Arbeitsblatt: Rassenstaat

Material-Details

Gruppenpuzzle
Geschichte
Anderes Thema
9. Schuljahr
11 Seiten

Statistik

52959
657
9
19.01.2010

Autor/in

Claudia christen
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat Die Rassengesetze der Nazis Die erste Maßnahme der Nationalsozialisten, um die Juden aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen und einen auf Rassentrennung begründeten Staat zu errichten, war das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums. Dieses am 7.April 1933 verkündete Gesetz entfernte alle Juden aus dem öffentlichen Dienst. Am selben Tag wurde ebenfalls ein Gesetz verkündet, das den Juden eine Zulassung in juristische Berufe verbot. Am 22.Juli 1934 wurden Juden von der juristischen Ausbildung gänzlich ausgeschlossen. Dies war nur das erste einer Reihe von Gesetzen, die darauf abzielten, Juden die Ausübung der akademischen Berufe zu verwehren. Dem folgte beispielsweise das am 22.April 1933 verabschiedete Gesetz zur Zulassung der Ärzte bei den Krankenkassen, das Juden untersagte, den Arztberuf im Gesundheitsdienst auszuüben. Am 17.Mai 1934 wurden die Juden gänzlich daran gehindert, die medizinische Laufbahn einzuschlagen. Diskriminierende Maßnahmen richteten sich auch gegen die jüdischen Kinder. Das am 25.April 1933 bekanntgemachte Gesetz gegen die Überfüllung der deutschen Schulen und Hochschulen begrenzte den Anteil jüdischer Kinder in staatlichen Schulen und Hochschulen. Obwohl nur wenige Juden auf dem Land arbeiteten oder landwirtschaftliche Betriebe besaßen, wurde am 29.September 1933 das Gesetz erlassen, das Juden Recht auf Grundstückserwerb und Landbesitz verweigerte. Bei weitem größere praktische Auswirkungen hatte das Schriftleitergesetz vom 4.Oktober 1933, das den Juden die Herausgabe von Zeitungen verbot. Da Juden im Zeitungswesen und Journalismus eine führende Stellung innehatten, war dieses Gesetz ein weiterer Schlag gegen den immer kleiner werdenden Kreis von Juden mit einer Beschäftigung. Die Nationalsozialisten hatten einen besonderen Haß auf Juden aus Polen, die in früheren Jahren nach Deutschland eingewandert waren. Das am 14.Juli 1933 veröffentlichte Gesetz zur Annullierung der deutschen Staatsbürgerschaft ermächtigte das Deutsche Reich, jüdische Einwanderer aus Polen ihrer deutschen Staatsangehörigkeit zu entheben. Dieser Schritt eröffnete ferner den Weg für ihre Deportation und läßt eine frühe Strategie erkennen, die Juden aus Deutschland zu vertreiben, um es nach rassischen Grundsätzen zu reinigen. Die offenkundigsten Rassengesetze, waren das Reichsbürgergesetz und das Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre, die Hitler auf dem NSDAPParteitag von Nürnberg am 15.September 1935 verkündete. Diese beiden Gesetze wurden zusammen als die Nürnberger Gesetze bekannt. Das erste Gesetz Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat begrenzte die volle Staatsbürgerschaft auf Arier1; Juden wurden zu „Reichsbürgern herabgesetzt. Das Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre definierte Juden, Arier und Angehörige von „Mischrassen. Es verbot Eheschließungen zwischen Juden, „Mischlingen und Ariern, stellte sexuelle Beziehungen zwischen Juden, „Mischlingen und Ariern unter Strafe und untersagte den Juden, nichtjüdische weibliche Angestellte unter 45 Jahren zu beschäftigen. Es lag in der Absicht der Nationalsozialisten, das ganze Land nach rassischen Grundsätzen zu erfassen und das Leben der Menschen aus rassischen Gründen zu kontrollieren. Das Gesetz zum Schutz des deutschen Volkes vor Erbkrankheiten vom 18.Oktober 1935 zwang alle Deutschen, ihre Rassenmerkmale registrieren zu lassen. Jetzt waren Zertifikate erforderlich, um zu beweisen, daß man für die Eheschließung „geeignet war. Ein Zertifikat konnte vorenthalten werden, wenn die Reichsgesundheitsbehörde der Meinung war, daß eine Person an einer „Erbkrankheit litt, „Ausländer war oder eine Geschlechtskrankheit hatte. Auftrag 1. Lies den Text aufmerksam durch und streiche alle Gesetze mit einer Farbe an. 2. Erkläre das Blutschutzgesetz und seine Folgen. 