Arbeitsblatt: Siebdruck

Material-Details

Eie kurze Geschichte des Siebdrucks
Bildnerisches Gestalten
Grafik
10. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

55021
956
10
17.02.2010

Autor/in

Fabienne Müller


Land: andere Länder
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Siebdruck: Geschichte Was ist Siebdruck? Der Siebdruck beruht auf dem Prinzip der Schablone. Im Druck wird die Farbe mit einer Gummileiste, dem Rakel, durch die Maschen eines feinen, in einen Rahmen gespannten Gewebes, das Sieb, gedrückt, was gleichmäßige Farbflächen ergibt. Formen entstehen, indem Teilbereiche des Siebes durch das Belegen mit Schablonen, durch Bemalen oder durch phototechnische Belichtung verschlossen werden. An diesen Stellen kann keine Farbe durch das Sieb gedrückt werden. An den unbedeckten Stellen hingegen, dringt die Farbe durch und lässt das gewünschte Motiv erkennen. Den Siebdruck nennt man daher ein Durchdruck-Verfahren. Eine kleine Geschichte des Siebdrucks Der Vorläufer des Siebdrucks ist die einfache Verwendung von Schablonen, wie sie schon in prähistorischen Höhlen zu sehen sind, wo vielfach Hände als Schablonen mit Farbe durch ein Blasrohr übersprüht wurden. Die Schablone war nebst dem Stempel während langer Zeit sicher das einfachste Werkzeug, um ein Motiv zu vervielfältigen. In China und Japan wurden Schablonen ca. seit dem 6. Jahrhundert zur Gestaltung von Stoffen verwendet. Im europäischen Mittelalter wurden mit Hilfe von Schablonen Holzschnitte für Bücher und Spielkarten handkoloriert. Die Schablonen bestanden aus Papier, das mit Leinöl oder einem Pflanzenharz imprägniert wurde. Die Farben wurden mit einem Pinsel aufgetragen. Im 19. Jahrhundert wurden Schablonen zum Beschriften von Strassen-, Haus-, Firmen- und Werbeschildern verwendet, vor allem in Amerika. Auch Möbel, Textilien oder z.B. Schuhe wurden auf diese Art bedruckt. Im 19. Jahrhundert und bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein, wurden mit Schablonen Räume und Möbel dekoriert (Jugendstil). Ein Problem dabei war, dass sich das Innere von ausgeschnittenen Formen ohne stehen gelassene Stege nicht darstellen ließ. Eine erste Technik, die dafür eine Lösung fand, entstand im 18. Jahrhundert in Japan. Das erste Patent für die Siebdruck-Technik wurde 1907 in England erteilt. Nachdem die Farbe anfänglich mit einem Pinsel durch die Siebmaschen gedrückt wurde, kam um die Jahrhundertwende der Gebrauch des Rakels auf. In der Folgezeit wurde das Siebdruckverfahren vor allem in USA weiterentwickelt. Eingesetzt wurde die junge Drucktechnik zunächst vor allem zu kommerziellen Zwecken, wie der Schilderproduktion und der Werbung. Nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) setzte sich der Siebdruck in der Industrie dann langsam international durch. Schon in den 30er Jahren entdeckten Künstler in den USA die Möglichkeiten des Siebdrucks für sich. Aus diesen Zeiten stammt der Begriff der Serigraphie, mit denen die von Künstlern geschaffenen Siebdrucke bezeichnet wurden. In den 60er Jahren erlebte der Siebdruck einen Höhepunkt: mit seiner Nähe zur Werbeästhetik, den intensiven Farben und der einfachen Einbindung von Fotos, war er das perfekte Medium der Popart. Andy Warhol, Marilyn Diptych, 1962