Arbeitsblatt: Urzeitkrebse

Material-Details

Grundsätzliches über die Urzeitkrebse inlusive Anleitung zum selber Züchten.
Biologie
Evolution
7. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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26.09.2009

Autor/in

Janina Bütikofer-Scheppler
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Urzeitkrebse Anostraca, Notostraca, Conchostraca Weil sie schon seit Hunderten von Millionen Jahren auf der Erde leben und sich seither kaum verändert haben, werden Urzeitkrebse als Lebende Fossilien bezeichnet. Sie waren also viele Millionen Jahre lang Zeitgenossen der Dinosaurier, bis diese vor 65 Millionen Jahren ausstarben. Aussehen Der Grundbauplan der Urzeitkrebse entspricht dem der anderen Krebs-Arten: Sie haben einen Kopf, mehrere Körperabschnitte mit Beinpaaren und einige Körperabschnitte, die keine Beine besitzen. Heimat Urzeitkrebse kommen überall auf der Welt in Süßwasser-Tümpeln und in salzhaltigen Tümpeln vor. Manche Arten leben weltweit, andere sind auf bestimmte Regionen begrenzt. Urzeitkrebse brauchen Wasser, um zu Überleben. Dazu reichen ihnen aber kleine Tümpel aus. Trocknen diese aus, können die Jahrzehnte lang haltbaren Dauer-Eier der Urzeitkrebse überleben, und sich weiterentwickeln, wenn die Tümpel wieder mit Wasser gefüllt sind. Urzeitkrebse bevölkern vor allem Gewässer, in denen keine Fische leben. Rassen und Arten Heute gibt es drei verschiedene Ordnungen der Urzeitkrebse: Die Feenkrebse (Anostraca), die Rückenschaler (Notostraca) und die Muschelschaler (Conchostraca). Lebenserwartung Die Lebenserwartung der Urzeitkrebse ist kurz und je nach Art verschieden: Manche leben nur vier Wochen, andere wie z. B. amerikanische Triops-Arten werden im Durchschnitt bis zu drei Monate, europäische Triops-Arten bis zu 4 Monate alt. Der Rekord liegt bei einem Tier, das ein Alter von sechs Monaten erreicht hat. Salinenkrebese (artemia salina) Die Salzkrebse (artemia salina) sind mit Krebsen und Wasserflöhen verwandt, werden aber etwa 1 cm gross. Mitunter werden sie auch Salinenkrebse genannt. Salinen nennt man Teiche, in denen man in warmen Ländern Meerwasser zur Salzgewinnung verdunsten lässt. Der natürliche Lebensraum der Salinenkrebse sind Salzseen. Ihr Wasser ist normalerweise noch salziger als Meerwasser. Für die Krebse hat das den Vorteil, dass dort kaum andere Tiere leben können – also auch keine Fressfeinde. Sie selbst leben von winzigen grünen Algen, die sich im Sonnenlicht bilden. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass ein Salzsee vorübergehend austrocknet. Zeichen dafür ist ein steigender Salzgehalt des Wassers. Dann legen die Krebse Dauerformen, statt wie sonst lebende Jungen zur Welt zu bringen. Diese staubfeinen „Dauereier sind besonders stabil. Sie halten Kälte, Hitze und jahrelange Trockenheit aus, bis vielleicht ein Regen den eingedunsteten Salzsee wieder belebt. Ausserdem schwimmen sie an der Oberfläche, haften daher leicht an Füssen und Gefieder von Wasservögeln und gelangen so in andere Gewässer. Im warmem Salzwasser und Sonnenlicht erwachen sie dann wieder zum Leben. Die Zucht beginnt Versuch Schritt 1: Einrichten des Aquariums Spüle das Aquarium mehrfach gründlich mit warmem Wasser aus. Fülle dann ca. 4 dl destilliertes Wasser ins Glas Schritt 2: Beifügen des Krebseier-Salzgemischs Gib nun ungefähr 1 Kaffeelöffel des Krebseier-Salzgemischs ins Glas und rühre mit dem Spatel sorgfältig um. Stelle das Glas an einen ruhigen Ort, der gleichmässig warm ist (21-23 Grad Celsius) und Tageslicht erhält – im Winter mehr, im Sommer weniger. Zu warm darf das Wasser allerdings nicht werden, denn sonst verdunstet oder verschmutzt es rasch. Bakterien breiten sich aus und töten die Tiere. Decke das Becken mit etwas Papier leicht ab, so dass kein Staub hineinfällt, wohl aber Luft herankommt. Tipp: Fasse nie mit blossen Händen ins Wasser, schon gar nicht, wenn eventuell Seife an den Fingern ist! Schritt 3: Aquarienpflege und Fütterung Du solltest in den nächsten Wochen mehrfach am Tag das Wasser etwas umrühren, damit Luftsauerstoff hineinkommt. Puste auch durch ein Röhrchen oder mit einer Pipette immer wieder Luft ins Becken. Mit der Zeit wird sich darin ein grünlicher Algenbewuchs bilden und Sauerstoff erzeugen. Sammelt sich zuviel Schmutz am Boden, kannst du ihn, ebenso wie die alten Eihüllen, mit der Pipette absaugen. Auch solltest du regelmässig das verdunstete Wasser ersetzen. Allerdings schadet es nicht, wenn der Salzgehalt etwas ansteigt: Das schützt die Tiere vor Schimmelpilzen. Sie werden durch erhöhten Salzgehalt meist auch röter. Mit Hilfe eines Thermometers im Wasser kannst du die Temperatur im Auge behalten. Sie sollte nie über 27 Grad steigen! In den ersten Tagen darfst du deine Nauplien noch nicht füttern. Sie leben von Nährstoffen in ihrem Körper. Am dritten Tag rührst du ganz wenig Futter (Speziallöffel) ins Wasser. Das wiederholst du alle 6-7 Tage. Ganz wichtig! Zuviel Futter schadet der Wasserqualität und tötet die Tiere, vor allem dann, wenn die Temperatur über 27 Grad ansteigt. Schritt 3: Arbeitsauftrag Beobachtungen Schaue jeden Tag mit der Lupe in das Aquarium. Irgendwann siehst du zahllose helle Punkte, die sich seltsam zuckend fortbewegen. Das sind die „Baby-Krebschen, die sich aus den Eiern entwickeln. Diese winzigen Tierchen sind aber noch nicht die fertigen Urzeitkrebse. Artemia gehören nämlich zu den Tieren, bei denen die Jugendformen ganz anders aussehen als die ausgewachsenen Tiere. Du kennst das vielleicht von den Fröschen und Kaulquappen oder Faltern und Raupen. Bei den Salzkrebschen nennt man die Jugendform „Naupliuslarven oder Nauplien. Arbeitsauftrag: Schreibe ein Tagebuch und notiere dir alle 1-2 Tage, was du im Aquarium beobachten kannst. Beginne bei Tag 1. Schreibe nebst dem jeweiligen Tag auch das Datum und die Beobachtungszeit dazu. Weitere Aufträge bekommst du dann innerhalb der Biologie-Lektionen. Bsp.: Montag, 31.08.2009, 11.30h Heute haben wir unser Aquarium für das Züchten der Krebseier eingerichtet.