Arbeitsblatt: Standortwechsler

Material-Details

Leseblatt zu bodenbewohnenden Standortwechslern und Zugvögeln
Biologie
Tiere
5. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

51209
604
8
23.12.2009

Autor/in

Stefan Lehmann
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Standortwechsler Bei den Standortwechslern unterscheidet man zwei grosse Gruppen: • die bodenbewohnenden Tiere • die Vögel Die bodenbewohnenden Standortwechsler Die Kälteeinbrüche in nördlichen Regionen oder in Gebirgsgegenden zwingen viele bodenbewohnende Tierarten zu einem Standortwechsel. Gefrorener Boden, fehlendes Laub und hohe Schneedeckung verunmöglichen die Futtersuche. Die Tiere begeben sich daher auf grosse Wanderungen, die sie im Herbst südwärts führen, während sie im Frühling wieder nordwärts ziehen. Im Süden ist die Winterhärte nicht derart ausgeprägt, und es ist einfacher, Futter zu finden. Heute hat unsere überbaute Umwelt diesen Tieren den Standortwechsel verunmöglicht. Solche Wanderbewegungen lassen sich darum nur noch in den grossen, unbewohnten Steppenlandschaften Asiens und Nordamerikas beobachten. Es gibt aber auch den Standortwechsel Berg – Tal. Tiere, die in den höheren Alpund Felsregionen den Sommer verbringen, wechseln im Herbst in waldnahe oder bewaldete tiefere Lebensräume. Sie ernähren sich dort von Knospenfrass und an Scharrstellen. Bei Standortwechslern handelt es sich fast ausschliesslich um Grosswildarten. Typische Vertreter der Standortwechsler: Auerochse Wildpferd Hirsch Steinbock Wisent Der Vogelzug Immer noch gut zu beobachten ist hingegen der Vogelzug. Zugvögel verlassen im Herbst ihre Sommerstandorte und fliegen – teilweise über enorme Distanzen – in wärmere Gebiete, um von dort im kommenden Frühling zurückzukehren. Mitteleuropas Alpenländer, zu denen auch die Schweiz zählt, können dabei drei verschiedene Standorttypen anbieten: • Für Zugvogelarten, die sommers im hohen Norden leben, sind wir Winterstandort. • Für einzelne Vogelarten, die den Sommer im Norden verbringen, sind wir Brutstandort. Sie ziehen im Herbst über die Alpen in den Süden. Wenn sie im Frühjahr zurückkehren, brüten sie bei uns, bevor sie in ihre nördlichen Sommerquartiere weiterziehen. • Zugvogelarten, die im Sommer in der Schweiz leben, ziehen im Herbst in den Süden und kehren im nächsten Frühling zurück. Zugvögel fliegen in der Regel in kleineren oder grösseren Schwärmen, die manchmal bis mehrere hundert Tiere umfassen können. Meist folgen sie Leitvögeln, was z.B. ganz ausgeprägt bei Wildgänsen beobachtbar ist. Diese fliegen in keilförmiger Anordnung hinter der Leitgans her. Bei Vogelzügen werden Distanzen von einigen hundert bis zu mehreren tausend Kilometern zurückgelegt. Es gibt Vogelarten, die ihren Sommerstandort in Nordeuropa, ihr winterliches Lebensgebiet aber in Zentralafrika haben. Dabei fliegen die Vögel mit teils hoher Tagesleistung. Sie überqueren hohe Gebirge und sogar Meere oder Wüsten. Einige ruhen sich unterwegs regelmässig länger aus, andere fliegen mit kurzen Unterbrüchen durch. Oft nehmen sie auf dem Vogelzug wenig bis keine Nahrung auf und erholen sich durch einen Sekundenschlaf in der Luft. Den Zugvögeln wird ein biologisches Programm von Generation bis Generation weitervererbt, dass ihnen den richtigen Weg in die Winter- und Sommerquartiere weist. Der Vogelzug stellt hohe Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit der Vögel. Nur gut genährte und gesunde Vögel überleben die Strapazen der langen Reise. So sorgt die Natur dafür, dass nur kräftige Tiere sich im nächsten Frühling fortpflanzen. Das dient direkt der Arterhaltung. Zugvögel (Auswahl) Weisser Storch, Nachtigall, Schwalbe, Pirol Hier unten stehen Antworten. Wie könnten die Fragen dazu heissen? 1. Die Zugvögel fliegen im Herbst südwärts. 2. Den Hirsch und den Steinbock findet man auch in der Schweiz. 3. Der Boden ist gefroren, es hat kein Laub mehr und die Schneedecke ist zu dick. 4. Es wird ihnen ein biologisches Programm von Generation zu Generation weitervererbt.