Arbeitsblatt: maestro ist nicht gleich maestro

Material-Details

maestrokarten
Deutsch
Gespräche
12. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

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1081
2
25.10.2010

Autor/in

romina Gregorini
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Maestro ist nicht gle Banken verrechnen ihren Kunden sehr unterschiedliche Gebühren für den Einsatz der DOMINIQUE SCHÜTZ Maestro-Karte. Das zeigt ein Vergleich von «Soft-Runner», «Knock-in-Option» Co.: Alles klar? Kauderwelsch für Bankkunden Banken hauen ihren Kunden oft Fachbegriffe und Fantasienamen um die Ohren. Beispiel: Migrosbank. unden der Migrosbank erhielten kürzlich ein Schreiben. Unter dem Titel «5 Julius Baer ICE Units auf Nestlé SA mit Knock-in» bot die Bank ein «strukturiertes Produkt» an – quasi als Nachfolger zum «Soft-Runner», der kurz vor der Rückzahlung stehe. Genauere Infos lieferte das beigelegte «indikative TermSheet»: zum Beispiel zur «Knock-in-Option» und zum «Pay-off-Diagramm». Alles klar? Kaum. «Schon Begriffe wie ‹strukturiertes Produkt›, ‹Derivat› oder ‹Ausübungspreis› setzen beim Anleger ein Verständnis für finanztechnische Zusammenhänge voraus. Die wenigsten Privatanleger können solche Begriffe ohne Weiteres richtig einordnen», sagt Anlageexperte Rolf Biland vom VZ Vermögenszentrum Zürich. «Und eigentlich», sagt Biland, «müssten sich Anleger hinsetzen und das Produkt 16 durchrechnen». Nur: Was sollen Anleger überhaupt rechnen, wenn sie nichts verstehen? «Unsere Kunden erhalten keine solchen Unterlagen, ohne dass vorher eine entsprechende Beratung – meist via Telefon – stattgefunden hätte», behauptet Migrosbank-Sprecher Stephan Züger gegenüber K-Geld. Deshalb seien sie, wenn sie solche Briefe erhielten, bereits über das Wichtigste informiert. K-Geld ist allerdings ein Fall bekannt, in dem der Brief aus heiterem Himmel kam. «Der Kunde oder die Kundin muss die Unterlagen versehentlich erhalten haben», sagt Züger. «Dafür entschuldigen wir uns.» Rolf Biland vom VZ hat aber auch Fragen zur Anlage an sich. Die Migrosbank bietet einen «beschränkten Kapitalschutz». Dieser gilt, solange der Kurs nicht um mehr als 12,7 Prozent sinkt. «Was ist ein solcher Kapitalschutz wert?», fragt Biland. Und antwortet selber: «Das ist wie ein Fallschirm, der sich nur öffnet, wenn man weniger als 100 Meter tief fällt.» Marco Diener K-Geld. Für vermögende Kunden ist die UBS die beste Wahl. er sorglose Umgang mit der MaestroKarte oder der Postcard kann ins Geld gehen. Denn viele Banken verlangen von ihren Kunden happige Gebühren (siehe Tabelle). K-Geld hat die Kosten für zwei Kunden verglichen: Musterkunde braucht seine Karte selten. Er kommt – abgesehen von der Postcard – bei der Berner und der Zürcher Kantonalbank sowie der UBS mit Kosten von 44 Franken am günstigsten weg. Fast 20 Franken mehr zahlt er bei der Credit Suisse. Musterkunde braucht seine Karte wesentlich häufiger, und er hat auch mehr Geld auf seinem Privatund seinem Sparkonto. Credit Suisse und UBS erlassen ihren gutbetuchten Kunden die Gebühren teilweise. Die UBS ist hier am günstigsten. Die Postcard ist für beide Kunden sehr günstig. Aber im Ausland ist damit nur der Bargeldbezug möglich. Bank Coop: Bezug im Inland gebührenfrei Wer Gebühren sparen will, tut also gut daran, die richtige Bank zu wählen. So verlangt etwa die Bank Coop für den Einsatz der Maestro-Karte im Inland gar keine Gebühren. Andere Banken sowie die Post Gleiche Karte, andere Preise: Klei nk Maestro- oder Postcard: Kleinkunden fahren mit Post fi Musterkunde hat ein Privatkonto mit einem durchschnittlichen Saldo von 2000 Franken (Mindestsaldo Fr. 500.–) un Musterkunde hat ein Privatkonto mit einem durchschnittlichen Saldo von 5000 Franken (Mindestsaldo Fr. 500.–) so 30 000 Franken. Bank Bank Coop Karte Maestro B 30.– 30.– Jahresgebühr Inland CHF-Bezüge am Automaten der eigenen Bank 1 CHF-Bezüge am Automaten einer Drittbank 2 EUR-Bezüge am Automaten der eigenen Bank 3 Einkauf 4 – – – – – – – – Ausland (EUR-Gebiet) EUR-Bezüge am Automaten (je CHF 500.–) 5 Einkauf (je CHF 100.–) 6 15.– 3.– Total Gebühren 48.– Musterkunde A: 36 Bezüge, Musterkunde B: 96 Bezüge Gebühren in Euro wurden zum Kurs von Fr. 1.55 umgerechnet 1 2 Basler Kantonalbank Maestro B 20.