Arbeitsblatt: Licht und Raum

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Didaktikarbeit von Eliane Müller Grobplanung für ein Quartal Ich möchte, dass die Schüler in diesem Quartal lernen, wie man einen Körper räumlich darstellt. Sie sollen wissen, wie man einen Eigen- und einen Schlagschatten malt, und welche Auswirkung die Horizontlinie hat. Zusätzlich sollen sie lernen, dieses Prinzip auch im Malen einer Landschaft anzuwenden (inklusive Luftperspektive). Das Thema gehört für mich in die 1. Oberstufe. Da wir mit geometrischen Körpern arbeiten, würde ich aber erst im 2. Quartal damit beginnen, dann wurde nämlich in der Geometrie das Kapitel "Würfel und Quader" schon behandelt und die Schüler bringen grundlegendes Vorwissen dieser rechtwinkligen Körper mit.
Bildnerisches Gestalten
Anderes Thema
7. Schuljahr
5 Seiten

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464
2919
97
02.02.2006

Autor/in

paede (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Quartalsplan „Licht und Raum Quartalsplan zum Thema „Licht und Raum Zeit: Inhalt: Material: Nr. 2 Lektionen Vorübung: Räumliche Wirkung durch Licht und Schatten siehe Feinpräparation 1, 2 siehe Feinpräparation 3, 4, 5 · vom Kreis zur Kugel Darstellung einer Kugel im Raum 4 Lektionen Schüler entwickeln aus Kugeln ein Stilleben mit verschiedenen runden Früchten · Loslösen vom geometrischen Körper · Aspekt der Überschneidung kommt neu dazu · taktiles und visuelles Wahrnehmen der Frucht 2 Lektionen Räumliche Wirkung in der Landschaft: Luftperspektive · Schüler erarbeiten in Gruppen anhand eingefärbter Papierstreifen die Gesetzmässigkeiten der Luftperspektive Vordergrund: leuchtend, dunkel nach hinten: stumpfer heller werdend · Schüler machen eine Landschaftscollage nach diesen Gesetzmässigkeiten (Vorstellung) 2 Lektionen A3Papier, Gouachefarben, Filzschreiber 9 geometrische Körper 1 Farbstift, A3Papier ev. Lampen Schüler entwickeln aus den geometrischen Körpern ein Stilleben mit Flaschen (I): · Loslösen vom geometrischen Körper · schrittweise Einführung in das Malen von Flaschen, Vasen etc. durch Lehrperson (VorzeigenNachahmen) · Schüler malen verschiedene Flaschen (mit Kohle) als Vorübungen (lockeres Malen) · jeder Schüler wählt eine Flasche und zeichnet sie mit Bleistift ab ( Anschauung) Eliane Müller 8 Halbkarton, Schere Räumliche Wirkung im Raum Vorübung: Lösen vom runden Objekt · verschiedene geometrische Körper, wie Zylinder, Quader, Kegel, Prisma malen · Lehrperson zeigt vor, wie diese einzelnen Körper gemalt werden (Quader schon bekannt) · Schüler wählen 23 Körper, ordnen sie beliebig an (Überschneidung) und wählen Lichtquelle · ev. mit Lampe überprüfen wie Schatten fällt · Körper skizzieren malen, Horizont wählen, Schatten skizzieren malen, Hintergrund tönen 2 Lektionen Wasserfarben, grosses Papier, Schwamm, Leim Räumliche Wirkung in der Landschaft: Überschneidung · einfache Kopier oder Schablonenarbeit · Miteinbezug des GeographieThemas sinnvoll · Schüler wenden ihr Wissen über Schattenmalen, Luftperspektive und Überschneidung an · Schüler sind sehr frei in der Auswahl des Motivs und auch im Ablauf (kurze Erklärung durch Lehrperson, dann selbstständiges Arbeiten der Schüler) 24 Lektionen 6, 7 Papierstreifen 1 10, 11 verschiedene Flaschen Kohle, Skizzenpapier Bleistift, A4Papier (ev. grösser) 02.02.2006 Quartalsplan „Licht und Raum 4 Lektionen Schüler entwickeln aus den geometrischen Körpern ein Stilleben mit Flaschen (II): · Bildbetrachtung, G. Morandi · Schüler wählen ein Bild von Morandi und zeichnen es ab (Vorgehen sollten sie mittlerweile kennen) · Andere Möglichkeit: Schüler stellen eigene Anordnung von Flaschen zusammen und malen diese ab 12, 13 Bilder von G. Morandi, Papier (grösser als A3), Wandtafelkreide Gedanken und Erläuterungen zum Quartalsplan: Ø Ich fand es nicht allzu einfach diese Grobplanung zusammenzustellen, da mir schlicht und einfach die