Arbeitsblatt: Anstand
Material-Details
Definition Anstand
Diverses / Fächerübergreifend
Anderes Thema
9. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
56990
865
3
15.03.2010
Autor/in
Rebelle (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Anstand Anstand bezeichnet die „gute Sitte im Benehmen. Zweck des Anstands ist es, dem gesellschaftlichen Umgang durch Zügelung der individuellen Willkür Formen bereit zu stellen, die als Ausdruck grundlegender Wertvorstellungen gelten sollen. Der anständige Mensch respektiert in Einstellung und Verhalten die Persönlichkeit des Anderen und achtet darauf, dass dieser nicht bloßgestellt (Scham), gedemütigt (Hochmut) oder benachteiligt (Ungerechtigkeit) wird. Persönlicher Anstand kann erlernt, jedoch nicht reglementiert werden; wohl aber können auf Prinzipien des Anstands beruhende Regeln oder Gesetze festgelegt und zur Geltung gebracht werden. Dies geschieht grundlegend in der Erklärung der Menschenrechte. Im Unterschied zur Einhaltung äußerlicher Umgangsformen oder zur formalen Erfüllung von Höflichkeitsprinzipien, ist Anstand die auf der Freiheit und Urteilskraft der sittlichen Person beruhende Wahl einer Haltung, welche auf Anerkennung und Aneignung des grundlegenden Wertes der Menschlichkeit (Gleichheit, Würde), sowie der gefühlten Verpflichtung gegen diesen in Verhalten und Handeln beruht. In der Alltagssprache meint anständig auch die sorgfältige, nach den „Regeln der Kunst verfahrende Geschicklichkeit im Umgang mit Dingen oder – im weitesten Sinne – „Gegenständen: Anständig ist hier, was „kunstgerecht, „ordentlich und „brauchbar gemacht ist. In den Komposita Anstandsdame oder „Anstands-WauWau wird der Begriff meist nur ironisch verwendet. Quelle: am 25.08.09, (leicht abgeändert und gekürzt)