Arbeitsblatt: abc der wahrnehmung

Material-Details

ABC der wahrnehmung
Biologie
Verhalten
12. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

60223
989
0
05.05.2010

Autor/in

romina Gregorini
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Wahrnehmungspsychologie Kurzübersicht WS 2004/2005 Absorption: 419 nm (kurzwellig: blau), 531 nm (mittelwellig, grün), 558 nm (langwellig, rot) Akustisches Signal: physikalische Beschreibung des Sprachsignals in einem Schallspektrogramm, das Frequenz und Intensität im zeitlichen Verlauf zeigt Anomale Trichromasie: 3 Wellenlängen werden benötigt nur in ander. Anteilen als bei einem Normalsichtigen Artikulationsart: Art und Weise, wie die Luft durch eine Öffnung gedrückt wird (frikativ, plosiv etc) Artikulationsstelle: Stelle, an der der Luftstrom bei der Erzeugung des Lautes blockiert ist (labiodental etc.) Auditive Bahn: Nucleus cochlearis -obere Olive -colliculus inferior (Mittelhirn)-CGM-primärer audit.Cortex Auditorischer Cortex: tonotop, in Säulen organisiert - obere Olive - Tonhöhenwahrnehmung Aufmerksamkeit (selektiv): inattentional blindness (Blindheit durch Unaufmerksamkeit), attentional blink (Moment der unterdrücken Aufmerksamkeit, 500ms nach Reizdarbietung), change blindness (Blindh. f. Veränd.) Astigmatismus: Hornhautverkrümmung Äusseres Ohr: Verstärkt durch Resonanz Frequenzen zwischen 2000 4000 Hz Azimutalwinkel: Schallquellenlokalisierung - horizontale Ebene auf Ohrenhöhe BÉKÉSY: (Ortstheorie der Tonhöhenwahrnehmung): Wanderwellen, die Basis der Cochlea ist steifer als Apex, hohe Frequenzen lenken an der Basis aus, tiefe Frequenzen am Apex - tonotop! Jede Haarzelle besitzt eine charakteristische Frequenz, für welche sie am empfindlichsten ist (niedrigste Schwelle) Bewegungsdetektoren erklären nicht: Bewegtes Objekt - auf Retina stationär - bewegte Wahrnehmung Stationäres Objekt - auf Retina bewegt - stationäre Wahrnehmung Bewegungsinformationen: Information über 3-D Struktur, Gleichgewicht, Fortbewegung in der Umwelt, Muster optischen Fliessens, Sehwinkelvergrösserung oder –verkleinerung Bewegungsdetektoren: Richtungsspezifische Neur. im V1, V2, und im mediotemporalen Cortex (Reichhardt) Bewegungsinduzierte Tiefenkriterien: Bewegungsparallaxe, fortschreitendes Zu- oder Aufdecken von Flächen Bidirektionale Reflektanz- und Texturfunktion: Verhältnis zwischen auftreffendem und reflektiertem Licht BIEDERMANN: Geone, Elementarmerkmale von Objekten, elementare Teilkörper Blobs: Neuronenkomplexe, die nur auf Farbe, nicht auf Reizorientierung ansprechen Bottom Up: Von einfachen optischen Merkmalen wie der Verteilung von dunklen und hellen Bereichen ausgehend, eine Wahrnehmungsleistung erbringen Broca-Areal: Ist im Lobus Frontalis, Läsionen führen zu Schwierigkeiten beim Sprechen BÜLTHOFF, Heinrich: Ansicht, aus der das Objekt am schnellsten erkennt wird: kanonische Ansicht CAJAL: Entdeckung des Synaptischen Spaltes und der AP-Übertragung Colliculus Inferior: Ein Nucleus im auditiven System auf der Bahn von der Cochlea zum auditorischen Cortex. Der Colliculus inferior erhält Signale von der oberen Olive Colliculus Superior: Eine neuronale Struktur in der Gehirnbasis, die insbesondere die Augenbewegungen kontrolliert. Ein kleiner Teil der Nervenfasern des Sehnervs ist zum Colliculus superior hin verschaltet Corpus geniculatum laterale: Nucleus im Thalamus, der Signale vom Sehnerv erhält und von dem aus Fasern zum primären visuellen Cortex ziehen, retinotop, Schicht IV Corpus geniculatum mediale: Nucleus im auditiven System auf der Bahn von der Cochlea zum auditorischen Cortex. Dieser Kern erhält Signale vom Colliculus inferior (der Vierhügelplatte) Primärer Visueller Cortex: Extrastriäre Ariale: Magno- und Parvobahn Orientierungssäulen Areal V4 (Farbensehen) Augendominanzsäulen Mediotemporales Areal (Bewegung) Hypersäulen Inferotemporales Areal (Form) 90 der Axone der Ganglienzellen der Retina führen ins CGL (danach primärer Cortex) 10 in Collicus Superior (Sekundäre Sehbahn) Februar 2005 1 Sarah Loher Wahrnehmungspsychologie Kurzübersicht WS 2004/2005 Einfache Komplexe Endinhibierte Zellen - je weiter die Neurone von der Retina entfernt sind, desto spezifischere Reize - Feuern! Cortikale Achromatopsie: Cortikale Ausfälle, meist durch Infarkte od.Tumore, Zapfen sind intakt Dezibelskala: 20 log (p/p0) (LSchalldruck in dB, pDruck der Schallwelle in N/m2, p0 Referenzdruckwert, Amplitude an der Hörschwelle) Dichromasie: Protanopie (L-Pigment fehlt; blau-grau (492 nm neutraler Punkt)-gelb) Deuteranopie (M- Pigment fehlt; blau- grau (498 nm) gelb) Tritanopie (K- Pigment fehlt; blau- grau (570 nm) rot) Emission: von Lichtquellen (Reflexion: von Oberflächen) EMMERTsches Gesetz: Die Grösse eines Nachbildes ist anhängig von der Entfernung der Fläche, von der das Nachbild gesehen wird. Je weiter entfernt diese Fläche ist, desto grösser erscheint das Nachbild Erhebungswinkel: Schallquellenlokalisierung - vertikaler Abstand von den Ohren aus Farbton (rot, gelb, grün, blau) Farbwahrnehmung von 2 Millionen Farbtönen FECHNERsches Gesetz - Entdecker der Schwellenmesung! psychische Empfindung von Reizen absolute Schwelle Feedbackschlaufen: Neuronen im V1, deren Feuerungsrate durch Reize in der Umgebung des rezeptiven Feldes moduliert wird. Die Modulation hängt mit Salienz (Auffälligkeit) zusammen und ist das Resultat einer weiteren Verarbeitung im striären oder in extrastriären Arialen. Fehlsichtigkeiten Presbyopie (Altersweitsichtigkeit - Muskel lässt nach) Hyperopie (Weitsichtigkeit, Augapfel zu kurz) Myopie (Kurzsichtigkeit, Augapfel zu lang) Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) Fixation: Durchschnittliche Dauer ca. 200ms (50-1000 ms), Informationsaufnahme, Tremor, Mikrosakkaden und Driftbewegungen (gegen Ausbleichung der Rezeptoren, ohne Mikrosakkaden: Ausbleichung nach ca.3s) Folgebewegungen: Wenn die Augen einem bewegten Objekt kontinuierlich folgen, wird es immer am gleichen Ort auf der Fovea repräsentiert Fourieranalyse: Zerlegung eines Tones in Grundfrequenz und Oberschwingungen (Geräusche haben ein kontinuierliches Fourierspektrum!) Formanten: Waagrechte Frequenzbänder in Schallspektrogramm - Vokale Formanttransient: Die rasche Änderung in der Frequenz am Anfang eines Formanten 3D-Frequenzspektren: Eine Serie von Frequezspektren kleiner Zeitausschnitte Full Primal Sketch: lokale Elemente gruppiert nach Gestaltgesetzen GALVANI: Entdeckung, dass Nerven elektrische Potentiale leiten (18.