigen. Zeit: mind. 3 Lektionen
Biologie
Tiere
8. Schuljahr
15 Seiten

Statistik

458
1817
25
02.02.2006

Autor/in

paede (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Fachdidaktik Biologie René Müller, Rolf Sigg Tierbeobachtung an Hühnerküken August Inhaltsverzeichnis: Vorwort Didaktische Analyse Vorbereitung der Lehrperson Lernziele Lektion Anhang Lektion Anhang Lektion Anhang Weiterführende Ideen Vorwort: Grundlage für unsere Themenwahl war die persönliche Erfahrung von Herrn Sigg mit diesem Thema in seiner Schulzeit. Er hat das Thema in ähnlicher Form damals als Sekschüler erlebt und positiv in Erinnerung behalten. Ausserdem schien uns dieses Thema eine gute Vorbereitung auf einen Zoobesuch (Thema in Biodidaktik SS) zu sein. Die Schüler lernen, worauf sie beim Beobachten von Tieren achten müssen und wie sie die Tiere differenziert wahrnehmen. Wir setzten uns mit seinem damaligen Lehrer in Verbindung, der uns einige hilfreiche Informationen und Tipps geben konnte. Wieso Hühnerküken? Die Hühnerküken eignen sich für die Tierbeobachtung im Klassenzimmer besonders gut, da es einfach zu haltende und aktive Tiere sind, bei denen man innert kurzer Zeit relativ viele Verhaltensweisen feststellen kann. Des Weiteren kann man an ihnen interessante Phänomene der Verhaltensforschung (Prägen, Stimmungsübertragung) aufzeigen. Nicht zu vergessen ist der emotionale Aspekt. Die Schüler finden die Küken „herzig und schauen ihnen gerne zu. Didaktische Analyse: Exemplarische Bedeutung: Methoden der Beobachtung am Küken ist exemplarisch für Tierbeobachtung allgemein Hinterfragen von für uns unerklärlichen Verhaltensweisen von Küken fördert allgemein Bewusstsein Tieren gegenüber (z.B. Tierhaltung) Zeigt auf, dass seriöse Tierbeobachtung zeitaufwendig ist und nicht so spektakulär wie in Tierfilmen dargestellt (Zusammenschnitt der Highlights) Gegenwartsbedeutung: Einzelne Sch. haben Haustiere, von denen sie bestimmte Verhaltensweisen kennen Tierfilme im Fernsehen Zukunftsbedeutung: Sch. nehmen Tiere mit anderen Augen wahr Vorbereitung auf Zoobesuch (Verhalten differenziert wahrnehmen) Interesse an Natur (Lebewesen) fördern Zugänglichkeit: mit lebendigen Tieren arbeiten Phänomene: Prägung, Stimmungsübertragung -> beide direkt beobachtbar Parallelen zwischen tierischen und menschlichen Verhaltensweisen Sch. in Forscherrolle versetzen Vorbereitung der Lehrperson auf die Unterrichtseinheit: Material: ca. Küken Gehege mit Boden: selber basteln-> ca. ,m auf m -> mit Zwischenwand (herausnehmbar!) Wärmelampe (Infrarot) Getränkevorrichtung Futter Sagmehl, Stroh als Unterlage -> jeder Tag putzen Bestellen bei: Rüegg Heinz Geflügelzucht Im Rick Pfäffikon ZH Tel: Fax: Öffnungszeiten: .-., .-. Liefert nur von März bis Juli! Am Mittwoch schlüpfen sie, am Donnerstag abholbereit. (-> Stundenplan anpassen) Wochen im Voraus bestellen Preis pro Küken: Fr. Zurückgeben aus hygienischen Gründen nicht möglich -> Bauer suchen. Kükenfutter, spezielle Getränkevorrichtung und Infrarotlampe kann hier gekauft werden. Kükenfutter: Fr./kg Getränkevorrichtung l): Fr. Infrarotlampe: Fr. (kann aber auch gemietet werden) Allg. Infos zum Planen: Mit dem Prägen sofort beginnen -> Gegenstand mit Ton (z.B. Quietschente) so oft wie möglich vorsetzen! (falls man Eier im Brutkasten selber ausbrütet, kann man mit dem Prägen bereits Tage vor dem Schlüpfen beginnen) Vor der Lektion muss man die Hälfte der Küken für ca. Stunden hungern lassen. WICHTIG: Die Küken müssen mindestens -Tage alt sein. Unseres Erachtens sollte dieses Thema nicht vor der Sekundarklasse durchgenommen werden, da es von