3. Zeichne einen Zeitstrahl, auf welchem du 5 bedeutende Gesetze aufzeichnest. Verfasse dann zu allen 5 Gesetzen eine Beschreibung, was sie beinhalten. 4. Setze dich nun mit deiner Expertengruppe zusammen und besprecht gemeinsam eure Ergebnisse. Besprecht dann die folgenden Fragen und haltet die Antworten anschliessend schriftlich fest: • • • Welches ist für euch das einschlägigste (schlimmste, unglaublichste, herausstechendste.) Gesetz? Weshalb? Was wollten die Nationalsozialisten mit den Gesetzen bewirken? Wie wurde verhindert, dass sich die Juden gegen die Gesetze wehren konnten? 5. Setze dich nun mit deiner Stammgruppe zusammen und stelle deiner Gruppe den Zeitstrahl mit den Gesetzen, sowie die wichtigsten Diskussionspunkte bei der Beantwortung der Fragen vor. Nach der nationalsozialistischen Rassenideologie waren die Arier eine überlegene, weisse „Herrenrasse, zu denen sie sich selbst zählten. Menschen mit blauen Augen und blonden Haaren waren in den Augen der Nazis der „beste Typ der arischen Rasse. 1 Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat Die ‘Reinheit der Rasse Eine der ersten Maßnahmen der NSRegierung bestand darin, einen Expertenausschuß1 zur Bevölkerungs und Rassenpolitik zu gründen und Gesetze zu verabschieden, die es ihr möglich machten, Maßnahmen zur „Fortpflanzung auf eugenischer Grundlage ( Anteil positiv bewerteter Erbanlagen zu vergrössern, negative zu verringern) bei der Bevölkerung durchzuführen. Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14.Juli 1933 ermöglichte dem Staat, die Sterilisierung bei Personen anzuordnen, die laut Feststellung des Erbgesundheitsgerichts, das sich aus medizinischen und juristischen „Fachleuten zusammensetzte, an einem Erbleiden litten. Die Skala der Krankheiten war vage und kaum wissenschaftlich belegt. Dazu zählten sichtbar erblich bedingte körperliche Gebrechen wie Taubheit, aber ebenso Schizophrenie, manische Depression, körperliche Mißbildungen, chronischer Alkoholismus und sogar „Schwachsinn. Krankenhäuser, Sanatorien und Pflegeanstalten mußten ihre Patienten registrieren lassen, so dass deren Fälle beurteilt werden konnten. Am 26.Juni 1935 wurde das Gesetz dahingehend ergänzt, daß Zwangsabtreibungen bis zum sechsten Schwangerschaftsmonat möglich waren. Nur wenige Ärzte oder Psychiater erhoben Einwände gegen diese Gesetze. Die meisten arbeiteten begeistert an ihrer Ausführung mit. Das am 24.November 1933 erlassene Gesetz gegen Gewalttäter und Gewohnheitsverbrecher betrachtete Verbrechen unter rassischen Gesichtspunkten. Kriminelle wurden als Angehörige einer erblich belasteten Gruppe oder unterprivilegierten Klasse angesehen, die daran gehindert werden mußte, sich fortzupflanzen. Der Staat war ermächtigt, männliche Kriminelle, denen man eine erblich bedingte Neigung nachsagte, durch Kastration zwangsweise sterilisieren zu lassen. Es herrschte kein Mangel an „Experten zur Durchführung dieser Maßnahmen. Im Mai 1933 stellte das Reichsinnenministerium einen Expertenausschuß zur Bevölkerungs und Rassenpolitik zusammen. 1936 wurde ein Rassenhygiene und Erbforschungszentrum von der Reichsgesundheitsbehörde gegründet, um die arische Bevölkerung2 in Deutschland zu erfassen und „rassische Ausländer zu bestimmen und zu isolieren. Ärzte, Psychiater, Juristen und Sozialarbeiter wollten unbedingt den Erbgesundheitsgerichten angehören. Es verhalf ihnen zu Status und Einkommen. Ärzte profitierten von der Sterilisierungspolitik. Zwischen 1934 und 1945 wurden etwa 400.000 Deutsche, beziehungsweise ein Prozent der zeugungsfähigen Gremium Gruppe von Personen, welche eine fachliche Fragestellung bearbeitet Nach der nationalsozialistischen Rassenideologie waren die Arier eine überlegene, weisse „Herrenrasse, zu denen sie sich selbst zählten. Menschen mit blauen Augen und blonden Haaren waren in den Augen der Nazis der „beste Typ der arischen Rasse. 