Arbeitsblatt: Der Stein
Material-Details
Textverständnis zur Geschichte "Der Stein" - mit Lösung
Deutsch
Textverständnis
7. Schuljahr
8 Seiten
Statistik
56639
1190
31
11.03.2010
Autor/in
Alex Vogelsanger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Deutsch Textverständnis Name: Erreicht von max. Punktzahl: 15 P. Punktedurchschnitt Klasse: Note: Datum und Unterschrift d. Eltern 1. Lies den folgenden Text aufmerksam durch. Du brauchst ihn zur -- -- Lösung der nachfolgenden Aufgaben. 5 10 15 20 25 30 Beim Sonntagsspaziergang im Wald hatte Stefan den Stein gefunden. Er war schwärzlich grau. Die Oberfläche hatte nicht den kleinsten Riss, nicht einmal winzige Löcher, wie das bei Steinen oft vorkommt. Stefan trennte sich nicht mehr von seinem Stein, seit er ihn gefunden hatte. Er trug ihn in seiner linken Faust. Die Fingerspitzen berührten über dem Stein gerade eben den Handballen. Der Stein passte in seine Hand, als wäre er darin gewachsen. Seine Kollegen fragten ständig, wenn sie seine Faust sahen: «Was schleppst du denn da mit dir herum?» Als er ihnen wieder und wieder stolz denselben Stein zeigte, schüttelten sie den Kopf und sagten: «Was hast du nur mit deinem blöden Stein? Du tust, als wärs ein Edelstein.» Für Stefan war sein Stein ein Edelstein. Er malte sich aus, wie wertvoll sein Stein sei. Irgendwann würde jemand kommen und ihn «mit Gold aufwiegen». So hatte er das einmal sagen hören. Und er stellte sich das sehr schön vor: Auf der einen Waagschale lag sein Stein, in die andere rieselte schimmernder Goldstaub, bis beide Waagschalen gleichstanden. Bevor er abends einschlief, hielt er den Stein in seinen beiden Händen. Wenn der Stein ganz warm davon war, legte er die Wange darauf und schlief so ein. Als Stefan eines Tages von einem Museumsbesuch mit seiner Schulklasse nach Hause kam, schloss er sich nach dem Essen in sein Zimmer ein. Er setzte sich auf sein Bett und betrachtete lange, lange seinen Stein, strich über die glatte Oberfläche, dachte dabei an das, was er gesehen hatte. Er sah Versteinerungen Dinge, die in Steine gepresst Millionen Jahre alt waren: grosse Schneckenhäuser, Farmblätter, Muscheln, den Zahn eines Mammuts, Tierknochen, eine ganze Eidechse. Stefan drehte und wendete seinen Stein. Bestimmt war innen, ganz innen in diesem Stein so etwas unvorstellbar Altes. Stumm, undurchdringlich und geheimnisvoll lag der Stein auf seiner Hand. Bis der Tag kam, wo es Stefan einfach nicht mehr aushielt. Er musste wissen, was seinen Stein so geheimnisvoll machte. Er nahm einen Hammer, legte den schimmernden Stein auf die Gartenmauer vor dem Haus, strich noch einmal mit der Hand sachte über die glatte Oberfläche. Dann hieb er mit dem Hammer zu. Risse wie ein Spinnennetz breiteten sich über den Stein aus. Stefan pustete den Staub weg. Nichts. Noch war nichts zu sehen. Stefan hieb fester zu. Zwei Stücke brachen heraus. Stefan pustete. Nichts. Immer noch nichts. Wütend holte er aus und hieb ein drittes Mal zu. Unter diesem Hammerschlag zersprang der Stein in viele kleine, spitze Stückchen. Mit zitternden Fingern wühlte Stefan in den Steinsplittern herum. Fieberhaft drehte und wendete er jeden winzigen Splitter. Kein Blatt. Kein Muschelstückchen. Nichts. Nur Steinsplitter . Stefan fegte sie mit der Hand von der Mauer. Deutsch – Textverständnis 2. je 1 P. die exakt in den Satz passen. a) Er malte sich aus, wie wertvoll sein Stein sei. (Zeile 9) Er b) wie wertvoll sein Stein sei. In die Waagschale rieselte schimmernder Goldstaub. (Zeile 12) In die Waagschale rieselte c) Goldstaub. Er strich noch einmal mit der Hand sachte über die glatte Oberfläche. (Zeile 24) Er strich noch einmal mit der Hand d) 4 P. Ersetze die fettgedruckten Wörter und Ausdrücke durch solche, über die glatte Oberfläche. Fieberhaft drehte er jeden winzigen Splitter. (Zeile 30) drehte er jeden winzigen Splitter. 