Arbeitsblatt: sitting bull
Material-Details
über sitting bull und eine aktuelle anekdote
Geschichte
Neuzeit
8. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
5198
740
1
12.03.2007
Autor/in
Daniel Schürmann
Johanna-Hodel-Gasse 3
6005 Luzern
6005 Luzern
0786426637
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Geschichte AKTUELLES ZU DEN INDIANERN WASHINGTON US-Cherokees verstossen Schwarze Die Cherokee-Indianer in den USA verstossen Stammesangehörige mit «schwarzem Blut». Bei einer Abstimmung sagten etwa 75 Prozent, dass Abkömmlinge einstiger schwarzer Sklaven der Cherokees kein Recht auf Stammesmitgliedschaft mehr haben. Das Recht auf Stammesmitgliedschaft war den «Freedmen» (befreiten Menschen) vor rund 140 Jahren eingeräumt worden. Betroffen vom Ausschluss sind etwa 2800 Menschen, die bisher offiziell als Stammesangehörige registriert waren. Schätzungsweise 42 000 andere, die sich bisher nicht eintragen liessen, können dies nun nicht mehr tun. Cherokee-Indianer Das in Oklahoma angesiedelte Volk der Cherokees ist mit etwa 270 000 Mitgliedern nach den Navajos der zweitgrösste Indianerstamm in den USA. Nach Angaben der «New York Times» haben mehr als drei Viertel der Angehörigen weniger als ein Viertel Cherokee-Blut, das heisst, sie stammen von Cherokees und von Weissen ab. Der Abstimmung vom Samstag waren erbitterte Auseinandersetzungen mit Rassismus-Vorwürfen seitens der nun ausgestossenen «Freedmen» vorausgegangen. Der Begriff «Freedmen» geht auf die Befreiung der Sklaven zurück und heisst auf deutsch «befreite Menschen». Die Befürworter einer Verbannung der «Schwarzen» machten keinen Hehl daraus, dass es ihnen auch oder gar hauptsächlich ums Geld geht. So wiesen Initiatoren des Volksentscheids in ihrer Werbekampagne darauf hin, dass die Gruppe der «Freedmen» ständig anzuwachsen drohe. Das wiederum würde bedeuten, dass Stammeseinkünfte durch Bundesgelder und florierenden Betrieb von Spielkasinos auf zunehmend mehr Köpfe verteilt werden müsse. Die «Freedmen» und ihre Unterstützer ihrerseits sprechen von Habsucht und purem Rassismus. Bevor die Abstimmung in den USA für Medien-Schlagzeilen sorgte, hatte ausserhalb der IndianerBevölkerungsgruppen kaum jemand gewusst, dass auch Indianerstämme Sklaven hatten. Neben den Cherokees waren das die Choctaws, Chickasaws, Creeks und Seminoles. Als die Cherokees 1838/1839 von ihrem Land vertrieben wurden, zogen viele ihrer Sklaven mit ihnen nach Oklahoma. Beides Cherokees Geschichte INDIANER NORDAMERIKAS Sitting Bull: Der grosse Häuptling Sitting Bull war der Oberhäuptling der Hunkpapa-Teton/Sioux. Er kam an einem nicht mehr genau bekannten Tag des Jahres 1831 am Grand River in Süd-Dakota (Nordamerika) zur Welt. Sein indianischer Name lautete Tatanka Yotanka. Er war verheiratet und hatte zwei Frauen. Bereits als Junge wurde Sitting Bull als Medizinmann geachtet. Schon als 14-Jähriger kämpfte er gegen die Crow-Indianer. Bald genoss er hohes Ansehen als Krieger seines Stammes. Ab 1863 kämpfte Sitting Bull gegen die Weißen, die immer mehr in die Jagdgründe eines Volkes eindrangen. 1867 wählte man ihn zum Häuptling. Als 1872 in den Black Hills, die zum Gebiet der Sioux gehörten, Gold entdeckt wurde, organisierte er den Widerstand gegen die weißen Störenfriede. In der legendären Schlacht am Little Big Horn am 25. Juni 1876 war Sitting Bull neben Crazy Horse und Gall der oberste Führer der Indianer. Im April 1877 zog er mit etlichen Anhängern in Richtung Kanada. 1881 kehrte er wegen einer Hungersnot und einer zugesagten Amnestie nach Nordamerika zurück. Am 20. April 1881 ergab er sich im Fort Bulfort (Missouri) zusammen mit knapp 200 Stammesangehörigen. Sitting Bull wurde nach Fort Randall gebracht. Im Sommer 1883 entließ man ihn aus der Haft, danach kehrte er in die Reservation zurück. Während des Sommers 1885 beteiligte er sich an der Wildwestshow von Buffalo Bill und kehrte danach in die Standing-Rock-Reservation zurück. Sitting Bull unterstützte die so genannte Geistertanz-Bewegung, die von den Weißen als Bedrohung empfunden wurde. Er sollte den Indianern diese Religion verbieten, lehnte das aber ab und sollte deswegen verhaftet werden. Am 15. Dezember 1890 umstellten rund 40 Indianerpolizisten das Lager von Sitting Bull und der große Häuptling wurde bei seiner Verhaftung von dem Indianer-Sergeanten Red Tomahawk getötet.