Arbeitsblatt: Erzählungen

Material-Details

Anleitung zum Verfassen verschiedener Arten von Erzählungen
Deutsch
Texte schreiben
6. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

5057
1070
33
28.08.2007

Autor/in

Elisabeth Abbassi
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

DEUTSCH TEXTE SCHREIBEN ERZÄHLUNGEN- 1 ERZÄHLUNGEN 1. DIE ERLEBNISERZÄHLUNG 1.1. Das Erlebnis: Ein Erlebnis ist ein Ereignis, das du selber erlebst. Du bist also selber beteiligt. Du denkst, fühlst, riechst, schmeckst, siehst, handelst, ohne es immer bewusst zu merken. Bei der Erlebniserzählung versuchen wir, möglichst das Erlebnis als Ganzes weiter zu geben, mit der ganzen Spannung, die wir dabei selber empfunden haben. 1.2. Die Gliederung: Jeder Aufsatz besteht aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss. Die Einleitung ist kurz und beantwortet W-Fragen wie Wann spielt die Handlung? Wo spielt sie? Wer ist daran beteiligt? Warum findet das Ereignis statt? Wie wird die Spannung erzeugt? Der Hauptteil zeigt, was im Einzelnen geschah, in welcher Reihenfolge die Vorgänge abliefen, wie sie sich abspielten, was dabei gedacht, gesagt, gefühlt, gesehen, gesprochen, geschmeckt, getan wurde. Die Reihenfolge der Mitteilungen soll die Spannung erhöhen. Der Schlussteil beschreibt wiederum kurz die Folgen der Handlung, Erfahrungen, Erkenntnisse oder einfach den Abschluss eines Geschehens. 20070306-214540Texte schreiben- Erzählungen.DOC Juli 2004 EA DEUTSCH TEXTE SCHREIBEN ERZÄHLUNGEN- 2 1.3. Die Technik: Gib gleich am Anfang Auskunft über Ort, Zeit und Personen. Wähle als Hauptzeit das Präteritum. Vorzeitiges wird im Plusquamperfekt erzählt. Verrate nicht gleich alles am Anfang. Überlege, wie du die Geschichte spannend machen kannst. Schreibe nicht nur was passiert, sondern auch wie es den Beteiligten dabei ergangen ist. Setze auch dir direkte Rede ein. Du kannst so das Gesagte, aber auch deine Gedanken mitteilen. Erzähle in der Ich-Form. Runde die Geschichte ab und brich sie nicht einfach irgendwo ab. 1.4. Vorgehen: Nimm ein Blatt und schreibe Wörter auf, die dir zum Erlebnis einfallen. Fasse mit einem Farbstiftkreis zusammen, was zusammen gehört. Überlege, in welcher Reihenfolge du die Wortgruppen verarbeiten willst. Schreibe nun einen Entwurf mit Einleitung, Hauptteil und Schluss. Lass dabei für die Überarbeitung jede zweite Zeile frei. Suche einen passenden Titel Überarbeite den Entwurf. Kontrolliere die Verständlichkeit, den Satzaufbau, die Zeitformen, die Rechtschreibung, die Satzzeichen. Schreibe den Aufsatz sauber und mit möglichst wenigen Fehlern ins Reinheft. 20070306-214540Texte schreiben- Erzählungen.DOC Juli 2004 EA DEUTSCH TEXTE SCHREIBEN ERZÄHLUNGEN- 3 2. Die Fantasieerzählung 2.1. Definition: Fantasieerzählungen sind frei erfundene Geschichten. Sie können sich fern ab von der Wirklichkeit oder dem wirklichen Alltag abspielen. Oft verfügen Lebewesen und Dinge über Eigenschaften und Fähigkeiten, die ungewöhnlich sind. Beispiele von Fantasieerzählungen sind Märchen, Fabeln, Gespenstergeschichten, Sciencefiction-Storys, Krimis etc. 2.2. Technik: Es gelten die gleichen Regeln wie für die Erlebniserzählung, mit dem Unterschied, dass die Fantasieerzählung nicht wirklich passiert ist und oft auch nicht so passieren kann. Da es sich um eine erfundene Geschichte handelt, ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass sie in sich logisch aufgebaut ist. 3. Nacherzählungen 3.1. Definition: Die Nacherzählung gibt einen vorgegebenen Text möglichst so wieder, wie es in der Aufgabe verlangt wird. 3.2. Technik: Eine gute Nacherzählung setzt ein gutes Verständnis des Textes voraus. Beim Lesen oder Hören des Textes ist daher eine hohe Konzentration nötig. Der Inhalt wird mit eigenen Worten wiedergegeben. 20070306-214540Texte schreiben- Erzählungen.DOC Juli 2004 EA DEUTSCH TEXTE SCHREIBEN ERZÄHLUNGEN- 4 4. BILDERGESCHICHTEN 4.1. Definition: Unter Bildergeschichte verstehen wir eine Erzählung, die zu einer Bilderfolge geschrieben wird. 4.2. Technik: Betrachte die Bilderfolge genau. Stelle die W-Fragen: Wer oder was ist zu sehen? Welche Namen gebe ich den Personen? Wo spielt die Geschichte? Wann und wie lange etwa dauert das Geschehen? Was genau geschieht? Was tun die Personen, die Tiere? Was haben sie miteinander zu tun? Wie sehen die Personen, die Tiere, die Gegenstände, die Landschaft aus? Welche Körperhaltung, Gebärden, Gefühle, Gesichtsausdrücke, Veränderungen, Bewegungen zeigen sie? Warum ist das Bild so gestaltet, was will es uns sagen? Wann passiert das Wichtigste? Wo liegt der Höhepunkt der Geschichte? Welche Lücken muss ich schliessen am Anfang, am Schluss, innerhalb der Bilderfolge )? Berücksichtige die für die Erlebniserzählung geltenden Punkte. 20070306-214540Texte schreiben- Erzählungen.DOC Juli 2004 EA DEUTSCH TEXTE SCHREIBEN ERZÄHLUNGEN- 5 5. SCHILDERUNGEN 5.1. Definition: Eine Schilderung ist eine persönlich gefärbte Darstellung von Situationen, Landschaften, Menschen, Tieren, Pflanzen und Gegenständen. Sie lebt von Empfindungen und Sinneseindrücken, die der Schreibende weitergibt. 5.2. Technik: Beobachte genau und versuche Typisches zu erkennen. Beachte die Gestaltung der Bilder, der Gedankenströme, der Gefühle, der Sinneseindrücke Klang, Licht, Farbe, Form, Duft ). Male mit Worten aus, benütze passende, lebendige Ausdrücke, eindrucksvolle Bilder, Vergleiche. Gefühltes und Gedachtes kannst du auch mit der direkten Rede wiedergeben. Vermeide allzu überschwängliche Gefühlsäusserungen und Übertreibungen. Wähle als Zeitform das Präsens. Eine Steigerung der Spannung fällt bei der Schilderung weg. 20070306-214540Texte schreiben- Erzählungen.DOC Juli 2004 EA