– 20.– Berner Kantonalbank Maestro B 20.– 20.– – 6.– – – – 48.– – – – 6.– – – – 48.– – – 30.– 9.– 16.30 3.10 32.55 9.30 15.– 3.– 30.– 9.– 69.– 45.40 109.85 44.– 107.– A: 3 Bezüge, B: 24 Bezüge 3 A: 3 Bezüge, B: 3 K-Geld 5/2005 leich Maestro kassieren bei jedem Bezug an einem Fremdautomaten 2 Franken. Aber aufgepasst: Die Berner Kantonalbank beispielsweise behandelt rund 3700 der insgesamt 5500 Geldautomaten in der Schweiz wie eigene Automaten und verlangt keine Gebühren. Dies betrifft die Automaten der anderen Kantonalbanken, aber auch jene von Raiffeisenbanken und Regionalbanken. Die Post und die UBS hingegen gewähren Gratisbezüge nur an den eigenen Automaten. Bei der Post sind es deren 710, bei der UBS 960. Kantonalbanken: Gratisbezug an 1300 Automaten DOMINIQUE SCHÜTZ Folgende Tipps helfen Gebühren sparen: Allgemein: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank, bei welchen Geldautomaten der Bargeldbezug kostenlos ist. ei nkunden zahlen bei der CS über 100 mehr als bei Postfinance finance am besten, vermögendere Kunden mit der UBS –) und braucht seine Kreditkarte selten. –) sowie ein Sparkonto mit einem durchschnittlichen Saldo von 25 000 Franken. Der Gesamtsaldo beträgt demnach Credit Suisse Maestro B – 40.– 40.– – – 1.50 – – – – – – Migrosbank Postfinance Maestro B 20.– 20.– Postcard B 12.– – UBS Raiffeisenbank Bern Maestro Maestro B B 20.– 20.– 30.– 30.– – –.60 – 4.80 – 4.80 – 24.– – 6.– – – – 48.– – – – – 9.– – – – 9.– – – 6.– – – – – 18.– 3.– 36.– 9.– 16.90 2.40 33.90 7.20 12.– 24.– Nicht möglich 13.50 3.– 27.– 9.– 15.– 3.– – 62.50 85.– 44.70 89.90 30.– 55.50 75.– 44.– 3 Bezüge 4 A: 24 Einkäufe, B: 120 Einkäufe K-Geld 5/2005 72.– 5 A: 3 Bezüge, B: 6 Bezüge 6 Zürcher Kantonalbank Maestro B 20.– 20.– – – – – – 6.– – – – 48.– – – 30.– 9.– 15.– 3.– 30.– 9.– 59.– 44.– 107.– A: 2 Einkäufe, B: 6 Einkäufe Maestro- oder Kreditkarte? Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick Welche Karte ist die günstigere? So einfach lässt sich diese Frage nicht beantworten. Klar ist, dass der Bargeldbezug mit der Maestro-Karte billiger ist – in der Schweiz ebenso wie im Ausland. Gewisse Vorteile bietet die Kreditkarte hingegen beim Bezahlen im Ausland. So wird sie von mehr Geschäften akzeptiert. Zu- Bank Coop: Die MaestroKarte der Bank ist sehr attraktiv. Der Bargeldbezug ist damit an allen Geldautomaten in der Schweiz gratis. Nur die Jahresgebühr ist mit 30 Franken etwas hoch. Zürcher und Basler Kantonalbank: Vermeiden Sie den Bargeldbezug an fremden Automaten. Er kostet 2 Franken. Gratis ist der Bezug allerdings nicht nur an den Automaten der Basler bzw. Zürcher Kantonalbank, sondern auch an jenen aller anderen Kantonalbanken. Insgesamt sind das rund 1300. UBS: Unter 10 000 Franken auf dem Konto wirds teuer Berner Kantonalbank: Kunden der Berner Kantonalbank haben, wie oben erwähnt, 3700 Automaten für den kostenlosen Bezug zur Verfügung. Credit Suisse: Wer seine Karte selten braucht, kommt bei der Grossbank schlecht dem lassen sich mit der eigenen Bank höhere Limiten vereinbaren als jene der Maestro-Karte. Und: Kreditkartenbesitzer können Autos mieten, ohne eine Bar-Kaution zu hinterlegen. Zudem werden Kreditkarten im Ausland innert 48 Stunden ersetzt. Bei der Maestro-Karte ist ein Ersatz im Ausland nicht möglich. weg. Allein die Jahresgebühr beträgt 40 Franken. Migrosbank: Nutzen Sie die Maestro-Karte nicht für den täglichen Einkauf. Die Migrosbank verrechnet dafür jedes Mal 20 Rappen. Das summiert sich. Post: Meiden Sie Bancomaten. Denn die Post verlangt für jeden Bezug 2 Franken. Nutzen Sie stattdessen die 710 Postomaten, die 2400 Poststellen sowie die Kundendienste der MigrosFilialen. Dort gibts das Geld gratis. Raiffeisenbanken: Der Raiffeisen-Verband gibt seinen Banken nur Empfehlungen ab. Das heisst: Die Konditionen können von Bank zu Bank unterschiedlich sein. Erkundigen Sie sich deshalb bei Ihrem Institut. Immerhin: Franken-Bezüge sind an allen 5500 Bancomaten im Inland gratis. UBS: Achten Sie als UBSKunde darauf, dass Sie immer insgesamt 10 000 Franken auf Ihren Konti haben. So sparen Sie einiges an Gebühren. Marco Diener 17