Arbeitsblatt: wie lerne ich Vocabulaire
Material-Details
einige Tipps zum Vocabulaire lernen
Französisch
Wortschatz
klassenübergreifend
3 Seiten
Statistik
57430
469
4
21.03.2010
Autor/in
doris bürgi
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Wie kann ich leichter Franzwörtli lernen? Allgemeine Grundsätze • • • • • Teile die zu lernenden Vokabeln in Blöcke zu je 6 oder 7 Vokabeln auf. Lerne den ersten Vokabelblock. Lasse dir dabei für jede Vokabel mindestens eine Minute lang Zeit. Stelle dir die Vokabel möglichst intensiv vor, als Gegenstand, als Handlung, als Höreindruck. Mache anschließend eine ganze Weile lang etwas anderes, z.B. einen Aufsatz schreiben, Matheaufgaben, einen Text für Geschichte lesen. Lerne anschließend den nächsten Vokabelblock. Mache wieder Pause usw Mehr als 20 Vokabeln am Tag zu lernen ist Unsinn. Das Lernen mit dem 5-Fächer-Lernkartei-Kasten Der Lernkartei-Kasten ist eine einfache Lernmaschine. Was man lernen möchte, schreibt man auf kleine Zettel: Auf die Vorderseite das Wort auf Französisch und auf die Rückseite das Wort auf Deutsch. (Bei Vokabeln ist es aber oft wichtig, nicht nur die einzelne Vokabel aufzuschreiben, sondern einen zusammenhängenden Satz, aus dem der genaue Sinn des Wortes ersichtlich ist) Gelernt wird dann täglich so: • • • • • Den Zettel nehmen, Das Wort auf Deutsch oder Französisch lesen, die Antwort überlegen, Zettel drehen und die gedachte Antwort überprüfen, Zettel ablegen. Mit Hilfe der Lernkartei kann man sich also immer selbst abfragen (auch schriftlich) Achtung!!! Achte darauf, dass du das Wort richtig abschreibst. Bist du unsicher, dann soll dir eine andere Person (Kollege, Kollegin, Mutter, Vater, etc.) die Kärtchen überprüfen. Der Karteikasten Alle neuen Kärtchen kommen in Fach 1. Wenn man sie am nächsten Tag kontrolliert (Wort lesen, Antwort überlegen, Karte drehen und Antwort überprüfen, Karte ablegen), dann kann die gedachte Antwort richtig oder falsch gewesen sein. • • Bei richtig wandert die Karte weiter in Fach 2. Bei falsch steckt man die Karte wieder in Fach 1. Fach 2 wird erst dann bearbeitet, wenn es fast voll ist! Dann stecken schon eine ganze Menge Kärtchen drin. Wenn man sich jetzt diese Kärtchen vornimmt, geht man so vor wie bei Fach 1: • • Bei richtig kommen die Kärtchen ins nächste Fach (3). Bei falsch kommen die Kärtchen zurück in Fach 1. Jetzt fällt auch auf, dass es dir nicht viel hilft, wenn du am Anfang großzügig warst. Denn wenn du nicht genau die richtige Antwort gewusst hast, dann merkst du es spätestens jetzt: Das Kärtchen wandert zurück in Fach 1 und muss dann doch wieder gelernt werden das schadet aber auch nichts! Fach 1 wird jeden Tag wiederholt. JEDEN TAG! Also noch einmal das Prinzip: • • • • • • • Neue Kärtchen kommen in Fach 1. Fach 1 wird jeden Tag bearbeitet. War die Antwort richtig, wandert das Kärtchen in das nächste Fach. War die Antwort falsch, bleibt das Kärtchen in Fach 1. Alle anderen Fächer werden erst bearbeitet, wenn sie fast voll sind. Alle richtig beantworteten Kärtchen wandern in das nächste Fach. Alle falsch beantworteten Kärtchen wandern zurück in Fach 1. Oder ganz kurz: • • Bei richtig ins nächste Fach! bei falsch zurück in Fach 1 Damit dieses Lernverfahren so sinnvoll wie möglich angewendet werden kann, sind noch einige Hinweise nötig. Das Geheimnis der 5 Fächer Auffallend beim Lernkartei-Kasten sind die verschieden großen Fächer. Vorn in Fach 1 passen nur wenige Zettel oder Kärtchen hinein, weiter hinten werden die Fächer immer länger. Der Grund dafür hängt mit der Art und Weise zusammen, wie unser Gedächtnis funktioniert. Da jedes Fach (bis auf das erste) erst dann bearbeitet wird, wenn es voll ist, wiederholen wir den Stoff in immer länger werdenden Zeitabständen, denn da die Fächer immer länger werden, dauert es auch immer länger, bis ein Fach mit den vorher richtig beantworteten Karten gefüllt ist. Dadurch wird der Lernstoff auf den Kärtchen immer dann in unserem Kopf wieder verstärkt, wenn er zu verblassen droht, wenn man sich also nicht mehr so gut an ihn erinnert. Beim Vokabellernen Eselsbrücken bauen Auch für das Vokabellernen oder für das Behalten von Fremdwörtern sind Phantasie und Kreativität gefragt. Man spricht die fremdsprachige Vokabel einmal deutsch aus, und stellt dazu je verrückter, desto besser! eine Gedankenverbindung her. Zum Schluss verbindet man dieses Bild mit der Bedeutung der Vokabel. • Beispiele aus dem Französischen: o o ausrutschen glisser glitzern (Ich bin ausgerutscht; kein Wunder: Die Straße glitzerte vor Raureif!) Montag lundi Lunte (Als ich an diesem Montag aufstand, habe ich gleich Lunte gerochen) wissen savoir Saftladen (Das ist vielleicht ein Saftladen, weißt du!) Verspätung retard Ritter (Der Ritter kam mit Verspätung an) Vokabellernen mit allen Sinnen • • • • Nimm den Text, in dem die Vokabeln stehen. Spiele den Text als Rollenspiel durch. Mache alles, was die Personen auch tun. Sprich laut und deutlich. Stelle dir das Geschehen vor deinem geistigen Auge wie einen Film vor. Erzähle dir anschließend die Geschichte noch einmal selbst. Auf die Weise hast du fast alle Vokabeln durchs Spiel gelernt. Gehe im Zimmer herum, während du die Vokabeln lernst. Und zum Schluss noch folgender Tipp: Du nimmst A4-Blätter oder post-it-Zettel (diese kleinen gelben, die man ankleben kann), schreibst die Wörter darauf, die du dir nicht gut merken kannst, die du immer wieder falsch schreibst oder vergisst. Klebe sie nun überall dort im Haus an, wo du im Laufe des Tages vorbei kommst. Z.B. an den Spiegel, an der Türe. etc. und du wirst sehen, wie schnell du nun diese Wörter kannst!!