Arbeitsblatt: Infos zu Lebensmittelgruppen

Material-Details

Infos zu Lebensmittelgruppen
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Ernährungslehre
6. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

51201
405
10
23.12.2009

Autor/in

Anja Iseli
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Wichtiges zu den Lebensmittelgruppen 1. GETRÄNKE Nicht zu rütteln ist an der Basis der Pyramide. Und das heißt: trinken, trinken, trinken, und zwar bei jeder Gelegenheit. Da führt kein Weg dran vorbei. Mindestens 1,5 Liter am Tag sollten es sein, damit unser Stoffwechsel richtig funktioniert. Nur so sind wir voll leistungsfähig. Zudem werden Gifte, die wir leider auch zu uns nehmen, wieder herausgeschwemmt. Wer körperlich stark arbeitet oder sich bei hohen Temperaturen aufhält, benötigt sogar noch mehr Flüssigkeit. Ebenso ist der Bedarf bei Fieber und Infektionen erhöht. Aber Durstlöscher sollten es sein, also vor allem Mineralwasser oder Wasser aus der Leitung, ungesüßte Tees und verdünnte Fruchtsäfte. Verdünnt deshalb, weil ein Glas Apfel oder Orangensaft pur eigentlich schon eine Portion Obst ist, und es sich somit um flüssige Nahrung handelt. Das gilt natürlich auch für Trinkjoghurts und andere Milchmixgetränke. Sie sind als Zwischenmahlzeit völlig in Ordnung, deshalb aber weniger Wasser zu trinken, wäre nicht richtig. Besonders bei Kaffee und Alkohol ist es ratsam, zusätzlich ein Glas Wasser zu trinken. Denn beides entzieht dem Körper Flüssigkeit. Vorsicht auch mit zuckerhaltigen Limonaden, denn die meisten von uns nehmen sowieso schon zuviel Süßes zu sich. 2. FRÜCHTE UND GEMÜSE Mengenmäßig gesehen spielen sie die zweitwichtigste Rolle in unserer Ernährung. Oder sollten sie zumindest. Fünf am Tag, so der Slogan der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DEG), soll heißen, fünf Portionen Obst und/oder Gemüse am Tag. Und wenn es dann sechs sind, schimpft auch keiner. Standard wäre, zu jeder Mahlzeit Vitaminhaltiges in irgendeiner Art und Weise zu sich zu nehmen. Das darf dann auch ruhig mal in Form eines Safts sein. Warum ist soviel Grünzeug wichtig? Man ahnt es ja schon fast, na klar, weil da die ganzen Vitamine drinstecken. Dummerweise kann unser Körper Vitamine nicht selbst produzieren, also müssen wir ihn damit füttern. Um zu funktionieren, braucht er sie ganz dringend. Zudem enthalten Obst und Gemüse Mineralstoffe wie beispielsweise Kalium, Magnesium und Eisen. Die sind einerseits wichtige Bestandteile von Knochen und Zähnen, steuern aber auch viele Abläufe im Organismus. Die Farbigkeit der Früchte und Gemüse erleichtern uns den Genuss. Grüner Spinat, gelbe Mirabellen, rote Tomaten und Paprikaschoten und orangefarbene Zitrusfüchte. Wichtig ist, die Früchte in der entsprechenden Saison zu essen. Welche Früchte Gemüse ernten und essen wir in welcher Saison? Frühling: Sommer: Herbst: Winter: Noch ein wichtiger Grund für Obst und Gemüse sind die darin enthaltenen Ballast oder Faserstoffe. Sie regen den Darm an und sorgen für eine gute Verdauung. Und zu guter Letzt haben Äpfel und Co. nur wenig Kalorien, machen also nicht dick! 3.GETREIDE UND KARTOFFELN Sie sind die wichtigsten Energielieferanten. Denn so wie ein Auto zum Fahren Benzin braucht, ist Energie für unseren Körper nötig, damit wir uns bewegen und denken können. Besonders viel davon steckt in Körnern und Kartoffeln in Form von Kohlenhydraten. Natürlich ebenso in Getreideprodukten wie Brot und Nudeln. Die Gruppe der Getreide ist groß. Weizen, Roggen, Hafer und Gerste gehören dazu, ebenso Hirse und Reis. In all ihren Körnern stecken hauptsächlich Stärke und etwas Eiweiß. „Iss mehr Vollkornprodukte! Diese Aussage hört man oft. Das Merkmal der Vollkornprodukte ist, dass die Körner mit der „Schale verwertet werden. Und darin stecken wertvoll Vitamine, Mineral und Ballaststoffe. Deshalb ist es gesünder, Vollkornprodukte zu essen. 