Arbeitsblatt: Vulkanismus
Material-Details
Wirtschaftlicher Nutzen
Geographie
Geologie / Tektonik / Vulkanismus
7. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
4828
1049
10
26.02.2007
Autor/in
anonym (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Wirtschaftlicher Nutzen Ohne vulkanische Aktivität gäbe es kein Wasser und keine Atmosphäre auf der Erde, folglich auch kein Leben. Trotz der allgegenwärtigen Bedrohung durch Vulkane zog der Mensch stets sehr viel mehr Nutzen aus ihnen, als er durch sie geschädigt wurde. Er begann bereits in der Steinzeit, sich vulkanische Gesteine zunutze zu machen, z.B. durch die Herstellung von Obsidianwerkzeugen, durch die Anlage von klimatisierten Höhlen in vulkanischen Tuffen und durch die Ausbeutung von vulkanogenen Lagerstätten. Heute werden vulkanische Rohstoffe auf unterschiedlichste Weise ausgebeutet. Energiegewinnung Bei den heute in Betrieb befindlichen geothermischen Kraftwerken (z. B. Italien, Island, Neuseeland, USA, Japan, Mexiko) wird Wasser in den heißen Untergrund gepumpt. Das zirkulierende Wasser heizt sich auf und wird zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Einsatzgebiet der Vulkanite als Baustoff oder Werkstein etc. Bimsstein Hohlblocksteinherstellung, Zement für Deichbau und Hafenanlagen, Drogerieartikel zur Hornhautentfernung, Katzenstreu, Zahnpasta, Isolierplatten Obsidian Schneidwerkzeug, Pfeilspitzen in alten Kulturen; heute als Schmuckstein dichte Lava Pflasterstein, Splitt für Straßenbau und Bahndämme, Mühlsteine gemahlene Lava Urgesteinsmehl als Langzeitdünger im Ackerbau Böden Verwitterte Vulkanite liefern äußerst fruchtbare Böden. Hänge an Vulkanen werden trotz der hohen Gefährdung dicht besiedelt und landwirtschaftlich stark genutzt, wie am sehr aktiven Merapi, am Ätna und Vesuv, auf den Kanarischen Inseln, auf Santorin und vielen mehr. Typischer Ätna-Wein: Ackerbau am Merapi, Indonesien Kaffeeanbau auf fruchtbarer Vulkanerde in den Kordillerenzügen Südkolumbiens Terassierter Reisanbau auf fruchtbarer Vulkanerde Gesundheit und Tourismus Heiße Quellen, Schlammtöpfe und Geysire in Thermalgebieten sind magische Anziehungspunkte für Touristen. Heilquellen in weitgehend abgekühlten Thermalgebieten, wie sie für Deutschland typisch sind, liefern Mineralwässer, die Grundlage vieler Heilbäder und Sanatorien. Viele teils erloschene, teils schlafende, teils aktive Vulkane sind ein beliebtes Ziel für mehrere Hunderttausend Skifahrer, Abenteurer und Bergwanderer pro Jahr.