Arbeitsblatt: Anfänge Industrialisierung
Material-Details
Ausgangsbedingungen in England
Geschichte
Neuzeit
8. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
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1061
37
24.03.2010
Autor/in
Rine (Spitzname)
Land: Deutschland
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Die Ausgangsbedingungen In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich England zum „Mutterland der Industrialisierung. Es profitierte von förderlichen Ausgangs bedingungen. Die Gunst der Geografie Die Karte zeigt einen wesentlichen Vorteil Englands: die Gunst der natürlichen Gegebenheiten. Die Insel besaß Eisenerz und große Steinkohlevorkommen. Häufig lagen diese dicht beieinander. Durch tief eingeschnittene Flussmündungen und Kanäle hatte England billige Verkehrswege. Keine Industriestadt lag weit von einem Hochseehafen entfernt. Innere Einheit Auf der Reise durch die Stadt hielten auch keine lästigen Zollschranken den Verkehr auf. England war politisch und verwaltungsmäßig geeint. Die Weltmacht Die Insellage begünstigte Englands Aufstieg zur Weltmacht. Die mächtige Seeflotte schützte Kaufleute und Siedler. Englands Wirtschaft war auf den Handel mit fernen Ländern ausgerichtet. Englische Kolonien, z.B. Indien und Nordamerika lieferten Rohstoffe, vor allem Baumwolle, Kaffee und Gewürze, und nahmen Textilien und Fertigprodukte auf. Vorsprung der Landwirtschaft Dem Adel war es gelungen, sich auf Kosten der kleinen Bauern immer mehr Grundbesitz anzueignen. Die adligen Großgrundbesitzer vergaben ihr Land an „Farmer, die bestrebt waren, ihre Betriebe erfolgreich zu führen. Die Betriebe arbeiteten so wirkungsvoll, dass weniger Arbeitskräfte als früher benötigt wurden. Die Dreifelderwirtschaft, bei der immer ein Feld unbearbeitet blieb, wurde ersetzt durch die Fruchtwechselwirtschaft (Wechsel von Getreide, Blatt und Hackfrüchten, z.B. Kartoffeln). Dadurch erhöhte sich die Nutzfläche. Auch tech nische Neuerungen, z.B. Sägemaschine und Eisenpflug, erhöhten die Erträge. Wer auf dem Land keine Arbeit mehr fand, musste sich woanders sein Auskommen suchen, z.B. in Fabriken. Weil es keine Leibeigenschaft gab, verhinderten keine rechtlichen Schranken den Fortzug der Menschen. Technische Neuerungen Seit dem 18. Jahrhundert gab es sechsmal so viele Erfindungen wie in den 17 Jahrhunderten davor. Die wohl bedeutendste ist die Dampfmaschine von James Watt. Sie machte den Menschen unabhängig von den Kräften der Natur. In einem Kessel wird unter Druck Wasser erzeugt, der eine mechanische Bewegung in Gang setzt und mittels eines Übertragungsmechanismus Ar beitsmaschinen antreibt. Diese neue Kraftmaschine war überall einsetzbar, unabhängig von menschlicher und tierischer Muskelkraft, von Wind und Wasserrädern. Sie wurde zu einem Hilfsmittel, das die Menschen in Bergwerken und Fabriken einsetzten. Der Aufstieg der Textilindustrie wurde ferner durch technische Neuerungen gefördert. Diese bezogen sich zunächst auf die Verbesserung von Handmaschinen. Einen entscheidenden Einschnitt stellte die von Richard Arkwight 1769 eingesetzte wassergetriebene Spinnmaschine. Mit ihr begann die Fabrikproduktion, die den Umfang steigerten und die Heimarbeit überflüssig machte. Neue Energieträger Mit zeitlicher Verzögerung hatten vor allem die Schwerindustrie mit Kohle, Eisen und Stahl ihren Aufschwung. Die Baumwollindustrie benötigte Maschinen und Ausrüstungen, die die Schwer industrie lieferte. Aufgrund des Energiebedarfs der Industrie und der Städte erhöhte sich die Nachfrage nach Kohle. Dies war der Beginn des Aufbaus von massenhaften Kohlebergwerken. Aufgaben: 1. Lest den Text im Sinne des reziproken Lesens. 2. Schreibt eure Ergebnisse stichpunktartig in euer Heft. 3. Erstellt nun gemeinsam ein Fischgrätendiagramm. 4. Präsentiert euer Diagramm.