1 2 Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat Gesamtbevölkerung, zwangssterilisiert. Massenproduktionstechniken wie Sterilisierung durch Röntgenstrahlen wurden in diesem Programm eingeführt und später bei Juden in den Konzentrationslagern eingesetzt. Auftrag 1. Lies den Text aufmerksam durch und unterstreiche das „Problem aus Sicht der Nationalsozialisten mit rot, deren „Lösung mit grün. 2. Erkläre in 23 Sätzen das Ziel, welches mit den Massnahmen erreicht werden sollte. 3. Stelle das „Problem und dessen „Lösung, sowie das zu erreichende Ziel graphisch dar (z.B. mit Pfeilen, in einer Tabelle, anhand von Zeichnungen, etc.). 4. Setze dich nun mit deiner Expertengruppe zusammen und besprecht gemeinsam eure Ergebnisse. Besprecht dann die folgenden Fragen und haltet die Antworten anschliessend schriftlich fest: • • • Welche Gedanken gehen euch bei solchen „Theorien durch den Kopf? Warum sind die erwähnten „Massnahmen gefährlich? Welche Argumente sprechen gegen ein solches Vorgehen? 5. Setze dich nun mit deiner Stammgruppe zusammen, stelle deiner Gruppe deine Graphik dar und erkläre die wichtigsten Diskussionspunkte bei der Beantwortung der Fragen. Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat Arisierung Arisierung war der nationalsozialistische Begriff für die Verfahrensweise, Juden dazu zu nötigen, ihre Geschäfte zu verkaufen, oder sie unter dem Deckmantel einer gesetzlichen Fiktion zu enteignen. Die Arisierung wurde im Reich eingeleitet, aber auf das gesamte nationalsozialistische Einflussgebiet ausgedehnt. Sie begann als Rassenpolitik, war aber schon bald ein Vehikel ( Hilfsmittel) der Habgier und Korruption1. Am 1. und 2.April 1933 verhängte die SA einen Boykott über jüdische Geschäfte und Unternehmungen. Obwohl diese Aktion zunächst erfolglos war, zwang anhaltender Druck viele Juden zum Verkauf. 1933 gab es in Deutschland über 100.000 jüdische Betriebe. Dem eintägigen Boykott der SA folgte eine großangelegte Aktion, die Käufer daran hindern sollte, in jüdischen Geschäften einzukaufen. Öffentliche Aufträge wurden nur noch an nichtjüdische Lieferanten von Gütern und Dienstleistungen vergeben. Die Boykottaktion war eine wichtige Aufgabe der Partei und ihrer Aktivisten auf regionaler und lokaler Ebene. Zwischen 1933 und 1938 war der Druck auf jüdische Geschäftsleute so massiv, daß 41.000 von 50.000 jüdischen Einzelhandelsunternehmen in Deutschland „freiwillig verkauft wurden. Gleichzeitig verdrängte die Gesetzgebung Juden aus dem öffentlichen Dienst und erschwerte es ihnen immer mehr, die akademischen Berufe zu ergreifen oder auszuüben. Große jüdische Fabriken und Finanzunternehmen durften länger in jüdischen Händen bleiben, da die Nationalsozialisten die Erfahrung ihrer Besitzer schätzten. Doch Ende 1937 ordnete man die Beschleunigung der Arisierung an. Alle verbleibenden jüdischen Geschäfte wurden im Juli 1938 bei einer Zählung registriert. Die Juden wurden systematisch schikaniert, damit sie ihre Unternehmen verkauften, während neue Gesetze es ihnen unmöglich machten, die akademischen Berufe auszuüben. Diese Maßnahmen befriedigten nicht nur den NS Antisemitismus2, sondern hatten auch noch einen anderen Grund. Sie ermöglichten es nationalsozialistischen Geschäftsleuten, den Wettbewerb auszuschalten und Konkurrenzunternehmen zu stark herabgesetzten Preisen zu erwerben. Während des ganzen 1 2 Bestechung Veruntreuung Judenfeindlichkeit Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat Arisierungsprogramms war Korruption weit verbreitet. Ferner hofften die Nationalsozialisten, mit dem enteigneten jüdischen Vermögen die sich stets nach oben bewegenden Rüstungskosten bezahlen zu können. Auftrag 1. Lies den Text aufmerksam durch und streiche alle Vorgehensweisen für die Arisierung mit einer Farbe an. 2. Notiere dir in Stichworten warum die Nationalsozialisten eine Arisierung wünschten, bzw. was sie damit bewirken wollten. 