Arbeitsblatt: Fabeln

Material-Details

Vergleich zweier Fabeln. Arbeitsblatt
Deutsch
Anderes Thema
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

5882
978
21
02.04.2007

Autor/in

Steger Patrick


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Fabeln AB Der Rabe und der Fuchs Gotthold Ephraim Lessing Der Rabe mit dem Käse und der Fuchs Martin Luther Ein Rabe trug ein Stück vergiftetes Fleisch, das der erzürnte Gärtner für die Katzen seines Nachbart hingeworfen hatte, in seinen Klauen fort. Und eben wollte er es auf einer alten Eiche verzehren, als sich ein Fuchs herbeischlich und ihm zurief: „Sei mir gesegnet, Vogel des Jupiters! – „Für wen siehst du mich an? fragte der Rabe. – „Für wen ich dich ansehe? erwiderte der Fuchs. „Bist du nicht der rüstige Adler, der täglich von der Rechten des Zeus auf diese Eiche herabkömmt, mich Armen zu speisen? Warum verstellst du dich? Sehe ich denn nicht in der siegreichen Klaue die erflehte Gabe, die mir dein Gott durch dich zu schicken noch fortfährt? Der Rabe erstaunte und freuete sich innig, für einen Adler gehalten zu werden. Ich muss, dachte er, den Fuchs aus diesem Irrtume nicht bringen. – Grossmütig dumm liess er ihm also seinen Raub herabfallen und flog stolz davon. Der Fuchs fing das Fleisch lachend auf und frass es mit boshafter Freude. Dolch bald verkehrte sich die Freude in ein schmerzhaftes Gefühl; das Gift fing an zu wirken, und er verreckte. Möchtet ihr euch nie etwas anders als Gift erloben, verdammte Schmeichler! Ein Rabe nahm einen Käse von einem Fenster und trug ihn auf einen hohen Baum. Als das der Fuchs sah, bekam er Lust auf den Käse und sprach schmeichelnd zu dem Raben: Raabe, wer käme dir gleich! Kein Vogel hat so schöne Federn wie du. Es könnte keinen schöneren Vogel geben, als du bist, hättest du nur eine Stimme, die deiner Schönheit gleicht. Aber deine Stimme ist zu grob. Der Rabe freute sich über das dick aufgetragene falsche Lob, wollte sich noch mehr herausstreichen und seine Stimme als schön erweisen. Er blähte sich also auf und krächzte laut. Als er aber den Schnabel auftat, entfiel ihm der Käse, und der listige Fuchs packte diesen behände und frass ihn auf. Da ergriff den Raben Reue, und er merkte jetzt, dass alle die süssen Worte des Fuchses nur aus List und Untreue gesprochen waren. Der Rabe mit dem Käse und der Fuchs Löse diese Aufgaben auf ein Ordnerblatt mit Tinte! 1. Suche drei weitere Titel für diese Fabel. Erstelle eine Rangordnung. Das heisst: der, welcher dir am treffendsten erscheint, steht zuoberst. 2. Suche drei weitere Wörter für das Wort „nehmen im ersten Satz. 3. Der Rabe wollte sich noch mehr „herausstreichen. Was heisst das? Gib drei weitere Begriffe an, die ungefähr dasselbe bedeuten. 4. Charakterisiere den Raben und den Fuchs mit je sechs möglichst treffenden Adjektiven! 5. „Da ergriff den Raben Reue, und er merkte jetzt, dass alle die süssen Worte des Fuchses nur aus List und Untreue gesprochen waren. Ersetze die fett gedruckten Begriffe durch andere, so dass der Sinn des Satzes gleich bleibt. 6. Die Fabeln haben einen tieferen Sinn. Versuche die folgenden Fragen zu beantworten: Wem möchte Martin Luther eine Lehre geben? Wie heisst diese Lehre? Formuliere sie wörtlich! Vergleiche die beiden Fabeln! 1. Setze ein, was in der Fabel von Lessing an dieser Stelle zu finden ist! Luther Rabe und Fuchs Käse Der Rabe trug es auf einen hohen Baum. Du bist der schönste Vogel. Du kannst nicht so gut singen. Der Rabe ist ziemlich dumm. Der Rabe ist eitel. Die Lehre gilt dem Raben. Lessing 2. Versuche zu formulieren, was dir an der Fabel von Luther und an jener von Lessing am besten gefällt! ms 04