Arbeitsblatt: Sprachl. Diskriminierung

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Untersuche den Text auf sprachliche Diskriminierung und suche werfreie Ausdrücke.
Deutsch
Anderes Thema
8. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

6054
808
8
10.04.2007

Autor/in

Gaby Kündig


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Arbeitsweg Er sitzt da, die Flasche in der rechten Hand, unrasiert, und blinzelt in den hellen Morgen. Erstaunlich, denn auf meinem Weg zur Arbeit sehe ich ihn nicht häufig. Meistens liegt er um diese Zeit noch im Schlaf, auf dem Weg aus seinem täglichen Rausch zurück in die Wirklichkeit. Ein Alki. Darum bin ich wirklich erstaunt, ihn heute so früh schon zu sehen; wahrscheinlich hat der Stoff von gestern nicht gereicht In Gedanken noch bei ihm, setze ich meinen Weg fort, werde plötzlich angerempelt, blicke erschrocken auf und nehme einen Neger wahr. Er ist ganz versunken in die Klänge seiner Musik, wippt im Takt und hat mich deswegen wohl nicht beachtet. Eigentlich sollte ich es ihm gleich tun, mich flüchten aus dieser Umgebung, um nicht all das Unerfreuliche sehen zu müssen. Mal abgesehen von jener hübschen Blondine, die gerade die Strasse überquert und es ziemlich eilig zu haben scheint. Möglicherweise hat sie verschlafen, war wohl zu lange bei einem reichen Liebhaber, der sie aushält. Sonst Leere, Schmutz, zerfallene Häuser, Trostlosigkeit um mich. Direkt vor mir liegt der gekieste Platz, auf dem seit einigen Wochen ein ganzer Pulk luxuriöser Wohnwagen steht. Zigeuner leben darin. Wovon sie ihren Lebensunterhalt bestreiten, kann ich nicht sagen. Vielleicht Körbe flechten, Scheren schleifen, wahrsagen – aber bestimmt stehlen sie auch. Wie könnten sie sich sonst so starke Autos und die sehr gut ausgestatteten Wohnwagen leisten Und einige der Frauen arbeiten als Huren, das weiss ich von einem Arbeitskollegen. Dabei findet sich in dieser heruntergekommenen Gegend schon genug Gesindel! In den Eingängen übernachten Penner, schlafen unter alten Zeitungen, Pappkartons oder schäbigen Decken. Auf den Strassen treiben sich Gestalten herum, die zu faul zum Arbeiten sind, und immer wieder trifft man auf Gruppen von Südosteuropäern. alle gewaltbereit und wahrscheinlich kriminell. Eine Familie aber, die hier leben muss, die tut mir leid. Was kann die arme Frau dafür, dass ihr Mann vor zwei Jahren Opfer eines Unfalls wurde und seither als Krüppel ein Leben im Rollstuhl fristen muss Diese Familie müsste man wirklich unterstützen, aber eben Alltäglich gehe ich meinen Weg zur Arbeit durch eine Gegend, in die ich nicht gehöre, die nicht meine Welt ist. Warum ich überhaupt hier lebe Das ist so eine Geschichte – denn ich könnte mir eine Wohnung in einem feineren Stadtteil leisten. Aber, so sagte man mir, mit meinen langen Haaren, meiner auffälligen Kleidung und meiner unkonventionellen Art würde ich nicht dorthin passen. Man hat mir keine Wohnung vermieten wollen. Dieser Text ist voll von Wörtern, Ausdrücken, Sätzen, die Menschen oder Menschengruppen diskriminieren. Unterstreiche die entsprechenden Textstellen und schreibe den Text neu in dein Deutschheft, indem du auf diskriminierenden Sprachgebrauch verzichtest.