Arbeitsblatt: Die Zeit der Ritter
Material-Details
Wann war das Mittelalter, wodurch war es geprägt.
Geschichte
Mittelalter
5. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
53276
739
9
24.01.2010
Autor/in
Rawa (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Die Zeit der Ritter – das Mittelalter Ritter gibt es heute nicht mehr. Sie gehören in eine Zeit, die wir heute das Mittelalter nennen und die ungefähr fünfhundert bis tausendfünfhundert Jahre vorbei ist. Es ist die Zeit zwischen 500 und 1500 Jahre nach Christus. Ländergrenzen, Literatur und Kunst und die Menschen selbst veränderten sich in Europa im Mittelalter ganz erheblich. Kleine und grosse Dinge, die wir heute ganz selbstverständlich nehmen, wurden im Mittelalter erfunden oder entstanden damals zum ersten Mal. Die Stadt 12. Jahrhundert) Im 12. Jahrhundert entwickelten sich die ersten Städte aus Ansiedlungen um eine Burg herum. Noch heute heissen die Bewohner einer Stadt aus diesem Grund „Bürger. Eine Stadt war mit einer Ringmauer befestigt, die sie vor Feinden schützte. Ohne Kontrolle kam auch in Friedenszeiten niemand herein, der nicht erwünscht war Das Knopfloch 14. Jahrhundert) Als Marco Polo gegen Ende des 13. Jahrhunderts aus China wiederkam, brachte er den Knopf mit nach Europa. Sehr schnell wurde dann das Knopfloch erfunden und man brauchte sich morgens nicht mehr in seine Kleider einzunähen und abends die Nähte wieder aufzutrennen. Das Schiesspulver 13. Jahrhundert) Das schwarze, grobkörnige Schiesspulver wurde schon vor dem Jahr 1000 entdeckt, aber erst ab dem 13. Jahrhundert für Waffen gebraucht. Ab dem 15. Jahrhundert dann wurde es für riesige Kanonen benutzt, die zentnerschwere Steine gegen Burgmauern schleudern konnten. Der Buchdruck 15. Jahrhundert) Bücher mussten von Hand geschrieben werden, was teuer und langwierig war. Dann erfand Johannes Gutenberg (13981468) die Druckerpresse, mit der Bücher beliebig oft gedruckt werden könnten. Um diese lange und ereignisreiche Zeit des Mittelalters besser betrachten zu können, teilt man sie heute oft in drei Abschnitte oder Epochen ein: das Frühe Mittelalter (5001000) das Hohe Mittelalter (10001250) das Späte Mittelalter (12501500) Jede Epoche war von der anderen verschieden, aber grundsätzlich gab es zwei wesentliche Dinge, die sie alle zusammen zum europäischen Mittelalter machen: Die Gesellschaftsordnung Die Gesellschaft war wie eine Pyramide aufgebaut. An ihrer Spitze stand der König. Er war ein Lehnsherr, das heisst er „verlieh an die Adeligen seines reiches Land: gab es ihnen zu Lehen. Sie wurden dadurch zu seinen Vasallen oder Lehnsmännern. Sie verpflichteten sich mit dem Lehnseid zur Treue und dazu, in Kriegszeiten dem König Soldaten zur Verfügung zu stellen. Die Adeligen verteilten ihrerseits Lehen an niedrigere Adelige, die Ritter, und machten diese zu ihren Lehnsmännern, die ihnen im Kriegsfall Waffen, Pferde und Soldaten stellten. Auf der untersten Stufe der Pyramide standen die Bauern. Sie arbeiteten auf den Gütern ihrer Herren als Leibeigene und bekamen dafür ein Stück Land, das sie gegen Bezahlung, die Pacht für sich selber bebauen durften. Die Pacht wurde in Korn oder Vieh bezahlt. Die christliche Kirche Im Mittelalter war das Christentum im westlichen Europa nahezu die einzige Religion. Das Oberhaupt der römisch katho lischen Kirche war der Papst. Die Kirche hatte grosse politische Macht, eigene Gesetze, Steuereinkünfte und Ländereien. Die Erzbischöfe von Köln, Trier und Mainz gehörten sogar zu den Fürsten, die in Deutschland den König wählten. Auch auf das alltägliche Leben der Menschen hatte die Kirche grossen Einfluss. Sie wurden in der Kirche getauft und getraut und ewiges himmlisches Leben war ihnen nach ihrem Tod versprochen. Für ihren Glauben zogen sie sogar in den Krieg.