den SchülerInnen eine gewisse Reife abverlangt. Übersicht der Lernziele: Grobziele: (gemäss LP) • Phänomene beobachten und wesentliche Merkmale wahrnehmen. (S.) • Beobachtungen und Informationen zweckmässig festhalten. (S.) • Ordnen, vergleichen, Ergebnisse darstellen. (S.) • Einblicke in die Arbeitsweise in Biologie gewinnen. Erforschen von Eigenschaften und Funktionen bei Lebewesen. (S.) Feinziele: Lektion: • Sch. kennen die Grundprinzipien der Tierbeobachtung und wenden sie an. • Sch. teilen beobachtete Verhaltenselemente in Gruppen (mit Namen) ein. Lektion: • Jeder Sch. beschreibt mind. Verhaltenselemente in einem Ethogramm. • Die Sch. beschreiben den Vorgang des Prägens. Lektion: • Die Sch. beobachten ein Küken während Min. und notieren seine Verhaltenselemente. • Die Sch. erstellen ein Protokoll eines Versuchs mit Versuchsanordnung, Beobachtung, Vermutung und Begründung. Präparation Lektion Fach: Biologie Zoologie Thema: Verhaltenslehre (Ethologie) Tierbeobachtung Feinziele: • Sch. kennen die Grundprinzipien der Tierbeobachtung und wenden sie an. • Sch. teilen beobachtete Verhaltenselemente in Gruppen (mit Namen) ein. Zeit: Inhalt Vorgehen Sozialform: Material: Einstieg: Vorbereitung der Sch. aufs Thema Verhaltenslehre (Ethologie) ->WT Tierbeobachtung bedingt: Grundprinzipien genügend Abstand zu den Tieren der Tierbeobachtung Ruhe (auf Folie) Langsame Bewegungen da sonst das Verhalten der Tiere beeinflusst wird, was wiederum die Ergebnisse verfälscht. Klasse WT HP Sch. um das Gehege versammeln mit Schreibzeug Auftrag: „Beobachte das Verhalten der Küken so genau wie möglich! Notiere mind. verschiedene Verben! (Was können/machen sie alles?) Zeit: Bsp. siehe Anhang EA Notizpapier Klasse WT -> stehen lassen für Lektion Zusammentragen: Sch. gehen an Platz und sagen, was sie aufgeschrieben haben -> L. schreibt an WT. „Alle Verhaltenformen bei diesen eintägigen Küken sind angeboren und nicht erlernt. Wichtig: Um Tiere artgerecht zu halten, sei es für Haus- oder Nutztiere, muss man ihre angeborenen Verhaltensweisen kennen und auf sie eingehen, sprich ihnen die Möglichkeit geben, diese auszuleben. -> Batteriehaltung, Hund der schnüffelt... Auftrag: „Versucht nun, die Verben zu gruppieren! Welche gehören zusammen? Ein Verb kann zu mehr als einer Gruppe gehören! Sch. machen Vorschläge -> L. markiert mit Farbe. L. lenkt auf die Oberbegriffe: Bsp. -> siehe Anhang (je nach Zeit) Fortbewegung Nahrungsaufn./Stoffwechsel Körperpflege (Komfortverh.) Soziales Verh. Vergleich mit Mensch: Ein Sch. erzählt, was er heute vom Aufstehen bis zur Schule alles gemacht hat. Die andern versuchen, die Tätigkeiten den Bereichen zuzuteilen. (Bsp: Aufstehen -> Fortbewegung, Zähne putzen -> Komfortverhalten .....) Fazit: „All unser Tun kann diesen Oberbegriffen zugeordnet werden, d.h. die Bereiche decken das Verhalten aller Lebewesen ab. Hefteintrag: (auf Folie) EA Titel: Verhaltenslehre (Ethologie) -> Grundprinzipien von HP Titel: Verhaltenselemente von eintägigen Küken. „Trage die an der WT gesammelten Information in einer Tabelle Spalten mit den Oberbegriffen als Titel) in dein Heft ein. -> Spalten genügend breit machen, damit später Abkürzungen hinter die Verben gesetzt werden können. (Anhang .) Zeit: Hausaufgaben: . HP WT Heft Hefteintrag ansehen -> Grundprinzipien und Oberbegriffe wissen. Text „Prägen von Hühnerküken lesen. -> siehe Anhang Anhang picken scharren strecken trinken nachlaufen gehen hüpfen andere putzen piepsen sich putzen kratzen umfallen gähnen Hals strecken absitzen Flügel strecken schlafen rennen sich beschnüffeln fressen stehen schütteln