Arbeitsblatt: Vom Kalkstein

Material-Details

Hefteintrag über den Kalkstein
Geographie
Geologie / Tektonik / Vulkanismus
6. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

46057
440
1
20.09.2009

Autor/in

fionula (Spitzname)
Land: Deutschland
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Vom Kalkstein Jedes Stückchen Kalk kommt aus dem Lebendigen. Der Kalkstein ist ein Ablagerungsgestein (SEDIMENT). Er entstand dort, wo sich einst, vor Milliarden von Jahren, große Meere befanden. Diese Meere waren von vielen Wasserlebewesen bevölkert, wie z.B. Kleinlebewesen, Korallen, Tintenfische, Muscheln, Schnecken usw. Mehrere hundert Meter dicke Schichten von abgestorbenen Tieren bedeckten damals den Meeresboden. Durch Klimaveränderungen und Erdverschiebungen verschwanden mit der Zeit diese Meere. Zurück blieb der mit Kalkschalen angereicherte Meeresschlamm, der, hoch aufgeschichtet, mit der Zeit Gebirge bildete. Kalksteine besitzen oft eine helle, graue bis graugelbe Farbe. Durch Beimengungen anderer Mineralien kommen aber auch kräftigere, vor allem rote Farben vor. Im Kalkgestein wurden zum Teil sogar ganze Tiere und Pflanzen eingeschlossen, die versteinerten. Diese sind uns heute als FOSSILIEN erhalten. Oft weist das Kalkgestein Poren und andere Hohlräume auf. Auch in unserer Umgebung gibt es Kalkgebirge, z.B. Schwäbische Alb, Schweizer Jura und Teile der Alpen (Dolomiten). Typisch für die Kalklandschaften sind die im Vergleich zum Granit schroffer und kantiger wirkenden Bergformen. Da das Wasser gut in das Kalkgestein eindringen kann, entstehen oft unterirdische Höhlen und Dolinen. Unter Einwirkung verschiedenster Einflüsse (wie z.B. Kohlensäure, Hitze.) löst sich der Kalk leicht im Wasser auf. Dadurch enthält das Wasser in den Kalklandschaften viele Spuren von Kalk und wird somit als „hartes Wasser, im Vergleich zum „weichen Wasser der Granitlandschaften, bezeichnet. Die entstehenden Landschaften werden (nach der slowenischkroatischen Landschaft krš) KARSTGebiete genannt, was etwa „steiniger und unfruchtbarer Boden bedeutet. Karstlandschaften können trotz reichlicher und teilweiser hoher Niederschlagsmengen wasserarm bis wasserlos sein. Der Boden, der sich auf solchen Gestein bildet, wird Rendzina genannt. (nach polnisch „Kratzer für einen Boden, auf dem der Pflug ein kratzendes Geräusch verursacht) Häufig reicht die Erde selbst für einen Waldbestand nicht aus. Viele Rendzinen tragen kalkliebende Trockenrasen oder werden als wenig ergiebige Weiden genutzt. Doch auch seltene Pflanzen finden sich auf kalkigem Untergrund wie Vertreter der Hahnenfußgewächse oder der Lilienartigen Kalk und Kalkgestein wird vielfältig genutzt. Für das Bauwesen haben sie große Bedeutung, denn neben den Steinen wird (gebrannter) Kalk vor allem als Bindemittel eingesetzt. Aber auch die Farbindustrie verwendet Kalk. Im Bereich des Umweltschutzes wird Kalk für die Trinkwasseraufbereitung, die Abwasser und Klärschlammbehandlung und zur Abgasreinigung angewendet. In der Landwirtschaft ist er für die Düngung von Äckern und Wiesenflächen, aber auch von Wäldern bedeutsam. Doch auch viele andere Industriezweige kommen ohne Kalk nicht aus.