Arbeitsblatt: Manuskript Chemie 1

Material-Details

Stoffeigenschaften, Aggregatzustände, Fraktioniermethoden Das Manuskript als Word-Datei kann direkt per mail bei mir angefordert werden.
Chemie
Aggregatzustände
8. Schuljahr
19 Seiten

Statistik

5208
5336
231
12.03.2007

Autor/in

iMike (Spitzname)
Bubenbergstrasse 15
3700 Spiez

079 356 09 18
Land: Schweiz
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Textauszüge aus dem Inhalt:

Natur – Mensch – Mitwelt Manuskript Chemie 1: Stoffeigenschaften und Fraktioniermethoden Unterlagen für den Unterricht cz, st 2007 Chemieunterricht Schule Ringgenberg Inhaltsverzeichnis INHALTSVERZEICHNIS . 2 A. WAS IST CHEMIE? 3 WAS IST CHEMIE? .3 DEMONSTRATIONSVERSUCH 5 B. GEFAHRENSYMBOLE UND GIFTKLASSEN 6 GEFAHRENSYMBOLE 6 GIFTKLASSEN .7 C. LABORGERÄTE 8 1. STOFFEIGENSCHAFTEN. 10 1.1. AGGREGATZUSTAND . 10 1.2. TEMPERATUREN 11 1.3. STOFFEIGENSCHAFTEN 12 1.4. STOFFGEMISCHE . 13 1.5. ZUSAMMENFASSUNG – ORDNEN DER VERSCHIEDENEN STOFFE . 14 2. GEWINNUNG REINER STOFFE. 15 2.1. BEGRIFFE . 15 2.2. VERSCHIEDENE FRAKTIONIERMETHODEN . 16 2.2.1. Sortieren/Sieben 16 2.2.2. Sedimentation/Aufschlämmen/Zentrifugieren . 16 2.2.3. Filtration . 17 2.2.4. Magnetisierung 17 2.2.5. Destillation Extraktion. 18 2.2.6. Extraktion . 19 2.2.7. Chromatographie . 19 Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -2- Chemieunterricht Schule Ringgenberg A. Was ist Chemie? Unser Einstieg in die Chemie erfolgt mit einem einfachen Experiment. Beschreibe zuerst einmal, was die Lehrkraft vorzeigt: 1. Die Lehrkraft zündet in einem Glas eine Kerze an. 2. In einem zweiten Glas wird ein Pulver mit einer Flüssigkeit überschüttet. Es beginnt zu schäumen. 3. Nun wird das Glas mit dem Schaum über die Kerze gegossen. Die Kerze erlischt. Was ist geschehen? Backpulver wird mit Essig überschüttet. Es gibt eine chemische Reaktion und als Produkt fällt CO2 (Kohlendioxid) an. Es beginnt zu schäumen. Da CO2 ein unsichtbares und schwereres Gas als Luft ist, kann man es umschütten und so die Kerze erlöschen. Was ist Chemie? Auftrag: Lies den folgenden Text aus der Wikipedia-Enzyklopädie und fasse ihn in 5-10 Sätzen zusammen. Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -3- Chemieunterricht Schule Ringgenberg Chemie aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Die Chemie (Aussprache: [çemi] bzw. [kemi], fälschlich auch [ʃemi]; neueres Griechisch [çimia], wörtlich „[die Kunst der Metall-]Gießerei im Sinne von „Umwandlung; nähere Wortherkunft weiter unten) ist die Lehre vom Aufbau, Verhalten und der Umwandlung der Stoffe sowie den dabei geltenden Gesetzmäßigkeiten. Die Chemie entstand in ihrer heutigen Form als exakte Naturwissenschaft im 17. und 18. Jahrhundert allmählich aus der Anwendung rationalen Schlussfolgerns basierend auf Beobachtungen und Experimenten der Alchemie. Einige der ersten großen Chemiker waren Robert Boyle, Humphry Davy, Jöns Jacob Berzelius, Joseph Louis Gay-Lussac, Joseph-Louis Proust, Marie und Antoine Lavoisier und Justus von Liebig. Bei chemischen Reaktionen werden Bindungen zwischen Atomen getrennt und neu gebildet, es findet also eine Stoffveränderung statt. Da die für die Chemie relevanten Eigenschaften der Atome fast ausschließlich in der Struktur ihrer Elektronen (Elektronenhülle) begründet liegen, können grundlegende Aufgabengebiete