4. MILCH UND MILCHPRODUKTE Milch ist die erste Nahrung, die wir Menschen zu uns nehmen. Sie enthält wichtige Nährstoffe und ist Voraussetzung für ein schnelles Wachstum. Milch und Milchprodukte sind die Lieferanten von Kalzium und dienen zum Stärken unserer Zähne und Knochen. Aber wenn Milch so wichtig ist, warum füllt sie dann nur einen relativ kleinen Teil in der Nahrungsmittelpyramide aus? Der Grund ist, dass viel Eiweiß und Fett in den Milchprodukten stecken. Aufgrund unserer Ernährungsgewohnheiten nehmen wir aber normalerweise bereits genügend Eiweiß und Fett aus anderen Gruppen zu uns. Deshalb die Empfehlung, lieber kleinere Portionen einzuplanen. Besonders für Vegetarier ist es jedoch wichtig mehr Käse, Milch oder Joghurt zu sich zu nehmen, weil ihnen der Eiweißanteil von Fleisch und Fisch fehlt. 5. FISCH, FLEISCH UND EIER Sie sind Lieferanten von hochwertigem Protein (Eiweiß). Ohne diesen lebenswichtigen Stoff könnten wir keine Muskeln aufbauen, wären also kraftlos. Wie bei der Milch benötigen auch hier Jugendliche, Schwangere, Stillende und Kranke etwas mehr. Meist ist der Proteinbedarf bei uns aber mehr als gedeckt. Mangel herrscht dagegen in Hungergebieten der Dritten Welt. Fleisch und Geflügel sind gute Lieferanten von Eisen, Zink und Vitamin B12. Eier enthalten ebenfalls jede Menge hochwertige Nährstoffe. Trotzdem ist bei dieser Gruppe ein gesundes Mass gefragt, denn zuviel des Guten, vor allem an Fleisch und Eiern, tut nicht unbedingt gut. 6. ÖLE UND FETTE Geballte, hochkonzentrierte Energie, das sind die Nahrungsfette. Da darf die Dosierung ruhig sparsam sein. Deshalb stehen sie auch an der Spitze der Nahrungsmittelpyramide. Weil zuviel Fett uns letztendlich auch fett macht. Ganz verzichten können wir auf die Energiebomben aber trotzdem nicht. Denn sie versorgen uns außerdem mit lebensnotwendigen Fettsäuren. Dummerweise verstecken sich viele Fette in fertigen Produkten. Ob in Wurst oder Mayonnaise, in süßen Riegeln oder Dosen mit Fertiggerichten oder in Pommesfrites vom MC Donalds. Und kaum zu glauben: Für den täglichen Bedarf an guten Fettsäuren reicht ein einziger Esslöffel pro Tag! 7. ZUCKER UND SÜSSES Zu guter Letzt kommen der beliebte Zucker dran. Das Dessert zum Abschluss eines besonderen Essens, der Riegel, um zwischendurch schnell mal die Energiereserven aufzufüllen, die Pralinen zum Verschenken oder um sich selbst eine kleine Belohnung zu gönnen. Soll auch alles sein, denn Süßes hat einen hohen Genusswert, keine Frage. Doch außer kurzfristiger Energie und Genuss liefert Zucker keine wirklich wertvollen Inhaltsstoffe. Schnell abgebaut löst er oft ein noch stärkeres Hungergefühl nur kurze Zeit später aus. Zucker versteckt sich überall in ungeahnt grossen Mengen. Wer hätte gedacht, dass in einem Liter Limonade oder Eistee mindestens zwanzig Würfelzucker stecken? Und in einem Fruchtjoghurt oder 50 Fertigmüsli etwa vier Würfelzucker? Süßes also besser in kleinen Mengen essen und nur zum Genuss. Und zudem höhlt steter Zucker den Zahn.