Arbeitsblatt: Wer waren die Ritter?

Material-Details

Text, Textzusammenfassung, Textverständnis
Deutsch
Textverständnis
7. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

4997
969
67
05.03.2007

Autor/in

Olivier Vogel
Devin 16
3960 Sierre
0274556384
0793757513
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Wer waren die Ritter? 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 Ritterburgen haben wohl alle von uns schon einmal besucht: über die Zugbrücke durch den Innenhof bis hinein in den Rittersaal, wo uns blank polierte, schwere eiserne Rüstungen und Furcht erregende Schwerter beeindrucken. Bilder von stattlichen Rittern und schonen Burgfräulein an festlich gedeckten Tischen steigen in uns auf. Wir erinnern uns vielleicht auch an Filme mit edlen Burgherren, aufregenden Turnieren und blutigen Schlachten. Entsprechen diese Bilder aber der Wirklichkeit des Ritterlebens im Mittelalter? Woher stammt Oberhaupt das Wort ,,Ritter? Ursprünglich, vor gut tausend Jahren, bedeutete es nichts anderes als ,,Reiter oder ,,Kämpfer zu Pferd. Nur hoch zu Ross konnte das christliche Abendland gegen die Reiterheere der Araber und Ungarn verteidigt werden. Dies begründete Aufstieg und Ruhm des neuen Standes in der Gesellschaft. Ritter zu werden war nicht so einfach: Nur wenige Knaben konnten in den Dienst eines Ritters treten und das richtige Benehmen im Umgang mit vornehmen Damen und Herren erlernen. Mit 14 Jahren wurde man ,,Knappe. Dieser übte im Wettstreit mit anderen Kraft und Wagemut, lernte reiten, hatte die Waffen seines Herren zu pflegen und zog mit diesem gemeinsam in die Schlacht. So erlernte der Knappe das Kriegshandwerk und wurde mit 21 Jahren zum Ritter geschlagen. Bei diesem feierlichen Anlass erhielt er Sporen und Schwert: die äusseren Zeichen der erlangten Würde. Der ihm verliehene Schild diente nicht nur zur Abwehr, sondern trug auch ein Wappen als Erkennungszeichen. Die Schutzkleidung war nämlich bei allen Rittern gleich: Visiere schützten ihre Augen und sollten zugleich dem Gegner Angst einflössen. Für lange Zeit trugen die Kämpfer Kettenhemden aus über 20.000 ineinander verflochtenen kleinen Eisenringen — nicht die starren Panzerungen aus schweren Eisenplatten, die heute noch viele Burgsäle schmücken. Höhepunkte in Friedenszeiten waren prunkvolle Turniere, bei denen die Ritter Mut und Geschicklichkeit unter Beweis stellten. Die Zweikämpfe zu Pferd, bei denen es galt, den Gegner mit stumpfer Lanze aus dem Sattel zu stossen, waren besonders eindrucksvoll. Die ritterliche Ehre schrieb aber vor, einander nicht absichtlich zu verletzen oder gar zu töten. Den Turnieren folgten ausgelassene Feste im Rittersaal, bei denen es Speisen im Überfluss gab. Dabei war es üblich, mit den Fingern zu essen und die abgenagten Knochen hinter sich auf den Boden zu werfen. Der Alltag eines Ritters sah aber zumeist ganz anders aus: Tod oder schwere Verletzungen in der Schlacht, Hunger und Krankheit in Notzeiten. Auch das normale Leben in der Burg war alles andere als angenehm. Geheizt werden konnte off nur ein Raum; offene, russende Kaminfeuer und Fackeln spendeten nur spärlich Licht. Die vor die kleinen Fenster gespannten Tierhäute hielten Kälte und Wind nur notdürftig ab. Als schliesslich die Schusswaffen aufkamen, waren die Ritter, selbst wenn sie schwere Panzerrüstungen trugen, wehrlos und nicht mehr in der Lage, sich und ihren Besitz zu verteidigen. Daher drohte vielen die Armut und so mancher wurde zum Raubritter, der reisende Kaufleute überfiel und ausplünderte. Hätte uns ein Ritterleben gefallen? Stimmt denn das, was in den Ritterfilmen gezeigt wird? Diese Fragen werden wir uns vielleicht stellen, wenn wir das nächste Mal über eine Zugbrücke in eine Burg