Arbeitsblatt: Die Kuh

Material-Details

Die Kuh in Indien
Biologie
Tiere
5. Schuljahr
3 Seiten

Statistik

46401
347
7
29.09.2009

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Kein Spitzname erfasst
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die heilige Kuh In Indien gelten die Kühe als heilige Tiere. Dies ist eine Eigenart des Hinduismus (Religion in Indien). Dort glaubt man, dass in jeder Kuh die göttliche Seele eines Menschen wiederkehrt und die Tiere dürfen dort nicht getötet werden. Die Kühe gehören zum täglichen indischen Straßenbild und haben selbst auf den vielbefahrenen Strassen stets Vorfahrt, schließlich werden die Kühe von den Hindus als heilige Wesen verehrt. Wer einer Kuh das Leben nimmt, hat nach hinduistischem Glauben einen Mord begangen. Für die Hindus ist die Kuh die Mutter allen Lebens und ihre Gaben haben religiöse Bedeutung. In der Mythologie wird die Kuh mit dem Gott Krishna in Verbindung gebracht. Dieser Gott wurde nach seiner Geburt in die Obhut einer Hirtenfamilie gegeben, denn man wollte sein Leben schützen. Zusammen mit den Kühen wuchs Krishna auf, wurde von ihnen ernährt und verbrachte als Hirtenjunge seine Zeit mit ihnen. Auf Darstellungen oder als Skulptur hält der Gott Krishna daher meist eine Flöte, das traditionelle Instrument der Kuhhirten, in seinen Händen. Das Füttern einer Kuh gilt bis heute als Bestandteil der Krishna-Verehrung. Schon in uralten Schriften wird von der Kuh als Erfüllerin aller Wünsche oder einfach Wunschkuh gesprochen und bereits damals waren die Gaben der Kuh besonders wertvoll. Seit jeher haben sie auch religiöse Bedeutung. Tote werden zur Verbrennung mit Butterschmalz übergossen, Opfertätigkeiten können ohne Butterschmalz und Milch nicht durchgeführt werden. Von der Kuh stammen die Opfer für die Götter. Doch die Bedeutung der heiligen Kühe beschränkt sich nicht allein auf rituelle, kultische Gesichtspunkte. Die Kuh ist für die fast ausschliesslich vegetarisch lebenden Hindus auch ökonomisch von großem Wert. Denn die Heiligkeit schützt die Tiere sofern sie stark genug sind nicht vor dem Einsatz als Arbeitstier. Kühe sind die größten Helfer in der indischen Landwirtschaft. Die Kraft der Tiere hilft bei der Feldbestellung und beim Transport von schweren Gegenständen. Die Gaben der Kuh werden in ganz Indien geschätzt und effizient genutzt; Butterschmalz wird auch als Lampenöl, der Dung als Brennmaterial verwendet. Die Wertschätzung, die die Hindus den traditionellen Arbeitstieren entgegenbringen, hat neben religiösen also auch ökonomische Wurzeln. Noch immer lächeln wir im Rest der Welt über diese kuriosen Formen tierischer Verehrung. Wir finden es befremdlich, wenn ein Hindu, der kaum genug zu essen für sich und seine Familie aufbringt, das Wenige auch noch mit den heiligen Tieren teilt. Aufgabe: Versetze dich in einen Hindu, der in der Schweiz lebt. Welche Unterschiede stellt er fest? Was findet er an unserem Verhalten komisch? Wie würde er mit der Kuh umgehen? Schreibe mit deinen Worten die wichtigsten Punkte in ganzen Sätzen auf.