der Chemie auch als „Physik der äußeren Elektronenhülle betrachtet werden. Alle Eingriffe, die die Art des Stoffes (Stoff Substanz) unverändert lassen (z.B. Schmelzen, Erstarren), gehören zur Physik. Zur Kernphysik zählen Veränderungen am Atomkern. Allgemeines Die Chemie befasst sich mit den Eigenschaften der Elemente und Verbindungen, mit den möglichen Umwandlungen eines Stoffes in einen anderen, macht Vorhersagen über die Eigenschaften für bislang unbekannte Verbindungen, liefert Methoden zur Synthese neuer Verbindungen und Messmethoden um die chemische Zusammensetzung unbekannter Proben zu entschlüsseln. Obwohl alle Stoffe aus vergleichsweise wenigen „Bausteinsorten, nämlich aus etwa 80 bis 100 der 118 bekannten Elemente aufgebaut sind, führen die unterschiedlichen Kombinationen und Anordnungen der Elemente zu einigen Millionen sehr unterschiedlichen Verbindungen, die wiederum so unterschiedliche Materieformen wie Wasser, Sand, Pflanzen- und Tiergewebe oder PVC-Kunststoff aufbauen. Die Art der Zusammensetzung bestimmt schließlich die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Stoffe und macht damit die Chemie zu einer recht umfangreichen Wissenschaft. Fortschritte in den verschiedenen Teilgebieten der Chemie sind oftmals die unabdingbare Voraussetzung für neue Erkenntnisse in anderen Disziplinen, besonders in den Bereichen Biologie und Medizin, aber auch im Bereich der Physik und der Ingenieurwissenschaften. Außerdem erlauben sie es häufig, die Produktionskosten für viele Industrieprodukte zu senken. Beispielsweise führen verbesserte Katalysatoren zu einem geringeren Energieverbrauch oder ein neuer, billigerer Reaktionsweg ersetzt einen alten. Für die Medizin ist die Chemie bei der Suche nach neuen Medikamenten und bei der Herstellung von Arzneimitteln unentbehrlich. Die Ingenieurwissenschaften suchen häufig je nach Anwendung nach maßgeschneiderten Materialien (leichte Materialien im Flugzeugbau, beständige und belastbare Baustoffe, hochreine Halbleiter.). Die Suche nach solchen, sowie deren Synthese ist eine der Aufgaben der Chemie. In der Physik werden z. B. zur Durchführung von Experimenten oft hochreine Stoffe benötigt, deren Herstellung spezielle Synthesemethoden erfordert. Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -4- Chemieunterricht Schule Ringgenberg Demonstrationsversuch Versuchsbeschreibung: Auf dem Lehrerpult stehen 5 Gefässe. Das erste füllen wir zu etwa 2 3 mit normalem Hahnenwasser. Nun schütten wir das Wasser ins zweite Gefäss und notieren unsere Beobachtungen. Anschliessend schütten wir den gesamten Inhalt ins dritte Gefäss, dann ins vierte und schliesslich ins letzte Gefäss. Wir notieren jedes Mal unsere Beobachtungen. Chemikalien Giftklasse (GK): Wasser Natronlauge, Schwefelsäure (GK3) Bariumchlorid (GK2) Material: 5 Bechergläser Pipetten Phenophthalein, Bromthymolblau Versuchsanordnung: 4 Trophen NaOH 4 Tropfen Phenophthalein 8 Tropfen Schwefelsäure Prise Bariumchlorid 4 Tropfen Bromthymolblau Beobachtungen: Beim Umschütten ins zweite Glas, verfärbt sich die Flüssigkeit rot, anschliessend wieder durchsichtig, dann milchig und zuletzt mostfarben Erklärung: Die ursprüngliche Flüssigkeit ist verdünnte Natronlauge. Im zweiten Glas ist Phenophthalein, ein Indikator für Laugen Æ rote Färbung. Im dritten Glas befindet sich Schwefelsäure, welche die Natronlauge neutralisiert. Im 4. Glas befindet sich eine Prise Bariumchlorid. Dieses verbindet sich mit der Schwefelsäure zu Bariumsulfid, welches als weisser Niederschlag ausfällt. Im letzten Glas färbt das Bromthymolblau die Flüssigkeit, so dass sie nach Most aussieht. Entsorgung: Die Konzentration der giftigen Chemikalien ist so gering, dass die Endflüssigkeit bedenkenlos durch die Kanalisation entsorgt werden kann. Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -5- Chemieunterricht Schule Ringgenberg B. Gefahrensymbole und Giftklassen Gefahrensymbole Flaschen mit Chemikalien sind auch mit Symbolen versehen, welche etwas über die Gefährlichkeit des Inhaltes aussagen. Du musst die Bedeutung dieser Symbole kennen: Symbol Bedeutung Verhalten (sehr) giftig Vorsicht Augen- und Hautkontakt vermeiden, nicht einnehmen gesundheitsschädlich reizend Augen- und Hautkontakt vermeiden, nicht einnehmen ätzend Augen- und Hautkontakt vermeiden radioaktiv so viel Abstand wie möglich halten, nicht in der Hosentasche aufbewahren explosionsgefährlich Vorsicht Anweisungen genau beachten hoch entzündlich leicht entzündbar Vorsicht im Umgang mit Feuer und Zündquellen. umweltgefährlich muss speziell entsorgt werden. Genaue Anweisungen beachten Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -6- Chemieunterricht Schule Ringgenberg Giftklassen Neben den Gefahrensymbolen werden Stoffe auch noch in Giftklassen eingeteilt. Giftklasse Giftklasse 1 tödliche Dosis bis 5 mg/kg Farbe schwarzes Band Beispiel konz. Salzsäure Giftklasse 2 5 – 50 mg/kg schwarzes Band verdünnte Salzsäure Giftklasse 3 50 – 500 mg/kg gelbes Band Giftklasse 4 500 – 2000 mg/kg rotes Band Giftklasse 5 2000 – 5000 mg/kg rotes Band Putzmittel Tödliche Dosis: Die Mengen verstehen sich in Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Dabei treten schwere Gesundheitsschäden oder der Tod ein. Für einen Menschen von 70 kg Körpergewicht entspricht die Dosis der Giftklasse 1 nur etwa 1/3 Gramm!! Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -7- Chemieunterricht Schule Ringgenberg C. Laborgeräte Beim Experimentieren verwenden wir zum Teil neue Geräte, welche einen bestimmten Namen haben. Damit wir alle von den gleichen Gerätschaften sprechen, hier eine kleine Auflistung: Becherglas Erlenmeyerkolben Rundkolben Stehkolben Petrischale Porzellanschale Mörser m. Pistill Uhrglas Messpipette Polylöffel Messzylinder Standzylinder Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -8- Chemieunterricht Schule Ringgenberg Trichter Bunsenbrenner Holzklammer Dreibein Spatel Reagenzgläser Tiegelzange Drahtnetz Pipette Wasserflasche Schmelz-Tiegel Schutzbrille Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -9- Chemieunterricht Schule Ringgenberg 1. Stoffeigenschaften 1.1. Aggregatzustand In welchen Zustandsformen kann „Wasser auftreten? Eis (fest) Jeder Stoff kann Wasser (flüssig) diese drei Zustandsformen Wasserdampf (gasförmig) einnehmen. Sie heissen Aggregatzustände. Stelle die Aggregatzustände mit Hilfe des Teilchenmodells dar, indem du im vorgegebenen Schema die Teilchen als Kugelmodelle skizzierst! Beschrifte die Pfeile, indem du die jeweilige Zustandsänderung angibst! fest gasförmig flüssig Die Übergangspunkte zwischen den einzelnen Aggregatzuständen heissen: Übergang Name fest ÅÆ flüssig Schmelzpunkt flüssig ÅÆ gasförmig Siedepunkt Schmelz- und Siedepunkt sind für jedes Material unterschiedlich. Grundsätzlich kann jeder Stoff in den drei Aggregatzuständen vorkommen. Bei einigen Materialien aber nur unter ganz speziellen Bedingungen, welche in der freien Natur nicht existieren. Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -10- Chemieunterricht Schule Ringgenberg 1.2. Temperaturen Suche im Internet (www.wikipedia.ch www.chemie.de ) oder bei Encarta (!) die Antworten zu den folgenden Fragen: 1. Temperaturen werden entweder in C (Grad Celsius) oder in (Kelvin angegeben. Erläutere die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Temperaturskalen. Vergleiche. Die Skala „Celsius basiert auf dem Schmelz- bzw. Siedepunkt des Wassers. Der Unterschied wurde in 100 gleichgrosse Abschnitte eingeteilt. Der absolute Temperaturnullpunkt wurde dann mit -273C ermittelt. Die Kelvin-Skala beginnt beim absoluten Nullpunkt und steigt dann mit gleich grossen Abschnitten wie die Celsius-Skala. Celsius absoluter Nullpunkt Schmelzpunkt Wasser Siedepunkt Wasser Kelvin -273C 0C 100C 0K 273K 373K 2. Gibt es noch andere Temperaturskalen? Wenn ja, welche? Wo werden diese verwendet? Die Temperaturskala „Grad Fahrenheit wird vor allem in USA verwendet. 3. Gib die Schmelzpunkte und Siedepunkte der folgenden Stoffe an: Stoff Schmelzpunkt Siedepunkt Wasser 0C 100C Eisen Gold Kohlendioxid, CO2 Schwefel Sauerstoff Aluminium Alkohol (Ethanol) Kochsalz (Natriumchlorid) Salzwasser Blei Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -11- Chemieunterricht Schule Ringgenberg 1.3. Stoffeigenschaften Jeder Stoff hat seine eigenen, speziellen Eigenschaften. Anhand der Eigenschaften kann ein Stoff eindeutig identifiziert werden. Experiment 1.3.1. Material Geräte Auftrag 1: Auftrag 2: Auftrag 3: Abschluss: Auswaschen: Eigenschaften Stoffeigenschaften untersuchen Arbeitsform Gifte dd keine Sicherheit Feuerfeste Unterlage, Polylöffel, Keramikschale, Reagenzgläser, Zündhölzer, weiteres Material je nach Bedarf Ihr erhaltet ein Döschen mit einer Stoffprobe. Untersucht zu zweit die Stoffeigenschaften des betreffenden Stoffes. Um welchen Stoff könnte es sich handeln? Haltet eure Erkenntnisse in der Tabelle fest. Bereitet euch so vor, dass ihr eure Resultate den andern Gruppen vorstellen könnt. Wenn ihr alle Tests abgeschlossen habt, so wird euch die Lehrkraft sicher ein weiteres Döschen aushändigen. Wascht alle Gefässe und Instrumente sauber aus. Alle verwendeten Chemikalien können ohne Bedenken im Ausguss entsorgt werden. Stoff Beschaffenheit (Struktur, Farbe, Geruch) Magnetismus vor Erhitzung nach Erhitzung Löslichkeit in H2O Löslichkeit in Essig Löslichkeit in Alkohol Brennbarkeit (Veränderung durch Erhitzung) Stoffart Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -12- Chemieunterricht Schule Ringgenberg 1.4. Stoffgemische In den seltensten Fällen besteht ein Gegenstand aber aus ein und demselben Stoff. Wir sprechen von einem Stoffgemisch. Wenn zwei Stoffe gemischt werden, so kann jeder Stoff in einem der drei Aggregatzustände vorliegen. So komisch es auch tönen mag, ein gasförmiger Stoff lässt sich durchaus mit einem Feststoff mischen. Auftrag 1.4.1. Chemiebuch Auftrag Fragen: Erkenne den unterschied zwischen homogen und heterogen S. 14 – 17 Lies die Seiten im Buch aufmerksam durch und beantworte