Arbeitsblatt: EU - CH

Material-Details

der Begriff Wirtschaft wird erklärt
Geographie
Europa
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

5247
999
4
14.03.2007

Autor/in

Kitty Raetzo


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Begriff Wirtschaft (Wortbedeutung: Wert schaffen) umschreibt alle Einrichtungen und Handlungen von Menschen mit dem Ziel, die in der Umwelt vorhandenen Ressourcen und die vom Menschen geschaffenen Ressourcen zur Befriedigung ihrer materiellen und nicht materiellen Bedürfnisse zu nutzen und zu fördern. Da die Mittel zur Befriedigung der Bedürfnisse begrenzt sind (Prinzip der Güterknappheit), umschreibt Wirtschaft in dieser Sicht die Aufgabe, die vorhandenen Güter optimal zu nutzen (ökonomisches Prinzip). Wirtschaft wurde traditionell als übergreifende Bezeichnung für die Verbindung der so genannten Wirtschaftsfaktoren Boden, Rohstoffe, Handel, Arbeit und Kapital verwendet. Wirtschaft der Schweiz Landwirtschaft und Rohstoffe Im hochindustrialisierten Staat Schweiz arbeiten heute weniger als fünf Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Trotzdem wird dieser Wirtschaftszweig vom Bund mit beträchtlichen Mitteln unterstützt (Subventionen). Die landwirtschaftliche Produktion ist regional sehr unterschiedlich. In den Voralpen, Alpen und im Jura dominiert Viehzucht und Milchwirtschaft, im Mittelland Getreide-, Kartoffel- und Rübenanbau, in der Ostschweiz und im Wallis Obst. In verschiedenen Gebieten wird Weinbau betrieben. Exportiert wird in erster Linie Hartkäse (Emmentaler, Greyerzer (Gruyère), und Sbrinz. Der biologische Anbau beträgt etwa 9% der Produktion und ist stark im Wachsen. Es gibt keinen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzensorten, ausser zu Forschungszwecken. Die Schweiz ist rohstoffarm. Abgebaut werden Kies, Kalkstein (Jura), Ton, Granit (Graubünden, Tessin) und Salz (Rheinfelden (Schweiz), Bex). Kohle, Uran und Erdöl sind bisher nur in Spuren gefunden worden. Mehrere Minen, die in der Vergangenheit Eisenerz (Sargans, Fricktal, Stechelberg), Asphalt (Travers), Kupfer (Zinal) oder Gold (Gondo) lieferten, wurden mittlerweile geschlossen. Ein wichtiger Rohstoff der Schweiz ist die Wasserkraft, die mit Speicherkraftwerken und Laufkraftwerken zwei Drittel des Schweizer Elektrizitätsbedarfs deckt. Im übertragenen Sinn ein äusserst wichtiger Rohstoff ist die Schönheit der Landschaft. Gewerbe und Industrie Der grösste Teil des Bruttoinlandsproduktes wird in der Uhrenindustrie, dem Maschinenbau und der Textilindustrie erwirtschaftet. Letztere hatte im 19. Jahrhundert eine sehr grosse Bedeutung, heute ist sie eher ein Nebenzweig. Bekannt ist die Schweiz zudem für die Herstellung von Präzisionsinstrumenten, Apparaten sowie für die Chemie, die Pharmaindustrie, die Nahrungsmittelherstellung und die Medizintechnik. Dienstleistungen und Tourismus 72% der Erwerbstätigen arbeiteten 2003 im Dienstleistungssektor (15,5% im Handel, 5,7% in Hotels und Restaurants, 5,3% in Banken und Versicherungen). Die zu den grössten Banken der Welt gehörenden UBS AG wie auch der Credit Suisse haben ihren Sitz in der Schweiz. Beide Banken zusammen hatten 2003 einen Bruttoertrag von 60 Milliarden Franken. Seit fast 200 Jahren ist der Fremdenverkehr ein Hauptwirtschaftszweig in der Schweiz, begünstigt durch die Alpen, die Seen und die Schönheit des Landes. Die Schweizer Alpen bilden einen der Hauptanziehungspunkte des weltweiten Fremdenverkehrs. Die Schweiz hat einen Nationalpark. Zudem wurde am 13. Dezember 2001 das Gebiet Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn in die Liste des Unesco-Weltnaturerbes eingetragen. Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich Gemäss zwei voneinander unabhängigen Ranglisten ist die Schweiz bezüglich Wettbewerbsfähigkeit im 8. Rang: • • World Competitiveness Scoreboard 2005: 1. USA, 2. Hong Kong, 3. Singapur, 4. Island, 5. Kanada, 6. Finnland, 7. Dänemark, 8. Schweiz. Österreich ist im 17. Rang, Deutschland im 23. Rang (von 60 Ländern). Quelle: IMD Lausanne, 2005, www.imd.ch. Growth Competitiveness Index 2005: 1. Finnland, 2. USA, 3. Schweden, 4. Dänemark, 5. Taiwan, 6. Singapur, 7. Island, 8. Schweiz. Deutschland ist im 15., Österreich im 21. Rang (von 117 Ländern). Quelle: World Economic Forum, Genf. www.weforum.org.