3. Erstelle ein Mindmap, bei dem du den Begriff „Arisierung ins Zentrum stellst. Es sollte unter anderem eine Definition in eigenen Worten, Vorgehensweisen, aber auch das Ziel der Nationalsozialisten beinhalten. 4. Setze dich nun mit deiner Expertengruppe zusammen. Besprecht gemeinsam eure Ergebnisse, sowie die folgenden Fragen und haltet die Antworten anschliessend schriftlich fest: • • • Wie versuchte man, die Juden als Konkurrenz auszuschalten und sie aus dem geschäftlichen Leben zu verbannen? (Ergänze womöglich dein Mindmap) Welche Ziele wurden verfolgt? (Ergänze womöglich dein Mindmap) Was ist besonders störend an dieser Vorgehensweise der Nazis? 5. Setze dich nun mit deiner Stammgruppe zusammen, stelle deiner Gruppe dein Mindmap vor und erkläre die wichtigsten Diskussionspunkte bei der Beantwortung der Fragen. Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat Lückentext: ein Rassenstaat Die Nationalsozialisten hatten unzählige Massnahmen, welche jeden Tag aufs Neue herausgegeben wurden, um die Juden aus dem zu verdrängen. Das Ziel war es, einen auf Rassentrennung basierenden Staat zu errichten, welcher die Juden ganz klar als die definierte und nur die Arier als die „reine Rasse ansah. Die „schlechte Rasse sollte demnach bestraft, die arische privilegiert werden. Das am 7. April 1933 verkündete Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums entfernte alle Juden aus dem. Ein Jahr darauf, wurden Juden sogar von der juristischen Ausbildung gänzlich ausgeschlossen, um jegliche gegen die Gesetze auszuschliessen. Nebst den juristischen Berufen wurden den Juden nach dem Verbot, den Arztberuf im Gesundheitswesen auszuüben, täglich neue Gesetze verabschiedet, welche der jüdischen Bevölkerung eine Teilnahme am öffentlichen Leben beinahe unmöglich machte. Das am 25. April 1933 veröffentlichte Gesetz, dass nur ein begrenzter Anteil jüdischer Kinder die Schule besuchen durfte, verunmöglichte den Juden sogar die. Noch weiter gingen die Nationalsozialisten mit dem völligen Ausschluss der jüdischen Bevölkerung, indem das Gesetz der Annullierung der deutschen Staatsbürgerschaft das Deutsche Reich ermächtigte, vor allem jüdische Einwanderer aus Polen ihrer deutschen Staatsangehörigkeit zu entheben. Das Gesetz zur ermöglichte es dem Staat, eine Zwangssterilisierung bei Personen anzuordnen, welche an einem Erbleiden litten. Ob dies der Fall war, wurde von einem entschieden. Dabei waren die Krankheiten willkürlich gewählt und konnten kaum wissenschaftlich belegt werden. Man zählte dazu sichtbar erblich bedingte körperliche Gebrechen wie Taubheit, Schizophrenie, Depressionen, körperliche Missbildungen, Alkoholismus und sogar „Schwachsinn. Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat Das Gesetzt wurde soweit ergänzt, dass noch bis zum sechsten Schwangerschaftsmonat möglich waren. Dabei arbeiteten viele Ärzte und Psychiater begeistert bei der Ausführung mit. war der nationalsozialistische Begriff für die Verfahrensweise, Juden dazu zu nötigen, ihre Geschäfte zu verkaufen, oder sie zu enteignen. Deshalb wurde am 1. und 2. April 1933 ein, sowie Unternehmungen verhängt, welche die Bevölkerung daran hinderte, in solchen Geschäften einzukaufen. Mit dem enteigneten jüdischen Vermögen wollten die Nationalsozialisten die sich nach oben bewegenden Rüstungskosten bezahlen. Die offenkundigsten Rassengesetze, das Reichsbürgergesetz und das Gesetzund der deutschen Ehre, wurden von Hitler auf