Feder glätten sich picken picken scharren strecken trinken nachlaufen gehen hüpfen andere putzen piepsen sich putzen kratzen umfallen gähnen Hals strecken absitzen Flügel strecken schlafen rennen sich beschnüffeln fressen stehen schütteln Feder glätten sich picken usw. Anhang usw. Legende: Fortbewegung Nahrungsaufnahme/Stoffwechsel Körperpflege (Komfortverhalten) Soziales Verhalten Verhalten Information für die Lehrperson: zur Vollständigkeit: Eigentlich gibt es noch einen fünften Oberbegriff -> „Verhalten zum Raum Dieser Begriff beinhaltet die Fragen: „Wann/wieviel haltet sich das Tier wo auf? (Territorium des Tiers) Der Einfachheit halber haben wir diesen Begriff weggelassen. Anhang Verhaltenselemente von eintägigen Küken: Fortbewegung nachlaufen gehen hüpfen umfallen absitzen rennen stehen Nahrungsaufn./ Stoffwechsel picken trinken scharren fressen Fortbewegung Nahrungsaufnahme/Stoffwechsel Körperpflege (Komfortverhalten) Soziales Verhalten Körperpflege (Komfortverhalten) picken strecken kratzen sich putzen gähnen Hals strecken schlafen Flügel strecken schütteln Feder glätten Soziales Verhalten piepsen sich beschnüffeln sich picken andere putzen Verhalten Anhang Prägung von Hühnerküken Gleich nach dem Ausschlüpfen aus dem Ei durchläuft das Küken einen Lebensabschnitt, indem es sehr empfindlich ist. Man sagt dieser Phase die sensible Phase, welche etwa drei Tage andauern kann. In dieser Zeit sind die Küken stark beeinflussbar und prägen sich besondere Kennzeichen ihrer Mutter, wie z.B. das Aussehen, die Stimme und den Geruch besonders gut ein. Dies macht biologisch einen Sinn, da die jungen Vögel sofort nach dem Schlüpfen ihrer Mutter, welche ihnen Schutz und Sicherheit bietet, folgen müssen. Trennt man die Küken in dieser Phase von ihrer Mutter, kann man ihnen einen Gegenstand, z.B. einen Teddybären oder eine Quietschente vorsetzen, welche die Küken von da an als Mutter akzeptieren. Von nun an folgen sie diesem Gegenstand, als ob er ihre richtige Mutter wäre. Man sagt, man hat die Tiere auf diesen Gegenstand geprägt. Am besten funktioniert es mit Gegenständen, die auch Töne von sich geben. Manche Tierarten kann man sogar auf Menschen prägen. Am eindrücklichsten beobachtet man dieses Phänomen bei Gänsen. Sie laufen allem nach, was sie als erstes in der sensiblen Phase erblicken. Diesem Objekt, egal ob Mensch, Tier oder Gegenstand, bleiben sie lebenslang treu, das heisst, sie respektieren es als Mutter für immer und ewig. Bei Hühnerküken ist das jedoch nur begrenzt möglich. Sie lassen sich zwar auf Gegenstände prägen, lösen sich jedoch etwa ab dem Lebenstag wieder davon ab. Auch die Menschen haben eine „sensible Phase. Zwischen dem Alter von drei Monaten und zwei Jahren muss deshalb das Kind unbedingt eine Bezugsperson haben, die es umsorgt und ihm Sicherheit bietet. Andernfalls kann das Kind schwerwiegende geistige Schäden davontragen. Präparation Lektion Fach: Biologie Zoologie Thema: Verhaltenslehre (Ethologie) Tierbeobachtung Feinziele: • Jeder Sch. beschreibt mind. Verhaltenselemente in einem Ethogramm. • Die Sch. beschreiben den Vorgang des Prägens. Zeit: Inhalt Vorgehen Sozialform: Material: EA Lernkontrolle: (formativ) -> Notizpapier, Schreiber „Nenne die Grundprinzipien der Tierbeobachtung! „In welche Kategorien unterteilt man beobachtbare Verhaltensweisen? Notizpapier HP Folie mit Lösungen auflegen. Sch. kontrollieren selber. „Will man etwas über das Verhalten von Tieren wissen, gibt es eine spezielle Methode Klasse um dieses zu erfassen, das sog. Ethogramm. L. zeigt Musterbeispiel vor. -> siehe Anhang WT Was ist wichtig: Verhaltensweisen sehr präzise beschreiben und rein objektiv notieren (keine Interpretationen). „Damit man nicht immer alle Verhaltenselemente ausformulieren muss, benötigen die Profis Abkürzungen. Auch wir legen deshalb für unsere Begriffe Abkürzungen fest. L. fügt bei Verhaltenselementen der .Stunde (WT) Abkürzungen an. -> Sch. übernehmen diese in ihr Heft. -> siehe Anhang WT Heft Auftrag: „Zu zweit wählt ihr mind. Verhaltenselemente aus und erstellt eine Tabelle PA gemäss dem Bsp. an der WT in eure Hefte! Titel: Ethogramm A-Seite quer. Zeit: Bsp. -> siehe Anhang L. kontrolliert (hilft) individuell und grosszügig -> Ziel ist nicht primär Korrektheit/Vollständigkeit, sondern Kennenlernen der Methode. Prägung von Hühnerküken: (Lernkontrolle Text HA) Küken aus Gehege nehmen -> bleiben stehen. Sobald L. beginnt, das Quietschentchen zu betätigen (Küken wurden bereits darauf geprägt), laufen ihm die Küken nach. Klasse „Was ist geschehen? Wieso folgen mir die Küken? -> Sch. notieren auf Notizpapier. Besprechung:-> Mehrere Sch. erläutern kurz. -> Bezug Text HA EA Hausaufgaben: . Heft Notizpapier Text „Prägung von Hühnerküken ins Heft einkleben. Liste mit Verhaltenselementen und deren Abkürzungen studieren. -> wichtig für nächste Stunde. Anhang Ethogramm: (Liste von Verhaltensweisen) Abk.: Bennennung: kr Kratzen mit Fuss am Hals Beschreibung: Zeichnung: Aus Stand wird Fuss an seitliche Halspartie geführt, Halspartie wird mit den Vorderzehen intensiv überfahren. usw. Anhang picken (pi) scharren (sr) strecken (st) trinken (tr) nachlaufen (nl) gehen (ge) hüpfen (hü) andere putzen (apu) piepsen (pp) sich putzen (spu) kratzen (kr) umfallen (uf) gähnen (gä) Hals strecken (hst) absitzen (as) Flügel strecken (fst) schlafen (sc) rennen (re) sich beschnüffeln (sbe) fressen (fr) stehen (st) schütteln (sh) Feder glätten (fgl) sich picken usw. Legende: Fortbewegung Nahrungsaufnahme/Stoffwechsel Körperpflege (Komfortverhalten) Soziales Verhalten Verhalten Anhang Ethogramm: (Liste von Verhaltensweisen) Abk.: Bennennung: Beschreibung: fgl Federglätten Federn an Flügeln werden durch den Schnabel gezogen (über und unter dem Flügel) spi sich picken Bepicken der dem Schnabel zugänglichen Körperteilen mit dem geschlossenen Schnabel (höchstens mal kurz aufeinanderfolgend) pu Putzen mit Schnabel Das Huhn reinigt mit offenem Schnabel jede erreichbare Körperstelle inkl. Fuss (intensiver als sich picken) Zeichnung: Präparation Lektion Fach: Biologie Zoologie Thema: Verhaltenslehre (Ethologie) Tierbeobachtung Feinziele: • Die Sch. beobachten ein Küken während Min. und notieren seine Verhaltenselemente. • Die Sch. erstellen ein Protokoll eines Versuchs mit Versuchanordnung, Beobachtung, Vermutung und Begründung. Zeit: Inhalt Vorgehen Sozialform: Material: Einstieg: „Bis jetzt haben wir die Tiere immer in der Gruppe beobachtet. Heute geht Klasse es darum, ein einzelnes Tier genauer unter die Lupe zu nehmen! Dazu müssen wir die Tiere auseinanderhalten können, sprich markieren, wobei wir es hier viel einfacher haben, als die Profis in der Wildnis. Sie brauchen teils Monate, um die Tiere auseinanderzuhalten. Um das Verhalten der Tiere zu analysieren, sprechen sie in regelmässigen Abständen ihre Beobachtungen auf Tonband oder erstellen eine Liste, auf der sie mit Hilfe von Abkürzungen die aufeinanderfolgenden Verhaltenselemente auflisten. Diese Methode wenden auch wir heute an. Ziel dieser Methode ist es, immer wiederkehrende Verhaltensabfolgen zu erkennen und ihnen evtl. sogar eine Bedeutung zuzuschreiben, was jedoch langjährige Beobachtung erfordert. PA Auftrag: „Nachdem ihr