Arbeitsblatt: Satzglieder - noch mehr davon

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Satzglieder - noch mehr davon - bestimmen: Aus Sokrates: Ich weiss, dass ich nichts weiss...
Deutsch
Grammatik
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

51307
281
10
27.12.2009

Autor/in

Marianne Gäumann
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Satzglieder – ich weiss, dass ich nichts weiss – Sokrates Sokrates (470-399 v. Chr.) ist GO DO AO GA Attribut Adverbiale GN Präpositional-Objekt Objekte Ich weiss, dass ich nichts weiss verbale TeilePrädikat: Subjekt Satzglieder – noch mehr davon PO Ad At ist der philosophierende Stadtstreicher Athens. von morgens bis abends zieht er durch die Strassen der Stadt und verwickelt jeden, den er trifft, in ein Gespräch – ob dieser nun will oder nicht. x Jede Antwort, die er bekommt, ist ihm nur Anlass, neue Fragen zu stellen. Zunächst erweckt Sokrates dabei den Eindruck, als als sei ihm sein Gesprächspartner überlegen und er selbst der Unwissende. Aber je mehr sich der Angesprochene auf die Fragen des Sokrates einlässt, desto unsicherer wird er, bis er von Sokrates dermassen in die Ecke gedrängt wird, dass er sich selbst unwissend und unfähig fühlt. Besonders die Politiker der Stadt hat Sokrates dazu ausersehen, sie in ihrer arroganten Unwissenheit blosszustellen. Für viele wird er lästig wie eine aufdringliche Fliege, die man nicht mehr los wird. x Für die einen ist er ein Spinner, der nur durch seine naiven x Fragen auffällt, für die anderen ist er der grosse weise Mann Athens. Politiker, die x die Stadt schlecht und nur zum eigenen Nutzen regieren, gibt es 1 Satzglieder – ich weiss, dass ich nichts weiss – Sokrates GN GO DO AO GA PO am Ende dieses 5. Jahrhunderts Ad viele in Athen. Die Stadt, einst Mittelpunkt Griechenlands und ein wirtschaftlich und politisch gesunder Wohlstandsstaat gerät x in die Krise. Seine Errungenschaften wenden sich mehr und mehr gegen den einzelnen Menschen. Eroberungskriege werden geführt, Diktaturen errichtet. Betrug und Korruption herrschen schon x lange bevor Athen im nächsten Jahrhundert zerfällt. Das Bestehende ist ausgehöhlt und Sokrates hält den Finger auf die Wunde, dessen Verletzung kaum jemand sehen will. x Als unbequemer Frager kritisiert er die vor dem Verfall stehende Gesellschaft Athens. At x Keine geschriebene Zeile ist uns von Sokrates überliefert, und was wir von ihm wissen, erfahren wir von seinem Bewunderer Platon, der ihn in seinen „Dialogen auftreten lässt. Er verdeutlicht dabei das Prinzip des Fragens, die sokratische Methode der Erkenntnis: Ist eine Antwort gegeben, so zerlegt Sokrates sie in immer neue Fragen, um der Wahrheit Schritt für Schritt näher zu kommen und sie wie eine Hebamme ans Tageslicht zu bringen. Man nennt diese Erkenntnismethode auch Maieutik (Hebammenkunst). Nur steht am Ende nicht eine eindeutige Wahrheit, ein auf ewig gültiges Wissen, sondern ein wissendes Nichtwissen. „Jener meint zu wissen und weiss doch nicht; ich, der nicht weiss, glaube auch nicht zu wissen; ich scheine somit nur etwas mehr zu wissen als er, weil ich nicht meine zu wissen, was ich nicht weiss. 2