(!) Jhd.) Gegenfarbtheorie: HERING, drei Mechanismen im V1 und CGL, die entgegengesetzt auf Licht unterschiedlicher Intensität oder Wellenlängen reagieren (On- oder Off-Zentrumszellen oder doppelte Gegenfarbenzellen (Kontrastverstärkung)) Gestaltgesetze: - Gruppierung der kleinen Teile zu einem grösseren Ganzen Gesetz der guten Gestalt Gesetz der Ähnlichkeit Februar 2005 2 Sarah Loher Wahrnehmungspsychologie Kurzübersicht WS 2004/2005 Gesetz der fortgesetzt durchgehenden Linie Gesetz der Nähe Gesetz des gemeinsamen Schicksals (z.B. Synchronizität) Gesetz der Vertrautheit GIBSON, J.J: Ökologischer Ansatz; die Umgebung beeinflusst die Wahrnehmung. Invariante Information in der Umwelt: Texturgradient, Fliessgradient, Prinzip des Horizontverhältnisses; bedeutender Erforscher des Zushangs zwischen Sehen und Motorik, Invarianzen!! GOLGI: Methode zur Färbung und Darstellung von einzelnen Neuronen (Ende 19.Jhd.) GRAY&SINGER: Bindung durch Synchronizität ( Ann Treisman:Bindung durch Aufmerksamkeit) Helligkeit: Intensität HELMHOLTZ: Wahrscheinlichkeitsprinzip der Wahrnehmung - Wahrnehmung desjenigen Objektes, das mit grösster Wahrscheinlichkeit Ursache unserer Empfindung ist Hörfläche: Wahrnehmbare Frequenzen zwischen unterer und Schmerzschwelle (20 – 2000 Hz) HUBEL&WIESEL: Verschiedene Versuche mit Katzen, entdeckten 3 Haupttypen von Neuronenarten auf Grund von Reaktonsart: Einfache Zellen: optimale Reaktion auf Lichtbalken einer bestimmten Orientierung Komplexe Zellen: bestimmt orientierter Lichtbalken, der sich in best. Richtung bewegt Endinhibierte Zellen: bestimmte Länge und Bewegung oder bewegte Ecken/Winkel Induzierte Bewegung: Scheinbewegung eines Objekts, die durch die Bewegung eines benachbarten Objekts ausgelöst wird (2 Züge nebeneinander, Mond fährt durch die Wolken, usw) Inferotemporales Areal: Formanalyse! Primäre Zellen antworten am stärksten auf eher einfache Formen Elaborierte Zellen antworten vor allem auf komplexe Reize, wie z.B. spezifische Formen oder Formen kombiniert mit Farbe oder Textur Innenohr: Cochlea: Mit Flüssigkeit gefüllt, unterteilt in Scala vestibuli, Scala media und Scala tympani, die cochleare Trennwand enthält das Cortische Organ (Umänderung in neurologische Impulse) Cortisches Organ (in cochlearer Trennwand): Basilarmembran, Tektorialmembran, innere und äussere Haarzellen (Rezeptoren) und Stereozilien (Sinneshärchen) Interaurale Pegeldifferenz: Unterschied im Schalldruckpegel an den beiden Ohren in Abhängigkeit von der räumlichen Richtung der abstrahlenden Schallquelle (1500 Hz) -Duplextheorie (mit IZD) Interaurale Zeitdifferenz: Schall aus Schallquellen, die nicht genau vor oder hinter dem Hörer positioniert sind, erreicht die beiden Ohren nicht genau zum selben Zeitpunkt (nur Duplextheorie (mit IPD) JULESZ, Bela: Elementarmerkmale: Textone; Experimente: Textursegmentierung (Textur Struktur, die regelmässig wiederholt wird) Kategoriale Wahrnehmung:(Nachgewiesen