hineingehen. TEXTVERSTÄNDNIS/1OS -1legov Aufgabe 1 6 Punkte a. Die folgenden acht Ausdrücke stammen aus dem dritten Abschnitt (Z. 1325). Unterstreiche diejenigen zwei, welche den Inhalt dieses Abschnitts am besten treffen! Ritter werden Knabe Dienst Damen Kraft Schutzkleidung Eisenringe Eisenplatten b. Die folgenden acht Ausdrücke stammen aus dem vierten Abschnitt (Z. 2633). Unterstreiche diejenigen zwei, welche den Inhalt dieses Abschnitts am besten treffen! Turniere Mut Geschicklichkeit Lanze Feste Speisen Überfluss Knochen c. Die folgenden acht Ausdrücke stammen aus dem fünften Abschnitt (Z. 3442). Unterstreiche diejenigen zwei, welche den Inhalt dieses Abschnitts am besten treffen! Alltag Hunger Fackeln Fenster Tierhäute Kälte Wind Armut Aufgabe 2 4 Punkte a. In zwei Abschnitten des Textes erfährst du etwas über den Anfang bzw. das Ende des Rittertums. Kreuze diese an! Abschnitt 1 Abschnitt 2 Abschnitt 3 Abschnitt 4 Abschnitt 5 Abschnitt 6 b. In zwei Abschnitten des Textes findest du Hinweise auf das angemessen ritterliche Verhalten. Kreuze diese an! Abschnitt 1 Abschnitt 2 Abschnitt 3 Abschnitt 4 Abschnitt 5 Abschnitt 6 Aufgabe 3 4 Punkte Kreuze an, in welchem Verhältnis die jeweils genannten Textteile zueinander stehen! a. Abschnitt 2 (Z. 7-12) Zwei Antworten sind richtig. sagt dasselbe wie Abschnitt 5. erklärt Abschnitt 1. leitet über zu den Abschnitt 3 bis 5. greift zu Beginn Abschnitt 1 auf. TEXTVERSTÄNDNIS/1OS -2legov b. Abschnitt 5 (Z. 34-42) Eine Antwort ist richtig. zeigt die Folgen von Abschnitt 4. beschreibt einen Gegensatz zu Abschnitt 4. ist ein Rückblick auf Abschnitt 4. gibt ein Beispiel für Abschnitt 4 c. Abschnitt 6 (Z. 43-45) Eine Antwort ist richtig. ist eine Veranschaulichung von Abschnitt 5. gibt ein Beispiel für Abschnitt 1. nimmt auf Abschnitt 1 Bezug. fasst die vorhergehenden zwei Abschnitte zusammen. Aufgabe 4 4 Punkte Kreuze an, wie die folgenden Satzanfänge fortgesetzt werden könnten, so dass im Text enthaltene Aussagen richtig wiedergegeben werden! Setze also ein Kreuz bei der richtigen Fortsetzung! a. Der Alltag der Ritter war zumeist sehr beschwerlich, weil sie bei Turnieren leicht verletzt werden konnten. während man sich das Ritterleben häufig als festlich und vornehm vorstellt. weil die Panzerrüstungen so viel Gewicht hatten. so dass sie Kaufleute überfallen mussten. b. Die Ausbildung zum Ritter war lang und anspruchsvoll, damit sie die Araber und Hunnen erfolgreich vortreiben konnten. damit sie nicht Raubrittern wurden. weil Knappen vieles erlernen mussten. so dass es nur die wenigsten schafften. TEXTVERSTÄNDNIS/1OS -3legov c. Dass „Ehre und „Würde im Rittertum sehr wichtig waren, wird besonders beim fairen Umgang miteinander in der Schlacht deutlich. bestätigte auch der Alltag des Ritters. war der Grund dafür, dass Ritter Wappen auf ihren Schilden trugen. führte zu bestimmten Regeln bei Wettkämpfen. d. Am Ende der Ritterzeit wurden viele Ritter zu Raubrittern, wobei sie selbst Schusswaffen einsetzten. so dass die Handelsstrassen immer unsicherer wurden. um weiterhin ausgelassene Feste feiern zu können. so dass Araber und Ungarn jetzt ungehindert vordringen konnten. Aufgabe 5 4 Punkte Überprüfe die folgenden Aussagen anhand des Textes und kreuze das Zutreffende an! a. Erst nach dem Ritterschlag durfte man in die Schlacht ziehen. richtig falsch nicht enthalten b. Die Kampftechnik der Ritter wurde im Laufe des Mittelalters ständig verbessert. richtig falsch nicht enthalten c. Das Bild vom Ritterleben, so wie es bekannte Filme zeigen, ist einseitig. richtig falsch nicht enthalten d. Wenn ein Knappe zum Ritter geschlagen worden war, sollte er nicht kämpfen können, sondern auch den Armen helfen. richtig falsch nicht enthalten TEXTVERSTÄNDNIS/1OS -4legov