Arbeitsblatt: Navigationsgeräte

Material-Details

Zeitalter der Entdeckung => Navigationsgeräte
Geschichte
Mittelalter
7. Schuljahr
3 Seiten

Statistik

46436
361
4
29.09.2009

Autor/in

Franziska Meier
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Navigation Die frühen europäischen Seefahrer suchten sich ihren Kurs in unbekannten Gewässern, indem sie in der Nähe der Küsten blieben und sich an Landmarken orientierten. Als sie sich auf das offene Meer wagten, brauchten sie verlässlichere Methoden der Navigation. Navigieren heisst, die Position eines Schiffes zu berechnen und die Richtung zu bestimmen, in der man sein Ziel auf dem kürzesten Weg erreicht. Die Natur bot den frühen Seefahrern einige Anhaltspunkte. Im Mittelalter stellte man fest, dass sich am Stand des Polarsterns oder am Lauf der Sonne ermitteln liess, wie weit nördlich oder südlich man sich befand. Schon früh hatte erkannt, dass die Sonnte immer im Osten aufgeht, am Mittag im Süden steht und am Abend im Westen untergeht. In der Nacht erblickte man den hintersten Stern des Kleinen Bären, den Polarstern, stets über dem Nordpol. So war es möglich, bei gutem Wetter in der Nacht die gewünschte Fahrtrichtung einigermassen genau einzuhalten. Im 15. Jahrhundert hatten die Seefahrer einige Instrumente entwickelt, mit denen sie ihren Kurs bestimmen konnten. Der Kompass ermöglichte es, eine festgelegte Richtung einzuhalten, um das Astrolabium (oder der Quadrant) erlaubten die Berechnungen der eigenen Position. Viele dieser Geräte waren noch sehr ungenau, aber mit den Fortschritten in der Seefahrt wurden auch sie immer präziser. Frühe Navigationskunst Vor der Erfindung von Navigationsinstrumenten steuerten die Entdecker aufgrund von Erfahrungen und Intuition. Ihre Kenntnis von Winden und Strömungen nutzten sie zur Schätzung von Entfernungen und der Bestimmung ihres Kurses. Manchmal gaben der Flug bestimmter Seevögel oder Treibholz Hinweise auf die Nähe von Land. So freuten sich die Seeleute, wenn sie einen Fregattvogel sahen, weil dieser nicht auf dem Wasser ausruhen kann und daher das Ufer nah sein musste. Breite und Länge Heute lässt sich jeder Punkt auf der Erde durch ein System von gedachten Linien bestimmen. Die Linien heissen Breiten und Längenkreise. Die Breitenkreise umlaufen die Erdkugel von Ost nach West und werden in Grad nördlich oder südlich des Äquators gemessen. Die Längenkreise laufen vom Nord zum Südpol und werden in Grad westlich oder östlich vom Nullmeridian gemessen. Europäische Seefahrer begannen im Mittelalter, ihre Position in Breitengraden zu berechnen. Man stellte am Mittag die Höhe der Sonne über dem Horizont fest oder in der Nacht den Stand des Polarsterns. Navigationsgeräte des 15. Jahrhunderts Die Erde hat wie ein riesiger zwei magnetische: den. Der ist eine frei bewegende Nadel aus magnetisiertem, die immer nach Norden zeigt. Somit konnten die Seefahrer jederzeit die Fahrtrichtung festlegen. Magnetische waren nicht immer sehr zuverlässig. Eiserne Gegenstände in der Umgebung konnten die Nadel ablenken. Das ist ein an einem markierten Seil befestigtes Gewicht. Es dient zu Messung der. Das Gerät diente zur Bestimmung der Höhe der Sonne am Mittag. Daraus konnte man den errechnen und wusste somit, so sich das Schiff befand. Das besteht aus einer Scheibe, die auf dem Rand einer Gradskala hat, und einem beweglichen Arm mit einer Art Visier aus zwei Löchern an jedem Ende. Man richtete das auf den Horizont aus und drehte den Arm, bis das durch beide Löcher fiel. Auf der Skala las man die Höhe der Sonne über dem Horizont in Grad ab. In der Nacht richtete man dein Zeiger auf einen Stern. Früher wurde die an Bord eines Schiffes mit einer, dem „Glas gemessen. Feiner rinnt in einer bestimmten Zeit durch die enge Öffnung eines oberen Gefässes in ein unteres Gefäss. Ein HalbminutenGlas zusammen mit einem Log erlaubte die Bestimmung der Geschwindigkeit des Schiffs. Das war ein Stück Holz, das sich an einer Schnur befand, die in regelmässigen Abständen Knoten hatte. Dieses wurde hinter dem Schiff ausgeworfen. Dann zählte man, wie viele das Schiff in der halben Minute weiterfuhr. Die Geschwindigkeit ergab sich aus und Zeit. Der (auch Kreuzstab genannt) wurdenutzt, um den zu berechnen. Man richtete den Stab auf den Horizont und drehte den beweglichen Arm in eine Linie mit dem Stern. Der lange Stab hatte eine Gradskala, und der Winkel des beweglichen Arms zeigte die Höhe des Sterns über dem Horizont. Der war einfacher zu bedienen als das Astrolabium. Man konnte ihn aber nicht benutzen, weil das menschliche Auge nicht direkt in die blicken kann. Moderne Navigationstechniken Im 20. Jahrhundert konnten die Methoden der Navigation gewaltig verbessert werden. 1908 wurde der Kreiselkompass erfunden, der immer genau nach Norden zeigt und vom Magnetismus nicht abgelenkt wird. Die wichtigste Neuerung war aber die Erfindung des Radios um 1900. Nun wird die Zeit über Radio gesendet. Schiffe können miteinander in Kontakt treten. Die weltweite Kommunikation und die Positionsbestimmungen an jedem Ort werden heute durch Signale der Satelliten im Weltraum gewährleistet.