durch ein Experiment mit Variatoion der Vokaleinsatzzeit) ist spezifisch für Sprach- und Musikwahrnehmung und für Geräusche Klangfarbe: Abhängig von den Amplituden der harmonischen Oberschwingungen, Abhängig von Ein- und Ausschwingzeit KNUDSEN &KONISHI: Neurone zur Lokalisation von Schallquellen existieren im Cortex der Schleiereule Kontrastsensitivität: 1/Kontrastschwelle Kontrastübertragungsfunktion: Kontrast, der nötig ist, um Muster mit unterschiedlichen Ortsfrequ. zu sehen Kompensatorische Augenbewegungen: Kompensation von Kopfbewegungen Konvergenz- und Divergenzbewegungen: (Ein- und Auswärtsdrehungen der Augen), dienen zur Fixation von Objekten in unterschiedlicher Distanz Februar 2005 3 Sarah Loher Wahrnehmungspsychologie Kurzübersicht WS 2004/2005 Konvergenz der Sinneszellen: ermöglicht hohe Sensitivität! Sehsystem: Stäbchen- hohe Empfindlichkeit im Dunkeln, Hörsystem: äussere Haarzellen - Entdecken von Schall geringer Intensität 125 Mio visuelle Rezeptoren auf 1 Mio Ganglienzellen KORTE: Scheinbewegungswahrnehmung ist abhängig von Distanz zwischen den zwei Punkten Korrespondenzproblem bei Scheinbewegungen: Lösung! Regel der Trägheit Regel des Verdeckens und Aufdeckens Regel der Starrheit von Körpern LAND&LEE: Autolenker betrachten beim Kurvenfahren Tangentialpunkt Lautstärke: Nimmt zu mit Schalldruckpegel! Masseinheit Sone (1Swahrgenommene Lautheit eines 1000Hz-Tones mit 40dB, kLp0.6) Masseinheit: Phon (gleich dem Schalldruckpegel eines 1000Hz-Tones, der eine gleich laute Wahrnehmung erzeugt wie der zu messende Schall) Abhängig von Frequenz Bestehend auf subjektiven Urteilen Laterale Inhibition: Zentrum- Umfeld- Antagonismus, Simultankontrast (Mach- Bänder, Herrmanngitter) Lateralisation der Hörerlebnisse: Darbietung über Kopfhörer - Lokalisation der Quelle innerhalb d. Kopfes Lineare optische Trajektorie: Baseballspiel, Erklärung, wieso man den Ball immer erwischt Lokalisation der Schallquelle: Interaurale Zeitdifferenz, interaurale Pegeldifferenz (Duplextheorie) Magnetoenzephalogramm: (MEG) Aufzeichnung der Änderungen der Magnetfelder, die durch Reaktionen der Neuronen erzeugt werden, Erfassung schneller Aktivitätsänderungen Magno- Bahn: Bewegung - parietale (dorsale) Bahn -1. 2. Schicht CGL (Wo? Wie? Objektlokalisierung, Motor. Kontrolle, Bewegungsanalyse) - MT (V1 - V2 - MT) Maskierung (EGAN HAKE): Das Vorhandenseins eines Schallsignals, das die Fähigkeit einer Person herabsetzt, ein anderes Schallsignal zu hören. MARR, David: Theorie der Wahrnehmung von Objekten, Algorithmischer Ansatz, (Raw primal sketch bis 3-D!) McGurk-Effekt: Beeinflussung der auditiven Wahrnehmung durch visuelle Reize (visuelle Dominanz?) Mittelohr: Hohlraum zwischen Trommelfell und ovalem Fenster Enthält die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel (Zur Verstärkung der Schwinugngen im Faktor 22 (Verringerung der Fläche 17:1, Hebelwirkung)) Modularitätshypothese: Das Gehirn ist aus einer Reihe von Teilsystemen aufgebaut, die unabhängig arbeiten -Basis der psychischen Leistungen (Bsp. Erkennung von Gesichtern) Mondtäuschung: Der Mond wird am Horizont grösser wahrgenommen als