Erfahrung im Zeichenunterricht fehlt! Es war schwierig abzuschätzen, wie lange Schüler wohl an einer Zeichnung brauchen, oder wie viele Bilder ich zu einem Thema malen soll. Zu Beginn war meine Grobplanung zu „überladen. Ich hatte noch einige Aspekte mehr drin, so z.B. die Einführung in die Einfluchtperspektive. Nach umfassendem Studium von meinen Unterlagen, und dem Lehrmittel merkte ich, dass ich mich auf einen Bereich beschränken muss. Mein Quartalsplan gefällt mir so wie er ist. Ob er aber 1:1 durchführbar ist, werde ich im Unterricht noch feststellen! Eventuell ist es angebracht, mein Programm dann den Schülern anzupassen. Ø Einzelne Blöcke in meinem Quartalsplan sind variierbar. Man könnte gut den Einschub des Landschaftszeichnens an den Schluss nehmen und zuerst das Flaschenmalen durchnehmen. Ich habe es jetzt im Sinne einer Abwechslung in der Mitte platziert. Ø Die Inhalte meiner Quartalsplanung sind auf den Lehrplan abgestützt. Einige Beispiele: Aufmerksam betrachten und alle Sinne aktivieren Wirkung und Veränderung von Räumen Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien Werke betrachten Ø Ich möchte, dass die Schüler in diesem Quartal lernen, wie man einen Körper räumlich darstellt. Sie sollen wissen, wie man einen Eigen und einen Schlagschatten malt, und welche Auswirkung die Horizontlinie hat. Zusätzlich sollen sie lernen, dieses Prinzip auch im Malen einer Landschaft anzuwenden (inklusive Luftperspektive). Ø Das Thema gehört für mich in die 1. Oberstufe. Da wir mit geometrischen Körpern arbeiten, würde ich aber erst im 2. Quartal damit beginnen, dann wurde nämlich in der Geometrie das Kapitel „Würfel und Quader schon behandelt und die Schüler bringen grundlegendes Vorwissen dieser rechtwinkligen Körper mit. Ø Eine Abwechslung zwischen den unterschiedlichsten Materialien ist mir sehr wichtig (auch im Format des Papiers!). Ø Die Schüler sollen auch Gelegenheit haben, ihre Phantasie und Kreativität einzubringen! Darum achte ich auf eine Abwechslung bezüglich Anschauung und Vorstellung. Ø Schnelle Schüler könnten jeweils probieren, eine Spiegelung der Körper hineinzubringen oder nochmals ein kleineres Bild mit anderem Material zu zeichnen. Ø In der 2. Oberstufe würde ich das Thema der räumlichen Wirkung nochmals aufgreifen und mit der Einfluchtpunktperspektive erweitern (in der 3. dann die Zweifluchtpunktperspektive). Eliane Müller 2 02.02.2006 Quartalsplan „Licht und Raum Fach: Zeichnen Dauer: 2 Lektionen Name: E. Müller Inhalt: räumliche Wirkung durch Licht und Schatten, Vorübung Klasse: 1. Sek Thema: vom Kreis zur Kugel (freischwebend am Boden) Technik: KreideZeichnung (mit 1 Farbe, entweder kalte oder dunkle Farbe), A3Blatt Lernziele: · Schüler lernen, wie aus einem Kreis (Linie) eine Kugel (Fläche) wird (Wandelbarkeit der Linie) · Schüler lernen, wie man durch Licht und Schatten malen eine räumliche Wirkung in einer Zeichnung erzielen kann. · Schüler lernen, dass die räumliche Wirkung ändert, je nachdem auf welcher Höhe der Horizont gesetzt wird. Zeit: Wer: Inhalt: Material: Einführung: KA · Lehrperson malt Kreis an die Wandtafel „Was kann ich machen, damit ich diesen Kreis als Kugel sehe? Ideen der Schüler sammeln (direkt einzeichnen lassen) · Zusammenfassen: Eigenschatten Schlagschatten · Funktion der Horizontlinie erklären · verschiedene Bilder mit unterschiedlichem Schattenwurf zeigen (langer/kurzer Schatten, Schatten nach links/rechts/vorne/hinten) „Wie kommen die Zustande? Bilder · kurze Diskussion in Klasse (v.a. langer/kurzer Schatten) · Auflisten wo das Licht herkommt: 20 Sch Tabelle Schatten Lichtquelle lang tief, horizontal zum Objekt kurz fast senkrecht zum Objekt rechts/links links/rechts vorne/hinten hinten/vorne · Schüler können mit Taschenlampen und verschiedenen geometrischen Körpern diverse Schatten abbilden Taschenlampe, geom. Körper Umsetzung: Das Malen einer Kugel LSch 30 20 20 Eliane Müller · Schrittweise Vorgehen: Lehrperson zeigt vor, Schüler malen nach Kreis (feine Linie) zeichnen Horizontlinie festlegen Jeder Schüler bestimmt für sich, von welcher Richtung das Licht kommt Eigenschatten malen Schlagschatten zeichnen (winzigen Spalt zwischen Kugel und Schlagschatten, dann nahe an Kugel stärker malen) Umgebung tönen, so kommen die hellen Stellen der Kugel besser zum Vorschein 3 mit Kreide (eine dunkle oder kalte Farbe), A3Papier 02.02.2006 Quartalsplan „Licht und Raum Reflexion: Eliane Müller Eine ähnliche Lektion habe ich in meinem Praktikum 2 gehalten. Ich habe sie aber abgeändert, da ich vorher damit nicht vollends zufrieden war. Vor allem den Bereich VorzeigenNachahmen habe ich ausgebaut, denn meine Erklärungen während der Lektion kamen meist zu kurz. So musste ich den Schülern sehr oft individuell helfen. Auch habe ich sie wählen lassen, welchen geometrischen Körper sie malen wollen. Das war, denke ich, zu anspruchsvoll. Hinzu kam, dass der Lehrer wollte darauf bestand, Farbstifte anstelle von Kreide zu verwenden, da sie sich das gewohnt seien. Dem war aber meiner Meinung nach nicht. so. Ich musste vielen Schülern zeigen, wie man den Farbstift hält, und wie man damit malt! Die Arbeit verlangte von den Schülern einiges an Konzentration! Die einen hatten Mühe damit! für sie war das Fach Zeichnen eher „etwas Lockeres, das man nicht so genau nehmen muss. Aus den genannten Gründen hatten die Schüler viel länger an diesem Bild, als ich gedacht hatte. Einige brauchten fast ganze zwei Doppellektionen dafür. Den Schnellen gab ich eine Zusatzaufgabe. Ich konnte leider nur 2x2 Lektionen erteilen, da die Stunden am Freitagnachmittag waren, und mein Praktikum in der dritten Woche nur bis Donnerstag ging (Nachbearbeitung am Freitag). Die Schüler schätzten es sehr, dass ich eine Lampe mitnahm, mit der sie Schattenwürfe projizieren konnten. 4 02.02.2006 Quartalsplan „Licht und Raum Fach: Zeichnen Dauer: 4 Lektionen Inhalt: Räumliche Wirkung durch Licht und Schatten anhand eines Alltagsgegenstandes (nach Vorstellung Anschauung) Thema: FrüchteStilleben Technik: Ölkreide, A3Papier oder ev. grösser Name: E. Müller Klasse: 1. Sek Lernziele: · Schüler wenden das Gelernte aus vorausgegangenen Stunden an · Schüler entwickeln aus Kugeln ein Stilleben mit Äpfel, Orangen etc. (ev. je nach Jahreszeit) · Schüler merken, dass auch mit Überschneidungen eine räumliche Wirkung erzielt werden kann Zeit: Wer: Inhalt: Material: Einführung: Sch 15 20 · Schüler nehmen von zu Hause runde Früchte mit, einige davon werden halbiert · Erklären was wir malen werden, neue Komponente „Überschneidung kommt dazu gibt auch eine räumliche Wirkung · Bilder zeigen, in denen dies deutlich wird (Bsp. Cézanne, Gauguin) · Vor dem Malen: visuelles, emotionales Erfassen der Frucht Schüler legen einander eine Frucht unter die Bank. Die Frucht wird ertastet – taktiles Wahrnehmen Die erfasste Form wird linear mit Farbstift festgehalten (Form mind. 20mal überfahren – Motorik) Frucht betrachten – visuelle Wahrnehmung – und gleichzeitig festhalten (Simultanzeichnung) Früchte Bilder Farbstift, Skizzenpapier Umsetzung: LSch LSch 15 15 35 40 40 Sch · Vorgehen erfolgt schrittweise: Lehrer erklärt zu Beginn und malt vor, Schüler haben Zeit an ihrem Bild das Erklärte umzusetzen (nach dem vierten Punkt können Schüler alleine weitermalen) Mehrere Kreise (ca. 35) auf dem Blatt fein skizzieren (mit Überschneidung) Horizontlinie festlegen Einige Kreise halbieren Ovale, gibt die Schnittfläche Nun können die Äpfel (eignen sich gut), Orangen etc. fertig skizziert werden Früchte fertig zeichnen Jeder Schüler legt für sich die Lichtquelle fest (Lampe hilft, das Aussehen des Schattens aufzuzeigen) und skizziert zuerst den Schlagschatten, dann malt er ihn fertig (richtigen Ton) Hintergrund tönen (Phantasie freien Lauf lassen) A3Papier oder grösser, Oelkreide Lampen Reflexion: Eliane Müller 5 02.02.2006