Arbeitsblatt: Die Kuh

Material-Details

Das Leben im Stall und auf der Wiese (mit Aufgaben)
Biologie
Tiere
5. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

46399
407
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29.09.2009

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Kein Spitzname erfasst
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Das Leben der Kuh auf der Weide und im Stall Rinder sind bewegungsaktive Tiere und bewegen sich am liebsten in größeren Gruppen. Einem ranghöheren Tier wird blindlings gefolgt. Sie sind Fluchttiere, haben sich aber mehr oder weniger an den Menschen gewöhnt. Die Tiere können sehr schlecht sehen (sie sind sogar mehr oder weniger farbenblind), dafür aber umso besser hören und riechen. Auf der Weide fühlen sich Rinder am wohlsten. Dort können sie sich frei bewegen und herumrennen. Sie können auch mal mit gesenkten Hörnern aufeinander losgehen oder sich gegenseitig helfen, ihr Fell zu pflegen. Auf der Wiese führt sie immer ein Leittier an. Milchkühe bleiben meist das ganze Jahr im Stall. Rinder die wegen ihres Fleisches gehalten werden, sind oft den ganzen Sommer auf der Wiese. Den Winter verbringen sie dann im Stall, obwohl sie es gut draussen aushalten können, wenn man sie mit Heu oder anderem Futter versorgt. Es wäre sogar besser, wenn sie wenigstens zeitweise draussen wären, weil sie dann im Frühjahr nicht zuviel frisches Gras auf einmal fressen. Davon können sie krank werden. Für eine natürliche Wiese ist es gut, wenn Kühe auf ihr weiden. Bei der ursprünglichen Form der Rinderhaltung beweideten die Tiere die Laubwälder. Ungehindert streiften sie umher. Eingezäunte Weiden waren nicht nötig, weil noch genügend Platz für Mensch und Tier vorhanden war. Heute ist es am besten, die Tiere die Wiesen teils abfressen zu lassen und teils zu mähen. Auf diese Weise erhält man den natürlichen Lebensraum Wiese mit seinen Insekten und Kleintieren. Gerade in den Bergen funktioniert das wunderbar. Der Auf- und Abtrieb der Kühe auf die Almen gleicht einem Volksfest. Um den Hals tragen die Tiere eine Glocke. Die der Leitkuh ist besonders gross. So können sie die andern Kühe der Herde immer hören und die Herde bleibt näher zusammen. Von Mitte April bis Anfang November können die Tiere auf den Almen bleiben. Wenn man Rinder auf der Weide beobachtet, sieht man, wie sie mit dem Maul dicht über dem Boden die Grasbüschel mit ihrer langen, rauen Zunge fassen und unzerkaut hinunterschlucken. Mit ihrem scharfen Geruchs- und Geschmackssinn suchen sie sich dabei die besten Gräser aus. Die Weidehaltung ist tierfreundlich, aber die ganzjährige Stallhaltung ist für den Menschen bequemer, besonders bei der Haltung von Milchvieh. Ein moderner Kuhstall sollte hell und freundlich sein, die Tiere brauchen stets frische Luft, und sie müssen sich gut bewegen können. Das geht am besten in einem Laufstall, in welchem die Tiere frei herumlaufen können. Im Anbindestall stehen sie dicht an dicht, mit dem Kopf zur Krippe und Tränke. Massenställe werden automatisch durch Computer versorgt. In solchen Ställen werden die Tiere nicht artgerecht gehalten. Das Tier wird nur noch als Fleisch- und Milchlieferant angesehen. Kälberställe sind oft abgedunkelt, weil das Fleisch der Tiere dadurch weiss bleibt und den Käufern später besonders kostbar erscheint. Einzelboxen sind sehr eng. In den Laufställen sind oft zu viele Tiere. Früher wurde der Stall mit einer Schicht Stroh eingestreut, heut stehen die Tiere auf Gitterrosten, durch die Kot und Urin in eine Grube fallen. Die Gülle wird später zum Düngen verwendet. Für die Tiere, die den ganzen Tag auf dem Rost stehen müssen, ist es schrecklich. Sie werden zu bestimmten Zeiten gefüttert und bekommen vom Bauern gemähtes Grünfutter oder Silofutter (konserviertes, leicht säuerliches Grünfutter). Früher waren Ackerland, Weideland und Viehhaltung aufeinander abgestimmt. Heute kann der Bauer künstlich erzeugtes Kraft- und Mineralfutter füttern. Er braucht nicht mehr viele Weiden und kann trotzdem sehr viel mehr Tiere als früher halten. Aber das Fleisch von künstlich gefütterten Tieren, die in schlecht gelüfteten, dunklen Ställen leben müssen, ist nicht so gut wie das von Rindern, die frei auf der Wiese herumlaufen dürfen. Deshalb haben in letzter zeit einige Bauern ihren Betrieb in einen Biobauernhof umgewandelt. Ihnen ist es wichtiger, dass die Tiere artgerecht gehalten werden und dafür weniger, aber wirklich gutes Fleisch liefern. Laufstall Anbindestall Die Haltung von Pferden in Anbindestallungen ist in vielen Ländern verboten, und die Anbindehaltung von Schweinen seit einer EU-Richtlinie 1997 nur noch durch Ausnahmeregelungen zulässig. Bei Rindern ist die Anbindehaltung derzeit in einer Umstellungsphase mit einigen Ausnahmeregelungen, so dass diese Haltungsform voraussichtlich bis Ende 2013 bzw. unter bestimmten Umständen bis 2020 erlaubt ist. Aufgabe: Überlegt euch, welche Vor- und Nachteile der Bauer bei einem Laufstall und bei einem Anbindestall hat. Schreibt diese in Stichworten auf. Vorteil Laufstall Nachteil Laufstall Vorteil Anbindestall Nachteil Anbindestall Aufgabe: Versetzt euch in die Lage einer Kuh. Was wären ihre Wünsche, damit sie sich wohl fühlen würde? Versuche möglichst viele Faktoren zu finden (mind. 10) und notiere sie in Stichworten auf den Linien.