am Zenit (Himmel wird nicht als „Halbkugel, sondern als „Flachhalbkugel wahrgenommen - Entf.zum Horizont weiter als Zenitwärts) Monochromasie: nur 1 Wellenlänge, alle gesehenen Farben herstellen, farbenblind, meist keine Zapfen Monokulare Tiefenkriterien: Verdecken von Objekten, relative Grösse im Blickfeld, relative Höhe im Blickfeld, atmosphärische Perspektive, gewohnte Grösse von Objekten, lineare Perspektive, Texturgradient Motorik: Ausführend und vollziehend Kommunikative Motorik Motorische Bewegungen, mit denen wir in der Umwelt etwas bewirken Nonverbale Informationen, Mimik und Gestik Explorative Motorik Februar 2005 4 Sarah Loher Wahrnehmungspsychologie Kurzübersicht WS 2004/2005 Flexibilisierung, Differenzierung und Unterstützung der Infoaufnahme (Handlungen) Müller-Lyersche Täuschung: - scheinbar grösser als Fehlleistung der Grössenkonstanz NEWTON (1704): Aufteilung des weissen Lichts durch Prisma in Spektralfarben Nachhallzeit: Zeitspanne, nach der die Schallenergie auf 1/1000 des ursprünglichen Schalldrucks gefallen ist Neurone im parietalen Cortex: visuell dominante Neuronen, motorisch dominante Neurone, visuell- motorische Neurone, Spiegel-Neurone (Nachahmung und Verstehen von Handlungen anderer Personen ermöglichen) Netzhautbild: (Helligkeitsverteilung) - Raw Primal Sketch (Konturen (NS), Flecken, Streifen) - Full Primal Sketch (lokale Elemente, gruppiert nach Gestaltgesetzen) - 2 D-Sketch (orientierte Oberflächen) -3DRepräsentation Bottom-up-Ansatz!!! Ökologischer Ansatz (GIBSON): Untersuchung der Wahrnehmung in natürlicher Umgebung unter Einschluss von Kopf- und Körperbewegungen. Abhängig von der umgebenden optischen Anordnung - GAVER Okulomotorische Tiefenkriterien: Konvergenz, Stellung der Augen nach Innen bei näher kommendem Objekt Akkomodation Parvo- Bahn: Farbe, Form, räumliche Tiefe - temporale (ventrale) Bahn (Was? Objekterkennung) - IT (V1 - V4 - IT) Pigmente: lichtempfindl. chem. Substanz. Unterschied im Gipfel verursacht durch Aminosäurenkombinationen Phonation: Erzeugung des Luftstromes aus den Lungen und die Schwingungen der Stimmlippen Phoneme: kleinste Lautliche Segmente, die die Bedeutung eines Wortes verändern, selbst aber keine Bedeutung tragen Phonetische Merkmale: Erzeugung der Phänomene durch den Stimmtrakt. Von der Lunge läuft der Luftstrom durch den Stimmtrakt und erzeugt durch die Stellung seiner Teile die Phoneme Ponzo-Täuschung (Bahngleistäuschung): Zwei gleich grosse Rechtecke werden, auf konvergierende Linien gelegt, als unterschiedlich lang empfunden (Fehlleistung der Grössenkonstanz) Präzedenzeffekt: Bei mehreren gleichzeitigen Schallquellen: Wahrnehmung derjenigen, deren Schallwellen als erste bei den Ohren eintreffen (Gesetz der ersten Wellenfront) Prosopagnosie: Gesichterkennung von Bekannten nicht mehr möglich - Schädigung im IT Purkinjeshift: Übergang von der spektralen Empfindlichkeit der Zapfen zur spektralen Empfindlichkeit der Stäbchen (empfindlicher für kurzwellige Strahlen)- während Dunkelad. erscheinen blaue Blumen heller als rote! Querdisparation: (leicht verschiedene Bilder auf re und li Retina), Zufallsstereogramm (JULESZ), Neuronale Verarbeitung, Autostereogramm Raw Primal Sketch: Konturen, Nullstellen (Gleiche Anteile Hemmung/Erregung) Reafferenzprinzip: (von HOLSTR und MITTELSTAEDT); Scheinbewegung mit Einberechnung der Augenbewegungen Refraktärphase: Ca. 1/1000 s, die ein Bereich einer Nervenfaser braucht, um sich von der Weiterleitung eines Nervenimpulses zu erholen. In dieser Zeitdauer kann kein neuer Impuls in der Faser entstehen REICHHARDT: Modell eines lokalen Bewegungsdetektors Retina Densiometrie: Messung der Konzentration der Stäbchen- und Zapfenpigmente Reizintensität: Wird durch die Frequenz der Nervenimpulse kodiert Richtungsspezifische Neurone (komplex und endinhibiert): im V1, V2 und MT Salienz: Auffälligkeit Sakkaden: Schnelle, ruckartige, konjugierte Bewegungen von Fixation zu Fixation. Max.Grösse: ca 20 Grad Sakkadische Suppression: Die Wahrnehmung ist während einer Sakkade stark verringert, Verknüpfung vorund nachsakkadischer Informtion geschieht durch das transsakkadische visuelle Gedächtnis Sättigung Anteil von Weiss in der Farbe Februar 2005 5 Sarah Loher Wahrnehmungspsychologie Kurzübersicht WS 2004/2005 Schalldruckpegel: Logarithmisches Mass der Lautstärke, das dadurch definiert ist, dass der Refernzdruck für die Berechnung der Dezibel eines Tones bei 2·10-5N/m2, nahe der Schwelle, festgesetzt ist Schallspektrogramm: Diagramm, das Änderungen in der Zeit, in den Frequenzen und Intensitäten eines komplexen Schallsignals darstellt Scheinbewegung: EXNER (1875, Filmerfinder), Untersucht durch Gestaltpsychologen (Wertheimer) untere absolute Schwelle: 1/6 bis 1/3 Grad Sehwinkel/Sekunde, bei nicht homogenem Hintergrund sinkt die Schwelle Schallcodierung: Ortscodierung (BÉKÉSY, unterschiedliche Frequenzen führen zu unterschiedlichen Schwingungen der Basilarmembran)oder Zeitcodierung (RUTHERFORD: Frequenz des Schallsignals gleich Frequenz der Entladungen, falsch! WEVER: Salvenprinzip, Codierung durch zeitlich abgestimmtes Neuronenensemble) Schallwellen: Luftdruckschwankungen, 340 m/s (Wasser:1500 m/s) einfache SchallwellenSinusschwingungen Amplitude: Grösse der Druckschwankung (SchalldruckpegelgrösseLautstärke) Frequenz: Anzahl Perioden pro Sekunde (Tonhöhe in Hertz) Phase: zeitliche Verschiebung von zwei Sinusschwingungen Schwellenbestimmung: Konstanzmethode (zufäll. Widergabe, zuf.Reihenfolge,50% erkannt: Schwelle, genau!!) Herstellungsmethode (langs. Veränderung des R., variierend auf- und absteig. absolute Schwelle) Grenzmethode(auf- und absteigende Reihenfolge von Reizen) Segmentierung: Um die zeitlichen und räumlichen sukzessiven Infos richtig aufeinander zu beziehen (Korrespondenz) – Bewegungssignale werden lokal analysiert - integriert Sehwinkel: ungefähres Mass für das Netzhautbild Sensorische Codierung der Farbwahrnehmung: Einzelneuronencodierung (z.B. Grossmutter1 Neuron - riesige Neuronenanzahl, unglaubwürdig) Neuronenensemblecodierung (Netzwerk von wenigen Neuronen kann durch unterschiedliche Muster viele Objekte repräsentieren. 