Arbeitsblatt: 1.Weltkrieg

Material-Details

Arbeitsblatt zum Thema Kriegsbegeisterung
Geschichte
Neuzeit
9. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

55642
591
4
25.02.2010

Autor/in

Monika Keckeis
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Kriegsbegeisterung Das Attentat von Sarajewo führte zum Ausbruch des Krieges. Die Kriegsbegeisterung der Menschen in Deutschland kennt, wie auch in den anderen europäischen Staaten, keine Grenzen. Man glaubte auf beiden Seiten im Recht zu sein. Die Mobilmachungsanordnungen werden auf öffentlichen Plätzen in den Städten und Gemeinden verlesen und über Sonderausgaben der Zeitungen der Bevölkerung mitgeteilt: Jeder Schuss ein Russ. Jeder Stoss ein Franzos - so lauteten die Parolen. Alle sind für den Krieg. Mahnende Stimmen verhallen ungehört. Keiner will zurückstehen in seinem vaterländischen Pflichtgefühl. Wer zurückbleibt, gilt als Feigling und Verräter. In dem jetzt bevorstehenden Kampfe kenne ich in meinem Volke keine Parteien mehr. Es gibt unter uns nur noch Deutsche., so Wilhelm II am 1. August 1914. Frauen und Mädchen jubeln den einrückenden Soldaten zu. Man spricht von einem kurzen Krieg. Viele Freiwillige haben sich gemeldet, in dem festen Glauben, Weihnachten zu Hause zu sein. Die jungen Menschen wollten unbedingt in den Krieg, da sie dieses wilde und männliche Abenteuer unbedingt erleben wollten. 1. Beschreibe diese Bild in eigenen Worten. 2. Nenne Gründe für die unglaubliche Kriegsbegeisterung? 3. Wie kann man generell Menschen für Kriege begeistern? Der 19-jährige Offizier Graf von der Goltz schrieb seiner Mutter auf dem Weg zur Front, kurz vor seinem Tod, folgende Zeilen: 4. Arbeite aus dem Brief des Offiziers von der Goltz und dem Filmausschnitt, wie der Lehrer die ganze Klasse für den Krieg begeistert, die Motive für die Kriegsbegeisterung heraus. „Du weisst, wie glücklich ich bin, in diesen Krieg ziehen zu können und, was noch mehr heisst, in ihm als Führer tätig zu sein. Du weisst auch, wie stolz und glücklich ich bin, eine deutsche Mutter zu haben, die mutig und freudig ihr Alles hergibt für den Entscheidungskampf des Volkes. Nichts Schöneres kann es für mich geben, als mein irdisches Glück auf dem Altar des Vaterlandes zu opfern. Das Scheiden wird mir nicht schwer sein. Wenn dieses letzte grosse Glück des Heldentodes mir zuteil werden sollte, dann kannst du überzeugt sein: Dein Sohn Hans hat ein glückliches Leben gehabt, denn nicht die Länge gibt dem Leben seinen Wert, sondern der Inhalt. (R. Hoffmann, Der deutsche Soldat. Briefe aus dem Weltkrieg, München 1937)