3. 3 P. Die folgenden Wörter und Ausdrücke müssen nicht in den Satz im Text passen. Kreuze denjenigen Ausdruck an, welcher der Bedeutung des fettgedruckten Wortes am nächsten kommt. a) ständig je 1 P. oft stehend stets aufrecht b) rieseln berieseln rinnen stürzen Riese spielen c) undurchdringlich nicht dringend neblig dicht unpassierbar Deutsch – Textverständnis 4. 4 P. Beantworte die folgenden Fragen in ganzen Sätzen. je 2 P. a) Warum stellt Stefan sich vor, dass jemand seinen Stein mit Gold aufwiegen würde? b) Was hat sich an Stefans Einstellung zum Stein nach seinem Museumsbesuch geändert? Deutsch – Textverständnis 5. 1) Kreuze an, ob die Antwort richtig oder falsch ist. Geh bei der Beantwortung der Fragen von dem aus, was im Text steht. Es können mehrere Antworten richtig sein. Warum ist der Stein für Stefan so wertvoll? (Zeile 9) 4 P. je 0.25 P. richtig falsch richtig falsch richtig falsch richtig falsch a. Weil er keinen Riss hat. b. Weil ihn seine Kollegen ständig danach fragen. c. Weil sich im Innern eine Muschel befindet. d. Weil er ihn mit Goldstaub aufwiegen möchte. 2) Warum ist Stefan überzeugt, dass sich im Innersten des Steins etwas unvorstellbar Altes befinden muss? (Zeile 20-21) a. Weil der Stein in seiner Hand warm wird. b. Weil er im Museum Versteinerungen gesehen hat. c. Weil er Stimmen gehört hat, als er darauf schlief. d. Weil er daran glaubt. 3) Warum nennen Kollegen den Stein „blöd? (Zeile 8) a. Weil Stefan ihn immer mit sich herumschleppt. b. Weil sie den Stein selber haben möchten. c. Weil Stefan ihnen nichts erklärt. d. Weil der Stein so gut in Stefans Hand passt. 4) Warum zertrümmert Stefan den Stein? (Zeile 25-28) a. Weil er Gewissheit haben will. b. Weil der Stein zu gross ist. c. Weil ihn seine Neugier dazu zwingt. d. Weil der wütend ist. Deutsch – Textverständnis Deutsch Textverständnis Name: LÖSUNGEN Erreicht von max. Punktzahl: 15 P. Punktedurchschnitt Klasse: Note: Datum und Unterschrift d. Eltern 1. Lies den folgenden Text aufmerksam durch. Du brauchst ihn zur -- -- Lösung der nachfolgenden Aufgaben. 35 40 45 50 55 60 Beim Sonntagsspaziergang im Wald hatte Stefan den Stein gefunden. Er war schwärzlich grau. Die Oberfläche hatte nicht den kleinsten Riss, nicht einmal winzige Löcher, wie das bei Steinen oft vorkommt. Stefan trennte sich nicht mehr von seinem Stein, seit er ihn gefunden hatte. Er trug ihn in seiner linken Faust. Die Fingerspitzen berührten über dem Stein gerade eben den Handballen. Der Stein passte in seine Hand, als wäre er darin gewachsen. Seine Kollegen fragten ständig, wenn sie seine Faust sahen: «Was schleppst du denn da mit dir herum?» Als er ihnen wieder und wieder stolz denselben Stein zeigte, schüttelten sie den Kopf und sagten: «Was hast du nur mit deinem blöden Stein? Du tust, als wärs ein Edelstein.» Für Stefan war sein Stein ein Edelstein. Er malte sich aus, wie wertvoll sein Stein sei. Irgendwann würde jemand kommen und ihn «mit Gold aufwiegen». So hatte er das einmal sagen hören. Und er stellte sich das sehr schön vor: Auf der einen Waagschale lag sein Stein, in die andere rieselte schimmernder Goldstaub, bis beide Waagschalen gleichstanden. Bevor er abends einschlief, hielt er den Stein in seinen beiden Händen. Wenn der Stein ganz warm davon war, legte er die Wange darauf und schlief so ein. Als Stefan eines Tages von einem Museumsbesuch mit seiner Schulklasse nach Hause kam, schloss er sich nach dem Essen in sein Zimmer ein. Er setzte sich auf sein Bett und betrachtete lange, lange seinen Stein, strich über die glatte Oberfläche, dachte dabei an das, was er gesehen hatte. Er sah Versteinerungen Dinge, die in Steine gepresst Millionen Jahre alt waren: grosse Schneckenhäuser, Farmblätter, Muscheln, den Zahn eines Mammuts, Tierknochen, eine ganze Eidechse. Stefan drehte und wendete seinen Stein. Bestimmt war innen, ganz innen in diesem Stein so etwas unvorstellbar Altes. Stumm, undurchdringlich und geheimnisvoll lag der Stein auf seiner Hand. Bis der Tag kam, wo es Stefan einfach nicht mehr aushielt. Er musste wissen, was seinen Stein so geheimnisvoll machte. Er nahm einen Hammer, legte den schimmernden Stein auf die Gartenmauer vor dem Haus, strich noch einmal mit der Hand sachte über die glatte Oberfläche. Dann hieb er mit dem Hammer zu. Risse wie ein Spinnennetz breiteten sich über den Stein aus. Stefan pustete den Staub weg. Nichts. Noch war nichts zu sehen. Stefan hieb fester zu. Zwei Stücke brachen heraus. Stefan pustete. Nichts. Immer noch nichts. Wütend holte er aus und hieb ein drittes Mal zu. Unter diesem Hammerschlag zersprang der Stein in viele kleine, spitze Stückchen. Mit zitternden Fingern wühlte Stefan in den Steinsplittern herum. Fieberhaft drehte und wendete er jeden winzigen Splitter. Kein Blatt. Kein Muschelstückchen. Nichts. Nur Steinsplitter . Stefan fegte sie mit der Hand von der Mauer. Deutsch – Textverständnis 2. 4 P. Ersetze die fettgedruckten Wörter und Ausdrücke durch solche, je 1 P. die exakt in den Satz passen. a) Er malte sich aus, wie wertvoll sein Stein sei. (Zeile 9) Er stellte sich vor b) wie wertvoll sein Stein sei. In die Waagschale rieselte schimmernder Goldstaub. (Zeile 12) In die Waagschale rieselte glitzernder, glänzender, leuchtender c) Goldstaub. Er strich noch einmal mit der Hand sachte über die glatte Oberfläche. (Zeile 24) Er strich noch einmal mit der Hand sorgfältig, leicht über die glatte Oberfläche. d) Fieberhaft drehte er jeden winzigen Splitter. (Zeile 30) Nervös, aufgeregt, ungeduldig 3. drehte er jeden winzigen Splitter. 3 P. Die folgenden Wörter und Ausdrücke müssen nicht in den Satz im Text passen. Kreuze denjenigen Ausdruck an, welcher der Bedeutung des fettgedruckten Wortes am nächsten kommt. a) ständig je 1 P. oft stehend stets aufrecht b) rieseln berieseln rinnen stürzen Riese spielen c) undurchdringlich nicht dringend neblig dicht unpassierbar Deutsch – Textverständnis 4. 4 P. Beantworte die folgenden Fragen in ganzen Sätzen. je 2 P. a) Warum stellt Stefan sich vor, dass jemand seinen Stein mit Gold aufwiegen würde? Weil er es einmal so gehört hat. b) Was hat sich an Stefans Einstellung zum Stein nach seinem Museumsbesuch geändert? Weil er glaubt, dass ein Fossil im Stein sei. Deutsch – Textverständnis 5. 1) Kreuze an, ob die Antwort richtig oder falsch ist. Geh bei der Beantwortung der Fragen von dem aus, was im Text steht. Es können mehrere Antworten richtig sein. Warum ist der Stein für Stefan so wertvoll? (Zeile 9) a. Weil er keinen Riss hat. 2) richtig falsch b. Weil ihn seine Kollegen ständig danach fragen. c. Weil sich im Innern eine Muschel befindet. d. Weil er ihn mit Goldstaub aufwiegen möchte. Warum ist Stefan überzeugt, dass sich im Innersten des Steins etwas unvorstellbar Altes befinden muss? (Zeile 20-21) b. Weil er im Museum Versteinerungen gesehen hat. richtig d. Weil er daran glaubt. Warum nennen Kollegen den Stein „blöd? (Zeile 8) falsch X c. Weil er Stimmen gehört hat, als er darauf schlief. richtig falsch a. Weil Stefan ihn immer mit sich herumschleppt. b. Weil sie den Stein selber haben möchten. c. Weil Stefan ihnen nichts erklärt. X d. Weil der Stein so gut in Stefans Hand passt. 4) je 0.25 P. a. Weil der Stein in seiner Hand warm wird. 3) 4 P. Warum zertrümmert Stefan den Stein? (Zeile 25-28) a. Weil er Gewissheit haben will. richtig X b. Weil der Stein zu gross ist. c. Weil ihn seine Neugier dazu zwingt. d. Weil er wütend ist. falsch X Deutsch – Textverständnis