3 Zapfenpigmente, Codierung durch Aktivitätsmuster) Simultankontrast: Umfeld hat modulierende Wirkung auf Farbwahrnehmung Sonorität: Schwingung der Stimmbänder- stimmhafter Laut, keine Schwingung - stimmloser Laut Spikes: Nervenimpulse STEVENS: Methode der direkten Grössenschätzung Potenzgesetz W KSn (W wahrgenommene Stärke, S Sinnesstärke) TARR/EDELMAN: IT: Grössen- und Ortsinvariant aber selektiv auf Merkmalskomplexe reagierende Neuronen - future based multiple view approach (erklärt kanonische Ansichten) Tiefenwahrnehmung: Okulomotorische Informationen - bis 3m Konvergenz und Akkomodation Monokulare Informationen Verdecken von Objekten Relative Höhe im Gesichtsfeld Relative Grösse im Gesichtsfeld Atmosphärische Perspektive (weiter weg - verschwommen) Gewohnte Grösse von Objekten Lineare Perspektive Texturgradient Bewegungsinduzierte Informationen - bis 65m dominant, bis 450m möglich Februar 2005 6 Sarah Loher Wahrnehmungspsychologie Kurzübersicht WS 2004/2005 Bewegungsparallaxe Fortschreitendes Zu- und Aufdecken Optical flow (?) Querdisparation (stereoskopisches Sehen) Korrespondierende Netzhautpunkte liegen auf Horopter (Kreis durch Fixpkt und opt. Mittelpunkt des Auges). Je weiter das Objekt vom Horopter entfernt ist, desto grösser der Querdisparationswinkel Tonhöhenwahrnehmung: Methode der Fraktionierung (STEVENS und VOLKMAN), Mel-Skala: 1000 Mel1000Hz-Ton von 40 dB Top Down: Dieser Mechanismus funktioniert über bereits verfügbare Informationen, die mitbenutzt wird, um zu einem Resultat zu kommen TREISMAN, Ann: Elementarmerkmale: Linienbogen, Linienorientierung, Farbe, Bewegung, Kontrast, Helligkeit - unabhängige Verarbeitung, zusammengesetzt durch Aufmerksamkeit! Vergrösserungsfaktor: Repräsentation der Fovea im Cortex grösser als in Peripherie WEBERsches Gesetz Unterschiedsschwelle S/S Konstant ungültig an oberer und unterer Schwelle Wernicke-Areal: Ist im Temporallappen, Läsionen führen zu Schwierigkeiten im Sprachverständnis WERTHEIMER: Papi der Gestaltpsychologie (Das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile): wissenschaftliche Untersuchung der Scheinbewegung 30 ms zwischen zwei Lichtpunkten: gleichzeitige Wahrnehmung (keine Bewegung) 30 – 60 ms: Teilbewegung 60 – 200 ms: gute Bewegung 200 ms: keine Bewegung WEVER: Salvenprinzip (Tonhöhenwahrnehmung), Codierung durch zeitlich abgestimmtes Neuronenensemble YOUNG, HELMHOLTZ: Dreifarbentheorie: Jede Farbe kann durch additive Farbmischung von 3 (mind. 2) Leuchtfeldern hergestellt werden Zeitcodierung (Tonhöhenwahrnehmung): Frequenz des Tones wird durch die zeitliche Abstimmung (Frequenz) der Nervenimpulse signalisiert falsch (Max.Entladungsrate 500 Impulse/s) Zufallskinematogramme: Gleiche Vorgehensweise wie Zufallsstereogramm, die beiden Teilbilder werden aber kurz hintereinander dargeboten. - Wahrnehmung von Bewegung! Ähnlichkeit funktioniert nicht (- Regel der Trägheit, Regel des Verdeckens und Aufdeckens, Regel der Starrheit von Körpern) Zufallsstereogramm: Wird aus zwei identischen zufälligen Punktmustern erzeugt, indem man z.B. einen quadratischen Bereich in der Mitte des einen Musters etwas seitlich versetzt. In der stereoskopen Darbietung ergibt sich durch die Querdisparation die Wahrnehmung räumlicher Tiefe Februar 2005 7 Sarah Loher