Arbeitsblatt: Schweizer Musik - Wurzeln
Material-Details
Infoblatt über Wurzeln und "Zutaten" der heutigen Schweizer Musik- kurzer Abriss.
Musik
Musikgschichte
klassenübergreifend
1 Seiten
Statistik
70167
1785
49
28.10.2010
Autor/in
Reto Abegglen
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
CH-Musik Wurzeln Infoblatt Die Wurzeln der heutigen Schweizer Mundart-Musik sind vielfältig. Auch diese Auflistung ist sicher nicht vollständig. Viele Musikarten leben heute nebeneinander. Jodel allgemein In der Schweiz basiert der Jodelgesang auf zwei Arten. Einerseits kennen wir das Jodellied und andrerseits den Naturjodel. Naturjodel Der Naturjodel ist eine Melodie ohne Worte, die das Empfinden der Bergler und Älpler zum Ausdruck bringt. Der Naturjodel wird vor allem im Appenzell, im Toggenburg, im Berner Oberland und in der Zentralschweiz sehr intensiv gepflegt. Das Ruggusserli von Appenzell sind mehrstimmige Naturjodel, die häufig spontan improvisiert werden. Ein Solojodler beginnt eine langsame Tonfolge, während die anderen Jodler den entsprechenden Ton suchen und mit summen oder singen in die Melodie einstimmen. Bei speziellen Anlässen wie Alpfesten oder Konzerten werden mehrstimmige Naturjodel häufig mit Talerschwingen oder Schellenschütteln (Läuten mehrerer kleiner Alpglocken) begleitet. Im ursprünglichen Jodel werden noch die Naturtöne verwendet, wie sie in der untemperierten, der sogenannten Natur-Tonleiter vorkommen (wie z.B. beim Alphorn). Man spricht auch von den „AlpenBlue-Notes. Daher die manchmal seltsam, fast falsch klingenden Stellen. Das Jodellied Das Jodellied besteht in der Regel aus einem Text in drei Strophen und anschliessendem Die Texte und Inhalte der Jodellieder haben sich kaum verändert. Sie preisen die Bergwelt, Natur und Heimat, aber auch Freiheit und Unabhängigkeit. Röseligarte-Lieder Liedersammlung von Volksliedern von Otto von Greyrerz aus mehreren Jahrhunderten. In den letzten 30 Jahren entstanden eine stattliche Anzahl von Neuinterpretationen dieser Lieder (z.B. „Guggisbergerlied von Stephan Eicher o. „Stets Truure von Rumpelstilz). Nur wenige sind wirklich gelungen. Volkslieder/ Lumpenlieder Ein Volkslied ist ein Lied, das im Volksmund entstanden oder in ihn übergegangen „ entweder ein Lied, das im Volke entstanden ist (d. h. dessen Dichter und Komponist nicht mehr bekannt sind), oder eins, das in den Volksmund übergegangen ist. Bei Lumpenliedern gilt das Gleiche wie im Volkslied, nur sind die Texte derber und frecher. Die Grenzen sind fliessend. Beispiele: „Tannegi Hose, „ Es wott es Froueli zMärit ga oder „Ramseiers wie ga grase. Musical-/ Chansons-/ Cabaretlieder der 40er und 50er Jahre Die Wurzeln liegen hier nicht in Bern, sondern in Zürich und Basel! Ruedi Walter, Margrit Rainer, Jörg Schneider, Werner Wollenberger, Hans Gmür u.v.a. sind bekannte Namen dieses Genre. In diesen Stücken und Musicals drückte sich die Volksseele und Kritisches gegenüber dem Zeitgeist aus. Volkslied-Schlager/ 50er Jahre Z.B. „Ds Guggerzytli Das Berner Chanson/ 60er Jahre In Anlehnung an Georg Brassens erfand Mani Matter Lieder auf Berndeutsch, die bis heute sehr bekannt sind. Er trat oft mit den „Berner Troubadouren auf und hat mit ihnen zusammen die Brücke geschlagen zum heutigen Mundartrock (Polo Hofer, Span, Züri West, etc.). Oktober 2010