im Anschluss daran die folgenden Fragen und fülle die Tabelle aus. Ist Milch ein heterogenes oder ein homogenes heterogen Gemisch? homogen Ist Brunnenwasser ein heterogenes oder heterogen homogenes Gemisch? homogen Ist unsere Luft ein reiner Stoff oder ein heterogenes, bzw. homogenes Gemisch? Begründe deine Antwort. Erkläre den Unterschied zwischen homogen und heterogen Homogene Gemische Kochsalzlösung Alkohol Aggregatzustand der Bestandteile gasförmig gasförmig Mineralwasser fest fest Material der Bestandteile Heterogene Gemische Aggregatzustand der Bestandteile Öl in Wasser Blut gasförmig gasförmig Nebel fest fest Material der Bestandteile Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -13- Chemieunterricht Schule Ringgenberg 1.5. Zusammenfassung – Ordnen der verschiedenen Stoffe heterogen Blut Stoffgemisc homogen Luft Ion (NaCl) Stoffe Chemische Verbindun Molekül (H2O) Molekül Reiner Stoff (O2), (CL2) Nichtmetall Edelgas (Ne), (He) Element Metall (Fe), (Au) Die obenstehende Tabelle zeigt einen Überblick über die Einordnung der Stoffe. Auftrag 1.5.1. Wörter (grau) Wörter (weiss) Auftrag 1 Auftrag 2 Begriffe ins Schema einordnen Edelgas – Metall – Element – Ion – Chemische Verbindung – heterogen – homogen – Reiner Stoff – Stoffgemisch Chlor (Cl2) – Wasser (H20) – Sauserstoff (O2) –Kochsalz (NaCl) – Helium (He) – Eisen (Fe) – Gold (Au) – Luft – Blut – Neon (Ne) Trage die Lösungswörter (grau) richtig in die bestehenden grauen Felder ein Trage die Lösungswörter (weiss) als Beispiele der grauen Kastenüberschriften ein die weissen Felder ein. Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -14- Chemieunterricht Schule Ringgenberg 2. Gewinnung reiner Stoffe 2.1. Begriffe Während die Herstellung von zumindest heterogenen Gemischen meistens sehr einfach ist, benötigt die Trennung von Gemischen meistens sehr viel Zeit und technische Hilfsmittel. Die Trennung von Gemischen und die Isolierung von reinen Stoffen sind sehr wichtige Verfahren in der Chemie. Fraktioniermethoden Wie nennt man Trennverfahren in der Chemie? Gemisch von A, und Reine Stoffe Jeder reine Stoff ist etwas Einmaliges, ein Individuum, und hat als solches ganz besondere Eigenschaften. Die reinen Stoffe unterscheiden sich zum Beispiel im (Smp.) A, und Schmelzpunkt oder im Siedepunkt (Sdp.), in der Farbe, in der elektrischen Leitfähigkeit oder in der Wasserlöslichkeit. Der reine Stoff hat demnach andere Eigenschaften als und C, andere als und usw. Gerade diese unterschiedlichen Eigenschaften der einzelnen reinen Stoffe ermöglichen es überhaupt, sie voneinander zu trennen. Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -15- Chemieunterricht Schule Ringgenberg 2.2. Verschiedene Fraktioniermethoden Beim Trennen von Stoffgemischen werden die verschiedenen Eigenschaften der einzelnen Bestandteile ausgenutzt. Ist beispielsweise der Stoff magnetisch und der Stoff nicht, so kann das Stoffgemisch AB mit Hilfe eines Magneten relativ einfach getrennt werden. usw. Sämtliche Fraktioniermethoden basieren nun auf der Ausnutzung dieser Stoffeigenschaften. 