die Küken markiert habt, beobachtet ihr in Zweierteams ein Küken. Einer beobachtet und diktiert ca. alle Sekunden (z.B. pu, kr,.. ), der andere schreibt auf. Wechsel nach Min. -> Sch. markieren die einzelnen Küken mit versch. farbigen Wollfäden an den Beinen. (nicht zu fest, nicht zu wenig anziehen!) -> Wenn alle fertig, gibt L. „Startschuss und nach Min. Auftrag zum Wechsel. Notizpapier Auftrag: (auf WT) „Wie viel mal hat das Küken ein Verhaltenselement gezeigt? Rangliste der Häufigkeiten erstellen! „Gibt es wiederkehrende Abfolgen? Wenn ja, welche? Mögliche Bedeutung? > schriftlich. WT Notizpapier Besprechung: Ergebnisse vergleichen, diskutieren. Falls wiederkehrende Abfolgen erkannt, Interpretationen anhören -> Hinweis: zu kurz beobachtet, um zu deuten! „Mit dieser Methode könnt ihr jetzt prinzipiell Tierforschung betreiben und mit etwas Glück neue Erkenntnisse über Tierarten gewinnen. PA Klasse Stimmungsübertragung: Versuch: satte Küken, ausgehungerte Küken (ca. h), getrennt. Die hungernden Küken werden zu den satten dazugegeben, wo es Futter hat. (an WT) WT Auftrag: „Beobachtet das Verhalten der Küken und notiert danach den Versuch (WT) EA mit euren Beobachtungen! Wenn fertig ->Vermutung aufstellen. Zeit: -> Sch. beobachten, gehen an Platz und schreiben. Heft Besprechung: Vermutungen anhören, nicht kommentieren! -> L. verteilt Text „Stimmungsübertragung (siehe Anhang .) Text Hausaufgaben: . Hefteintrag fertig mit Begründung in eigenen Worten. Text „Stimmungsübertragung lesen und einkleben. Anhang Stimmungsübertragung (=Ansteckung): Bei Tieren kommt es oft vor, dass einzelne Tiere mit einem Verhalten beginnen, welches die andern kurz darauf übernehmen. So drehen z.B. Vögel bevor sie abziehen ihre Runden, um andere Vögel in Abflugstimmung zu bringen. Satte Küken beginnen automatisch zu fressen, wenn sie andere Küken dabei sehen, obwohl sie eigentlich gar keinen Hunger haben. Diese sogenannte Stimmungsübertragung oder Ansteckung ist eine weit verbreitete Neigung bei soziallebenden Tieren (in Gruppen lebende Tiere), gleichzeitig dasselbe zu tun (= Synchronisation des Verhaltens). Beispiel der Ansteckung bei Küken: fressen trinken nachlaufen schlafen Was ist der Sinn der Stimmungsübertragung? Da alle Tiere das Gleiche tun, gibt es später kein Tier, das etwas nachholen muss (z.B. fressen) und sich somit von der Gruppe entfernt. So bleibt der Kontakt zu seinen Artgenossen ständig gewährleistet und niemand riskiert, den Anschluss zu verlieren. Auch bei den Menschen kann man das Phänomen der Stimmungsübertragung beobachten. gähnen: Achte mal darauf: Sobald eine Person gähnt, beginnen auch die anderen Anwesenden damit. Sinn dieser Stimmungsübertragung ist, dass alle Personen etwa gleichzeitig müde werden und schlafen gehen. Eine solche Synchronisation ist (besser gesagt war) durchaus wichtig. Würden nur die einen schläfrig, die andere dagegen weiterziehen, wäre der Zusammenhalt der Gruppe gefährdet. (z.B. Nomaden) lächeln: Ein Lächeln kann ansteckend wirken und wird oft mit einem Lächeln beantwortet. Weiterführende Ideen: • Rangordnung bei Tieren: gibt der Gruppe Stabilität -> kleinerer Energieaufwand (es muss nicht immer alles ausgefochten werden) Zuerst wurde Rangordnung bei Hühner entdeckt -> „Hackordnung. Da aber auch bei anderen gruppenlebenden Tieren -> neu: „Rangordnung • Zoobesuch: Elefanten eignen sich gut, um das Sozialverhalten zu studieren. (z.B. Rüsselkontakt zwischen klein und gross: wie oft? wo? wann? wie?) Klein- und Halbaffen eignet sich gut, um sich die Körperpflege etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.