Arbeitsblatt: Industrialisierung - Liberale Wirtschaftsordnung - 4

Material-Details

Viertes Blatt zum Thema Industrialisierung "DGzG". Kurzzusammenfassung des Kapitels Liberale Wirtschaftsordnung mit Fragen zum Text. Für letzt Frage bitte aus dem Buch die Marktstände hineinkopieren. Kein Lösungsblatt, aber für LKs leicht und logisch!
Geschichte
Anderes Thema
8. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

5348
1944
39
19.03.2007

Autor/in

Adrian Flückiger


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Industrialisierung Die liberale Wirtschaftsordnung 4 Für die Entwicklung der Industrie war es wichtig, wie die Wirtschaft eines Landes geordnet war. Gab es beispielsweise einen König, so konnte dieser den Bau von Fabriken einfach verbieten und somit eine Industrialisierung verhindern. Auch konnte er Gesetze erlassen und Zölle erheben, die für die Wirtschaft ganz und gar nicht von Vorteil waren und nur ihm Geld in die Kasse brachten. Die Fabrikunternehmer waren sich dessen bewusst und lehnten deshalb sämtlichen Einfluss des Staates in Handel, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft kategorisch ab. Sie forderten deshalb eine liberale Wirtschaft. Liberal Je freier eine Wirtschaft, desto besser würde sie funktionieren, war die Annahme. Alleine die Wünsche der Käufer und das Angebot würden über den Marktpreis der einzelnen Güter entscheiden. Auch der Handel zwischen den Ländern enthielt noch Barrieren, die man abbauen wollte. So sollten Zölle und ähnliche Belastungen abgeschaffen werden. Der Markt sollte also möglichst ungehindert verlaufen können. Als logische Konsequenz sollte auch eine Liberalisierung für den Arbeitsmarkt gelten. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollten frei über den Lohn und die Arbeitszeit entscheiden können. Wie bei den Warenpreisen, hingen so die Löhne von der Nachfrage und dem Angebot ab. Gab es daher viele Arbeitskräfte und wenige Arbeitsplätze, so die Löhne und umgekehrt. Zweifellos wird schnell deutlich, dass sich hier ein Problem auftut. Nützte diese Forderung nach Wirtschaftsfreiheit nicht nur den Gutausgebildeten, Tüchtigen und Rücksichtslosen? Würden Arme, Ungebildete, Schwache und Friedfertige nicht unter die Räder kommen? Aber andererseits: sollte es unmoralisch sein, nur an sein eigenes Glück zu denken? In Grossbritannien hatte schon seit je her eine relativ liberale Wirtschaftsordnung geherrscht. Auf dem Kontinent stand die Liberalisierung der Wirtschaft stark mit der Industrialisierung zusammen. Je weiter die Industrialisierung voranschritt, desto mehr forderten die Industriellen wirtschaftliche Freiheit. Dies wurde allerdings vom Adel nicht begrüsst, den dieser fühlte sich vom neuen Gesellschaftsstand der Industriellen bedroht. Tatsächlich wurde das reiche Bürgertum und die Industriellen zu der wichtigsten Gesellschaftsgruppe der nächsten Jahrzehnte. Eine riesige Kluft zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber tat sich auf! Aufgaben: 1. 2. 3. 4. 5. Nenne Ursachen, welche die Entwicklung der Industrie hemmen konnten. Wie soll die Wirtschaft eines Landes nach der Auffassung eines liberalen Politikers geordnet sein? Was siehst du auf den zwei Bildern? Erkläre! Erkläre den liberalen Wirtschafts- und Arbeitsmarkt. Siehst du Gefahren? Haben wir in der Schweiz heute eine liberale Wirtschaft?