Arbeitsblatt: tomaten im mai der letzte schrei!

Material-Details

saisonnahrungsmittel
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Ökologie
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

48527
1348
9
05.11.2009

Autor/in

regula herren
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Tomaten im Mai – der letzte Schrei! Die Tomaten brauchen nicht zu warten, bis es bei uns schön und warm ist, sie gedeihen beinahe das ganze Jahr, auch in Marokko, Spanien, auf den Kanarischen Inseln, usw. Sie werden in die Schweiz transportiert und von vielen Konsumentinnen und Konsumenten heiss geliebt. Tomaten im Mai, Trauben im Sommer, Frühlingszwiebeln im Herbst und Erdbeeren an Weihnachten. Eine verkehrte Welt. Mit allen importierten Früchten und allem Gemüse essen wir Kilometer mit. Damit ist der Weg gemeint, der vom Produktionsland bis zur Schweiz zurückgelegt wird. Bei den Tomaten wiederum ist nicht nur der Transport, sondern auch die Produktionsart ausschlaggebend: Gewächs- und Horssoltomaten brauchen für den Anbau rund fünfmal soviel Energie wie Plastiktunnel- und Freilandtomaten. Selbst die rund 2000 Kilometer Transport von Andalusien sind ein Pappenstiel dagegen, so dass Tunneltomaten aus Spanien gar als energiefreundlicher gelten müssen, als einheimische Gewächshaustomaten. Energiemässig ungeschlagen bleiben die Schweizer Freilandtomaten. Wann beginnt die Saison der Tomaten? Es gibt verschiedene Saisontabellen, in welchen man die Saison der Tomaten nachschlagen kann. Erstaunlicherweise gibt es unterschiedliche Zeitbegrenzungen. Am besten kann man die Saison bestimmen, wenn man einen eigenen Garten hat und sieht, zu welcher Zeit die Tomaten reif sind. In allen Tabellen kann das Wetter, die Temperatur und die Sonneneinstrahlung jedes einzelnen Jahres nicht berücksichtigt werden. Deshalb ergeben sich Abweichungen. Import von Tomaten im Mai Wenn die Saison der Tomaten langsam naht, ist das Verlangen nach Tomaten schon gross. Untersuchungen ergaben, dass im Mai vergleichsweise zu den vorhergehenden Monaten mehr Tomaten importieret werden. Die Nachfrage besteht also schon einiges früher, als die Schweizer Tomaten reif sind. Alternativen Die Alternative zu frischen Tomaten bilden verarbeitete Tomatenprodukte, wie Tomatensugo, Pelati oder Tomatenpüree. Die Tomaten aus der Büchse kommen von dort, wo sie im Überfluss vorhanden sind und in der Hauptsaison nicht vollständig vermarktet werden können, oft aus Italien. Hinter jedem Tomatenprodukt steckt also Energie für den Transportweg, und die Herstellung. Nicht zu vergessen ist der grosse Energieaufwand bei der Herstellung einer Blechbüchse oder einer Glasflasche. Neben der Herstellungsenergie müssen auch Wasserverschmutzung sowie Entsorgung berücksichtigt werden. Laut Ökobilanz schneidet der Tetra Brick als Verpackung für Tomatensaucen deutlich am besten ab, gefolgt von der Weissblechdose und vom Einwegglas. Leider r. herren 1 gibt es Tomaten noch nicht im Mehrwegglas zu kaufen, ansonsten wäre es an erster Stelle. Zuerst auf den Inhalt achten Mit Pestiziden und Kunstdünger produzierte Nahrungsmittel anstelle von BioProdukten oder Spargeln aus Kalifornien anstatt aus der Region, belasten die Umwelt so stark, dass die Diskussion um die ökologisch beste Verpackung zweitrangig ist. Das erste Kriterium bei der Auswahl der Produkte ist ein möglichst ökologischer Inhalt, das zweite die umweltgerechte Verpackung. Jeder Konsument entscheidet aber am Ende nach eigenen Grundsätzen. Fragen zum Text 1. „Mit allen importierten Früchten und allem Gemüse essen wir Kilometer mit. Was ist damit gemeint? 2. Welche Produktionsart von Tomaten ist am umweltverträglichsten? 3. Wie ist die Saison der Tomaten am besten zu bestimmen? 4. Warum werden im Mai im Vergleich zu den vorhergehenden Monaten am meisten Tomaten importiert? 5. Nenne verschiedene Tomatenprodukte. Welche Rolle spielt ökologisch gesehen deren Verpackung? 6. Welches ist das erste Auswahlkriterium beim Kauf von Früchten und Gemüse? Aus WWF, Konsum&Umwelt. Ökobilanz Verpackung r. herren 2