Arbeitsblatt: Fabeln

Material-Details

Fabeln 1a und 1b Vgl. Fabeln - Fragen und Antworten)
Deutsch
Textverständnis
8. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

53483
651
6
26.01.2010

Autor/in

Bruno Schärer

044 910 13 21
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Name: Klasse: Fabeln 1 1. Fabel Auf einer Weide tummelten sich allerlei Tiere. Da sah der Ochse ein zierliches Blümchen mit weissem Kränzchen. Er betrachtete es und fragte: Kennt ihr diese Blume? Es ist eine Tulpe! blökte das Schaf. Ein Veilchen! meckerte die Ziege. Ein Gänseblümchen! sagte das Pferd. Dummes Zeug, brüllte der Ochse mit gewaltiger Stimme. es ist eine Rose! Da fragten die Tiere den Fuchs, der zufällig vorüberschlich, um seine Meinung. Der Ochse hat recht, sagte der Fuchs, er hat am lautesten gebrüllt! 2. Fabel Zur Erntezeit standen die Getreidehalme mit gesenkten Ähren dicht nebeneinander. Nur ein Halm stand kerzengerade und rief deshalb hochmutig: He da, schaut mich an! Bin ich nicht rank und schlank? Ich bin grösser als ihr alle. Da raunten die Angesprochenen im Winde: Gewiss, aber nur. weil du leer bist. 3. Fabel Was bist du im Vergleich zu mir, rief die Strassenlaterne verächtlich hinauf zum wandernden Mond, nichts als eine trübe, unzuverlässige Funzel! Die Laterne lauschte, und da sie vom Mond keiner Antwort gewürdigt wurde, lächelte sie selbstzufrieden und bildete sich ein, die ganze Welt mit ihren kümmerlichen Strahlen zu erhellen. 4. Fabel Ein Eichelhäher fand auf seinen Streifzügen ein kunstvolles Nestchen. Als er aber erfuhr, der kleine Zaunkönig habe es erbaut, Iachte er höhnisch und rief: Welche erbärmliches Machwerk! Ein andermal gewahrte er auf einer Felsplatte einen Haufen zusammengeworfenen Gestrüpps mit Heu und Federn in der Mitte. Als ihm gesagt wurde, dies sei das Nest des Adlers, rief er voll Bewunderung: Welch kunstvoller Bau! 5. Fabel Eine alte Kirche, die den Sperlingen unzählige Nester gab, ward ausgebessert. Als sie nun in ihrem neuen Glanze dastand, kamen die Sperlinge wieder, ihre alten Wohnungen zu suchen. Allein sie fanden sie alle vermauert. Wozu, schrien sie, taugt denn nun das grosse Gebäude? Kommt, verlasst den unbrauchbaren Steinhaufen! 6. Fabel Mach, dass du wegkommst! schnaubte der Stier die Mücke an, die ihm im Ohr sass. «Du vergisst, dass ich kein Stier bin, sagte sie und stach ihn gemächlich. 7. Fabel Wohin des Weges ? fragte eine Turteltaube eine vorüberfliegende Eule. Ach. ich möchte auswandern, antwortete diese. Ich fliege nach dem Norden. Ja, weshalb denn? erkundigte sich die Turteltaube. Den Leuten hier gefällt mein Gesang nicht, erwiderte die Eule betrübt. Bei den Leuten im Norden wird er vielleicht auch keinen Anklang finden, meinte die Turteltaube, wäre es da nicht besser, du würdest deinen Gesang ändern? 8. Fabel Wie hässlich du schreist! sagte der Star zu einem jungen Spatzen. So habe ich von meinen Eltern gelernt, entschuldigte sich der Spatz. Als ihn bald darauf das Huhn fragte, woher er seine schönen Lieder habe, antwortete er stolz: Von mir selbst! B.S.