dem NSDAP – Parteitag in Nürnberg am 15. September 1935 verkündet und wurden als bekannt. Nach und nach wurden den Juden sämtliche Rechte und eine Möglichkeit, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, verboten. Auftrag: Fülle die Lücken, indem du die passenden Begriffe aus dem untenstehenden Kasten einsetzt. Vergleiche dann deine Lösung mit deinem Nachbarn. Arisierung Widerstandsmöglichkeiten Boykott über jüdische Geschäfte Erbgesundheitsgericht öffentlichen Leben „schlechte Rasse öffentlichen Dienst Zwangsabtreibungen zum Schutz des deutschen Blutes Verhütung erbkranken Nachwuchses die Nürnberger Gesetze Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat Ausbildungsmöglichkeiten Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat Lückentext: Ein Rassenstaat Lösung Die Nationalsozialisten hatten unzählige Massnahmen, welche jeden Tag aufs Neue herausgegeben wurden, um die Juden aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Das Ziel war es, einen auf Rassentrennung basierenden Staat zu errichten, welcher die Juden ganz klar als die „schlechte Rasse definierte und nur die Arier als die „reine Rasse ansah. Die „schlechte Rasse sollte demnach bestraft, die arische privilegiert werden. Das am 7. April 1933 verkündete Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums entfernte alle Juden aus dem öffentlichen Dienst. Ein Jahr darauf, wurden Juden sogar von der juristischen Ausbildung gänzlich ausgeschlossen, um jegliche Widerstandsmöglichkeiten gegen die Gesetze auszuschliessen. Nebst den juristischen Berufen wurde den Juden nach dem Verbot, den Arztberuf im Gesundheitswesen auszuüben, täglich neue Gesetze verabschiedet, welche der jüdischen Bevölkerung eine Teilnahme am öffentlichen Leben beinahe unmöglich machte. Das am 25. April 1933 veröffentlichte Gesetz, dass nur ein begrenzter Anteil jüdischer Kinder die Schule besuchen durften, verunmöglichte den Juden sogar die Ausbildungsmöglichkeiten. Noch weiter gingen die Nationalsozialisten mit dem völligen Ausschluss der jüdischen Bevölkerung, indem das Gesetz der Annullierung der deutschen Staatsbürgerschaft das Deutsche Reich ermächtigte, vor allem jüdische Einwanderer aus Polen ihrer deutschen Staatsangehörigkeit zu entheben. Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses ermöglichte es dem Staat, eine Zwangssterilisierung bei Personen anzuordnen, welche an einem Erbleiden litten. Ob dies der Fall war, wurde von einem Erbgesundheitsgericht entschieden. Dabei waren die Krankheiten willkürlich gewählt und konnten kaum wissenschaftlich belegt werden. Man zählte dazu sichtbar erblich bedingte körperliche Gebrechen wie Taubheit, Schizophrenie, Depressionen, körperliche Missbildungen, Alkoholismus und sogar „Schwachsinn. Das Gesetzt wurde soweit ergänzt, dass Zwangsabtreibungen noch bis zum sechsten Schwangerschaftsmonat möglich waren. Dabei arbeiteten viele Ärzte und Psychiater begeistert bei der Ausführung mit. Arisierung war der nationalsozialistische Begriff für die Verfahrensweise, Juden dazu zu nötigen, ihre Geschäfte zu verkaufen, oder sie zu enteignen. Deshalb wurde am 1. und 2. April 1933 ein Boykott über jüdische Geschäfte und Unternehmungen verhängt, welche die Bevölkerung daran hinderte, in solchen Geschäften einzukaufen. Mit dem enteigneten jüdischen Vermögen wollten die Nationalsozialisten die sich nach oben bewegenden Rüstungskosten bezahlen. Die offenkundigsten Rassengesetze, das Reichsbürgergesetz und das Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre, wurden von Hitler auf dem NSDAP – Parteitag in Nürnberg am 15. September 1935 verkündet und wurden als die Nürnberger Gesetze bekannt. Nach und nach wurden den Juden sämtliche Rechte und eine Möglichkeit, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, verboten. Das „Dritte Reich – ein Rassenstaat