2.2.1. Sortieren/Sieben Die Sortierung von Stoffteilchen von Hand erweist sich in den meisten Fällen als sehr zeitraubend. Sie ist nur bei grösseren Teilen effektiv und anwendbar. Ausnutzung der physikalische Eigenschaft Beispiele Stoffe werden nach unterschiedlicher Grösse sortiert oder Geld zählen, Sand und Kies gesiebt werden getrennt zwei feste Stoffe werden voneinander getrennt Experiment 2.2.1. Material Geräte Auftrag: Abschluss: Sortieren Sieben Versuchsdose 1 Sortiere die verschiedenen Stoffe mit Hilfe einer Pinzette Wenn du die beiden Stoffe sauber voneinander getrennt hast, fotografiere deine Lösung. Schütte die beiden Stoffe anschliessend wieder in die Versuchsdose 1. 2.2.2. Sedimentation/Aufschlämmen/Zentrifugieren In der Sedimentation wird die unterschiedliche Dichte der Materialien ausgenutzt. Bsp. Holzspäne und Sandkörner können durch hinzufügen von Wasser aufgeschlämmt werden. Der Sand setzt sich, während die Holzspäne oben aufschwimmen. Zentrifugieren ist ein beschleunigtes sedimentieren. Aufschlämmen Ausnutzung der physikalische Eigenschaft Beispiele vor allem bei kleinen Stoffen kommt diese Art zum Zug. Gold waschen Körner von verschiedenen Stoffen werden mit einer Flüssigkeit (meistens Wasser) aufgeschlämmt und vorsichtig abgeschüttet. Die schwereren Stoffe bleiben im Behälter zurück Zentrifugieren Ausnutzung der physikalische Eigenschaft Beispiele Zwei Flüssigkeiten werden voneinander getrennt. Die Milch entrahmen, Wein schwerere Flüssigkeit sammelt sich am Grund des dekantieren Behälters, die leichtere schwimmt oben auf. Zentrifugieren ist eine beschleunigte Sedimentation Experiment 2.2.2. Material Geräte Auftrag: Abschluss: Sedimentieren Aufschlämmen Zentrifugieren Versuchsdose 2 – Wasser – Reagenzglas – Petrischale Trenne das Gemisch aus Dose 2 durch aufschlämmen Wenn du die beiden Stoffe sauber getrennt hast, kannst du beide Stoffe entsorgen. Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -16- Chemieunterricht Schule Ringgenberg 2.2.3. Filtration Die Filtration ist wohl die bekannteste Trennmethode. Mit filtrieren trennen wir Feststoffe von Flüssigkeiten mit Hilfe eines Filterpapiers, welches die Flüssigkeit durchlässt. Was beim Filtrieren durch die Poren des Papiers fliesst wird als Filtrat bezeichnet; was im Filter zurückbleibt heisst Rückstand. Eine sehr wirkungsvolle Filtration ist die Nutsche, welche an eine Vakuumpumpe angeschlossen wird: Ausnutzung der physikalische Eigenschaft feste Stoffe werden von flüssigen oder gasförmigen getrennt indem das Gemisch mit einem Filter gefiltet wird. Dabei wird ausgenutzt, dass der eine Stoff nicht durch die Filterporen hindurchpasst Experiment 2.2.3. Material Geräte Auftrag: Abschluss: Beispiele Teigwaren vom Wasser trennen, Orangensaft auspressen, Schmutzwasser reinigen, Abgase werden gefiltert Filtration Versuchsdose 3 – Trichter – Filter – Erlenmeyerkolben – Stativ Schlämme zuerst das Gemisch aus der Versuchsdose 3 auf und filtriere es anschliessend. Beide Stoffe können im Anschluss an das Experiment entsorgt werden. 2.2.4. Magnetisierung Die Magnetisierung ist eine spezielle Art der Filtration. Die verschiedenen Teile werden aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaft getrennt. Ausnutzung der physikalische Eigenschaft Beispiele eisenhaltige Stoffe werden von andern Stoffen getrennt. Trennen von Blech- und Mit einem starken Magneten können diese aus dem Aludosen Stoffgemisch getrennt werden Experiment 2.2.4. Material Geräte Auftrag: Abschluss: Magnetisierung Versuchsdose 4 – Magnet – Petrischale Trenne die beiden Stoffe aus der Versuchdose 4 mit Hilfe eines Magneten. Achtung: Schaffst du es, dass am Magneten keine Stoffrückstände kleben? Fotografiere deine sauber getrennten Stoffe und schütte sie anschliessend wieder in die Versuchsdose 4. Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -17- Chemieunterricht Schule Ringgenberg 2.2.5. Destillation Extraktion Mit der Destillation gelingt es zwei Flüssigkeiten voneinander zu trennen. Wir erhitzen das Gemisch und wollen die unterschiedlichen Siedepunkte ausnutzen, um die beiden Stoffe zu trennen. Während die erste Flüssigkeit mit dem niedrigeren Siedepunkt verdampft bleibt die zweite im Behälter als Flüssigkeit zurück. Mittels eines Kühlers lässt sich die verdampfte Flüssigkeit kondensieren und als Flüssigkeit zurückgewinnen. Ausnutzung der physikalische Eigenschaft Beispiele gleiches Vorgehen wie beim Eindampfen. Die verdampfte Alkohol brennen (Wein, Flüssigkeit wird aber anschliessend wieder abgekühlt Schnaps) (kondensiert) und als Flüssigkeit zurückgewonnen Experiment 2.2.5. Destillation Arbeitsform dd Material Geräte Auftrag: Abschluss: Gifte Sicherheit keine Versuchsdose 5 – Destillationsapparatur gemäss obiger Abbildung Baut zu zweit eine Destillationsapparatur auf, und führt eine Destillation der Versuchsprobe 5 durch. Nach der Destillation reinige sämtliche Geräte sauber. Achte beim Abtrocknen der Glaswaren darauf, dass dir nichts auseinanderbricht. Die Apparaturen sind nicht gerade günstig. Achtung: heiss!! Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -18- Chemieunterricht Schule Ringgenberg 2.2.6. Extraktion Die Extraktion (Abdampfen) ist eine Destillation ohne anschliessendes Abkühlen des Destillates. Es wird bei der Trennung von in Flüssigkeit gelösten Feststoffen verwendet (z.B. Salzgewinnung). Ausnutzung der physikalische Eigenschaft Beispiele ein gelöster Stoff kann dadurch gewonnen werden, dass die Salz aus Meerwasser gewinnen Flüssigkeit abgedampft wird. Dabei wird die unterschiedliche Siedetemperatur ausgenutzt Experiment 2.2.6. Extraktion Arbeitsform dd Material Geräte Auftrag: Abschluss: Gifte Sicherheit keine Versuchsdose 6 – Porzellanschale – Bunsenbrenner – Dreifuss mit Keramikunterlage Führe eine Extraktion am Versuchsgemisch 6 durch. Reinige nach der Extraktion die Porzellanschale. Achtung: heiss!! 2.2.7. Chromatographie Die Chromatografie wird zur Trennung sehr kleiner Stoffmengen verwendet. Dabei wird ausgenutzt, dass die einzelnen Stoffe auf einem Träger verschieden schnell wandern. Mit der Farbchromatografie können wir einen Farbtupfer in seine Bestandteile zerlegen. Ausnutzung der physikalische Eigenschaft Beispiele Flüssigkeiten werden dank der unterschiedlichen Löslichkeit Farbanalyse bei Farbstiften, voneinander getrennt. Kommt vor allem bei sehr kleinen DNS-Chromatografie Gemischen zum Zuge. Experiment 2.2.7. Material Geräte Auftrag: Chromatographie Löschpapier – Filzschreiberset – Becherglas – Alkohol Wasserlösung Zeichne mit verschiedenen Farben des Filzschreibers Punkte von ca 5 mm Durchmesser auf eine Linie. Bedecke den Boden eines grossen Becherglases mit wenig Alkohol. Stelle nun das Löschblatt in das Becherglas und lasse es stehen. Beobachte, wie die Flüssigkeit die Farben auseinanderzieht. Abschluss: Entsorge das Löschblatt und schütte den Alkohol weg. Manuskript Chemie Schüler; cz, st 2007 Seite -19-