Arbeitsblatt: Landflucht in Brasilien
Material-Details
Erfahrungsbericht einer Bauernfamilie. Gründe für die Landflucht
Geographie
Südamerika
9. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
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2095
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22.03.2010
Autor/in
Walli (Spitzname)
Land: Deutschland
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Träume und Wirklichkeit Landflucht in Brasilien Hallo, ich heiße Emilia da Silva und lebe in einem Dorf im Nordosten Brasiliens, das 100 km von der nächsten Stadt entfernt ist. Etwa die Hälfte aller Brasilianer, die als arm gelten, leben hier. Die meisten arbeiten als Wanderarbeiter auf Zuckerrohrplantagen. Es gibt hier nicht mehr viele Wälder, denn sie wurden großflächig abgeholzt und in Plantagen umgewandelt. Da hier nicht viele Niederschläge fallen, trocknen viele Felder schnell aus. Riesige Dürregebiete sind die Folge. Und weil es immer wieder mal vorkommt, dass ein bis zwei Jahre kein Regen fällt, werden wir regelmäßig von Hungersnöten heimgesucht. In den letzten Jahren wurden wir jedoch immer wieder von anhaltenden Regenfällen überrascht. Über 300 000 Menschen wurden im letzten Jahr durch Überschwemmungen obdachlos. Viele Menschen verlassen ihre ländliche Heimat, um in den Städten Arbeit und Auskommen zu suchen. In den vergangenen 20 Jahren sind über 40 Millionen hier weggegangen. Die, die hier bleiben, kämpfen ums Überleben. Um sich selbst zu versorgen, bauen die Familien auf kleinen Parzellen unter härtesten Bedingungen die Grundnahrungsmittel Reis, Bohnen, Maniok und Mais an. Industrie ist im Nordosten Brasiliens so gut wie nicht vorhanden, denn niemand will investieren und die Infrastruktur ist schlecht: Asphaltierte Straßen sind die Ausnahme, eine geregelte Stromversorgung gibt es nur in den Städten, und die Wasserversorgung ist nicht gesichert. Ein Großteil der Bevölkerung bezieht das Trinkwasser aus offenen Wasserstellen, die auch von den Viehherden der Großgrundbesitzer genutzt werden. Oft ist dieses Wasser verseucht und verursacht Infektionen und Durchfall. Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist nicht gewährleistet. Kranke müssen oft kilometerlange Fußmärsche bis zum nächsten Arzt zurücklegen. Und oft können Behandlung oder Medikamente nicht bezahlt werden. Ähnliches gilt für die Schulbildung. Es gibt zu wenig Schulen, und auch die Unterrichtsqualität ist sehr mager. Emilia Schreibe mindestens 5 verschiedene Gründe stichwortartig in die Tabelle, weshalb jemand von dort fort will oder muss. Was erhoffen sich die Menschen von der großen Stadt? Wie sieht die Wirklichkeit aus? Welche Hoffnungen haben diese Menschen, wenn sie in die Stadt ziehen? Wie sieht die Wirklichkeit aus? Nenne diese. Gründe zum Weggehen Hoffnungen Arbeitslosigkeit Arbeitsplätze schlechte Infrastruktur Fortschritt schlechte Wasserversorgung Wasser aus dem Hahn schlechte Ausbildungsmöglichkeiten sozialer Aufstieg fehlende Medizin Schulbildung grosse Kindersterblichkeit bessere Wohnung Hunger Dürre Wirklichkeit Arbeitslosigkeit Leben in der Favela Arme am Rande der Stadt Arme am Rande der Stadt