Arbeitsblatt: Die Füsse auf dem Tisch

Material-Details

Text, Fragen, Text schreiben
Deutsch
Textverständnis
8. Schuljahr
3 Seiten

Statistik

4712
1020
88
28.08.2007

Autor/in

Olivier Vogel
Devin 16
3960 Sierre
0274556384
0793757513
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Füsse auf dem Tisch An jenem Abend sahen meine Eltern fern. Ich sass auf der Couch und las Comics. Die Füsse hatte ich auf den Tisch gelegt. Vater fragte. « Was liest du? » « Comics. » « Das sehe ich. Könntest du nicht mal was anderes lesen als Comics? » « Ich könnte schon, aber ich mag nicht. » Natürlich wusste ich, wenn ich so antwortete, geht er hoch. Und richtig « Was fällt dir ein, mir eine so unverschämte Antwort zu geben! Und setz dich gefälligst anständig hin. Was ist das für eine Art, die Füsse auf dem Tisch höher als der Kopf! » « Ist es unanständig, die Füsse höher als den Kopf zu haben? » fragte ich. Mutter sagte leise und vorwurfsvoll: « Kari! » Meistens, wenn sie « Kari » sagte, wollte sie, dass ich nicht mit Vater streite. Dann schwieg ich immer. Aber an jenem Abend habe ich nicht geschwiegen. Ich habe gesagt: « Du brauchst nicht immer « Kari » zu sagen, du weisst genau, dass ich Recht habe. » Vater stellte das Fernsehen ab. « Das ist ja noch schöner! Im Recht will der Herr auch noch sein. Wenn du mit deinen Kollegen zusammen bist, kannst du deine Füsse hinlegen, wo du willst. Aber nicht in Gegenwart deiner Eltern Als ich jung war, hatten die Kinder vor ihren Eltern noch Respekt! » Bevor ich antworten konnte, hat Mutter wieder und diesmal lauter « Kari » gesagt. Aber mir wars nun schon egal. « Du mit deinem Respekt », erwiderte ich. « Du willst immer, dass alle Respekt vor dir haben. Auf der Bank müssen sie Respekt haben, ich muss Respekt haben, auch Mama muss Respekt haben. Wieso muss ich Respekt vor dir haben, aber du nicht vor mir? Erklär mir das mal! » « Kari » hat Mutter gerufen. « Hör mit deinem ‘Kari auf! Ich habe es einmal satt, mich versklaven zu lassen wie du » « Aber Kari Ich fühle mich nicht versklavt! » « Wirklich nicht Was ist denn das für ein Leben! Das ganze Jahr Hindurch bist du hier im Haus. Höchstens gehst du in den Supermarkt. Am Abend schaust du irgendwas am Fernsehen an, nicht, weil es dich interessiert, sondern Vater. Du sitzt wie eine Grossmutter im Sessel und strickst, während Vater Zeitung liest. Nur im Urlaub kommst du aus dem Haus. Drei Wochen im Jahr. Da fahren wir in unsere Wohnung nach Davos. Und dort gehts weiter mit Kochen, Waschen, Einkaufen. Genau wie zu Hause. Das ist dein Leben. Und das gefällt dir? » Ich hörte Mutter schluchzen. Vater sagte ausser sich: « Etwas hast du mit deinem dummen Gerede geschafft: die Mama weint. » Zum Text 1. Richtig oder falsch Begründe deine Antworten mit Zitaten aus dem Text. a) In dieser Familie wird nicht regelmässig ferngesehen. . . b) Der Junge hat vor, seinen Vater zu provozieren. . . c) Die Mutter ruft « Kari! », um einen Streit zu vermeiden. . . d) Der Vater will, dass der Sohn sich in jeder Situation anständig benimmt. . . e) Der Junge will auch vom Vater respektiert werden. . . f) Der Sohn denkt, dass die Mutter an ihrer Situation schuld ist. . . 2. Kreuze jedes Mal die richtige Antwort an. a) Der Vater ist wütend, denn 1. 2. 3. 4. 5. seine Frau kommt ihm nicht zu Hilfe. sein Sohn wird frech. der Junge schadet seiner Gesundheit das Fernsehen bringt an jenem Abend nur Dummheiten. seine Frau will im nächsten Jahr wieder nach Davos. b) Die Mutter weint, denn 1. 2. 3. 4. 5. Der Sohn hält ihr die Wahrheit entgegen. Sie denkt an die schönen Ferien in Davos zurück. Der Vater hat das Fernsehen abgestellt. Der Junge liest nur Comics. Ihr Sohn hat die Füsse auf den Tisch gelegt. c) Wie erklärst du die Haltung des Sohnes? 1. 2. 3. 4. 5. Er hat beschlossen, seine Mutter zu beleidigen. Seine Kameraden machen sich über ihn lustig. Er will den Vater dazu zwingen, das Fernsehen abzustellen. Die Ferienzeit rückt heran und er will nicht nach Davos. Er hält das Zusammenleben mit seinen Eltern nicht mehr aus. Fragen zum Text 1. Welche Vorwürfe macht der Vater seinem Sohn? 2. Was wirft der Junge dem Vater vor? 3. Wie verhielt sich die Mutter an jenem Abend, als Vater und Sohn zu streiten begannen? 4. Was für ein Leben führt die Mutter in den Augen des Jungen? Nun erzähle weiter Kari ist vom Vater ins Bett geschickt worden. Vater und Mutter unterhalten sich über das Benehmen des Jungen