Arbeitsblatt: Industrialisierung

Material-Details

Familien und Kinder in der Industrialisierung
Geschichte
Neuzeit
8. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

54206
460
3
05.02.2010

Autor/in

Mirjam Anrig
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

A Familien und Kinder in der Industrialisierung Lies im Buch „Durch Geschichte zur Gegenwart S. 75 82 1. Die Mutter musste auf einmal auch in der Fabrik arbeiten. Welche Folgen hatte dies für die Familie? 2. Weshalb mussten auch die Kinder in der Fabrik mitarbeiten? Welche Arbeit verrichteten sie? 3. Vergleiche die Ausgaben von Arbeiterfamilien zwischen 1800 und 1990. 4. Wo arbeiteten die Kinder sonst noch? 5. Was sind Verdingkinder? 6. Gingen die Kinder in die Schule? Erläutere das Problem. 7. Wie kam es zum Verbot der Kinderarbeit? 8. Beschreibe das Schicksal eines Fabrikarbeiterkindes! Familien und Kinder in der Industrialisierung Lies im Buch „Durch Geschichte zur Gegenwart S. 75 82 1. Die Mutter musste auf einmal auch in der Fabrik arbeiten. Welche Folgen hatte dies für die Familie? Kleinkinder wurden während des Tages oft älteren Frauen zur Pflege gegeben, manchmal auch älteren Geschwistern anvertraut oder in die Fabrik mitgenommen. Kleinkinder erhielten keine Muttermilch, viele Kinder starben wegen der einseitigen Ernährung und der ungenügenden Pflege 2. Weshalb mussten auch die Kinder in der Fabrik mitarbeiten? Welche Arbeit verrichteten sie? Sie brachten der Familie zusätzliche Verdienste. Man war der Meinung, regelmässige Arbeit sei die beste Erziehung und hindere die Kinder an dummen Streichen oder Bettelei. Arbeiten, die auf engem Raum viel Gewandtheit benötigten 3. Vergleiche die Ausgaben von Arbeiterfamilien zwischen 1800 und 1990. Nahrungsmittel machten den Hauptanteil aus. Beinahe des Lohnes wurden um 1800 für Nahrungsmittel ausgegeben. Man ass vor allem Brot. Die Mietkosten machten ungefähr den gleichen Anteil aus. Heizung und Beleuchtung sind 1990 bedeutend billiger. Die Ausgaben für Schuhe und Kleidung sind ungefähr gleich geblieben. 1990 sind einige zusätzliche Ausgaben dazugekommen: vor allem Steuern, Versicherungen und Bildung, Erholung und Unterhaltung haben einen hohen Anteil an den Gesamtausgaben. 4. Wo arbeiteten die Kinder sonst noch? Bergwerke (vor allem in England), in Heimarbeit und Landwirtschaft 5. Was sind Verdingkinder? Verdingkinder waren Kinder, die für eine gewisse Zeit, häufig über die Sommermonate, in einen landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten gingen. Weil ihre Familien sie nicht versorgen konnten, mussten sie das Zuhause verlassen. Sie wurden meist auf einem Markt an einen Bauern versteigert, verdienten fast nichts. 6. Gingen die Kinder in die Schule? Erläutere das Problem. Ab 1830 bestand eine Schulpflicht in den meisten Kantonen. Während 5 oder 6 Jahren sollten die Kinder zum Schulbesuch verpflichtet werden. Diese neu eingeführte Schulpflicht änderte an der Lage der Kinder zunächst aber nicht viel. Vor und nach der Schule mussten sie arbeiten, entweder in der Fabrik, am Webstuhl zu Hause oder in der Landwirtschaft. Häufig wurden sie nur unregelmässig, gar nicht oder sehr müde zur Schule geschickt. 7. Wie kam es zum Verbot der Kinderarbeit? Pfarrer, Lehrer, Ärzte und Politiker setzen sich dafür ein, das minimale Eintrittsalter in die Fabrik auf 12 oder 13 Jahre hinaufzusetzen. Auch erkannten immer mehr Kantonsregierungen der Schweiz die Schädlichkeit der Kinderarbeit. Trotz Widerständen von Fabrikanten wurde die Kinderarbeit allmählich eingeschränkt. Auch die technische Entwicklung trug zu einem Rückgang der Kinderarbeit bei. Viele Arbeiten, welche vorher von Kindern ausgeführt worden waren, erledigte jetzt eine Maschine. 8. Beschreibe das Schicksal eines Fabrikarbeiterkinde. Die Fabrikarbeiterkinder hatten geringe Berufsaussichten. Ein grosser Teil der Knaben und fast alle Mädchen konnten keine Lehre machen, sondern nahmen nach ihrer Schulzeit sofort die Fabrikarbeit auf.