Arbeitsblatt: Erdbeben

Material-Details

Wie entsteht ein Erdbeben? Wie kann man es messen?
Biologie
Oekologie
6. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

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639
4
02.02.2010

Autor/in

Ireli (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Naturkatastrophen Erdbeben Unter einem Erdbeben versteht man die Erschütterung der Erdoberfläche. Erdbeben auf dem Meeresgrund werden fälschlicherweise auch als Seebeben bezeichnet. Als Seismologie (v. griech. seismós Erderschütterung wird die Wissenschaft bezeichnet, die sich mit den Erdbeben beschäftigt. Entstehung von Erdbeben Es gibt verschiedene Arten der Entstehung von Erdbeben. Am seltensten treten Erdbeben auf, die durch das Einstürzen von unterirdischen Hohlräumen eintreten können (etwa 3%). Etwas häufiger treten Erdbeben im Zusammenhang mit Vulkanen auf (etwa 7%). Hierbei entsteht das Erdbeben durch die Bewegung der Magma oder durch Explosionen der Gaskammer. Den Löwenanteil (etwa 90%) machen die Erdbeben aus, die durch das Aneinanderreiben der Kontinentalplatten entsteht (tektonisches Beben). Das tektonische Beben entsteht dadurch, dass sich die Kontinentalplatten ineinander verhaken und so eine Spannung aufgebaut wird. Die Spannung entlädt sich durch ruckartige Bewegungen der Erdkruste. Die Energie, die dabei freigesetzt wird, kann die Energie einer Wasserstoffbombe um das Hundertfache übertreffen. Die Erdbeben erzeugen sogenannte Erdbebenwellen, die sich über die ganze Erde ausbreiten und von Seismographen erfasst werden können. Der Erdbebenherd kann so bestimmt werden. Unterseeische Erdbeben können die gefürchteten Tsunamis auslösen. Durch die Verlagerung des Ozeanbodens entstehen die Tsunamis, die sich mit bis zu 800 Kilometer pro Stunde fortbewegen können. Auf dem offenen Meer kann man diese Wellen kaum wahrnehmen und sie sind für Schiffe, die sich in dieser Region befinden auch keine Gefahr. Gelangt diese Welle aber in die flachen Küstenregionen, kann sich eine Welle von bis zu 100 Metern Höhe auftürmen. Die meisten Tsunamis entstehen im Pazifik. Einige Staaten haben deshalb ein Frühwarnsystem errichtet. Bestimmung der Erdbebenstärke Zu Beginn wurde die Erdbebenstärke rein nach dem „Gefühl bestimmt. Die Bestimmung erfolgte durch Beobachtungen in der Umwelt. Da es noch keine Geräte gab, waren die Werte ziemlich ungenau. Erst mit der eingeführten Richterskala und den Seismographen war es möglich, Vergleichswerte zu erzeugen. Herr Richter legte eine nach ihm benannte Skala fest. Mit dieser kann man dank einer komplizierten Formel, die Stärke eines Bebens messen. MercalliSkala Die von Charles F. Richter errechnete Stärke oder Magnitude eines Erdbebens sagt kaum etwas über seine Auswirkungen aus. Um zu bestimmen, welche Intensität ein Erdbeben hat und welche Schäden es anrichtet, verwendet man die weiterentwickelte MercalliSkala des Italieners Giuseppe Mercalli (18501914). Sie wird in zwölf Stufen unterteilt. Intensität Wirkung Wird nur von Seismometern registriert II Nur ganz vereinzelt von ruhenden Personen wahrgenommen III Nur von wenigen verspürt IV Von vielen wahrgenommen, Geschirr und Fenster klirren Hängende Gegenstände pendeln, viele Schlafende erwachen VI Leichte Schäden an Gebäuden, feine Risse im Verputz VII Risse im Verputz, Spalten in den Wänden und Schornsteinen VIII Große Spalten im Mauerwerk, Giebelteile und Dachgesimse stürzen ein IX An einigen Bauten stürzen Wände und Dächer ein, Erdrutsche Einstürze von vielen Bauten, Spalten im Boden bis zu einem Meter Breite XI Viele Spalten im Boden, Erdrutsche in den Bergen XII Starke Veränderungen an der Erdoberfläche, Gebäude werden dem Erdboden gleichgemacht Es gibt also zwei verschiedene Skalen, die beide etwas über das Erdbeben aussagen. Erkläre! Richterskala: MercalliSkala:_ Was passiert bei einem Erdbeben? Bei einem Erdbeben werden vom Hypozentrum aus, ähnlich wie bei einer Explosion, nach allen Richtungen Erschütterungswellen oder seismische Wellen ausgestrahlt. Bei starken Beben kommt es dadurch an der Erdoberfläche zu anhaltenden Schwingungen, die Häuser und Brücken zum Einsturz bringen können. Bei manchen Erdbeben kann es auch vorkommen, dass es an der Erdoberfläche zu einer bleibenden Verformung kommt, dass zum Beispiel eine Geländestufe entsteht. Neben solchen direkten Erdbebenfolgen sind auch indirekte Schäden sehr gefürchtet, wenn zum Beispiel Gasleitungen zerstört werden und es durch ausströmendes Gas zu Bränden kommt. Wie schützt man sich vor Erdbeben? Es gibt keinen direkten Schutz vor Erdbeben. Man kann Erdbeben noch nicht vorhersagen und auch nicht verhindern. Vor den Folgen kann man sich schützten, indem man in gefährdeten Gebieten Gebäude so konstruiert, dass sie bei Schwingungen nicht einstürzen, und indem man wichtige Versorgungsleitungen gegen Erschütterungen sichert. Wie musst du dich während einem Erdbeben verhalten?