Arbeitsblatt: Gewalt

Material-Details

Gewalt passiert bei Jung und Alt...
Lebenskunde
Drogen / Prävention
7. Schuljahr
3 Seiten

Statistik

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10.11.2010

Autor/in

Vanessa Bader
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Jugendliche Gewalttäter schlagen wieder zu Die Gemeinde Schüpfen wurde am Mittwochabend erneut von einer Gewalteskalation erschüttert. Jugendliche Schläger prügelten offenbar auf den 63-jährigen Wirt des Gasthofs «Löwen» ein und zerstörten Einrichtungen und Autos. Laut einem Bericht der Zeitung «Blick» vom Samstag, ereignete sich der Vorfall am Mittwochabend kurz nach 22 Uhr. Wirt Firtz Meier, der das Hotel Restaurant «Löwen» in Schüpfen führt, wurde von seinem Servicepersonal auf zwei Jugendliche aufmerksam gemacht, die im Saal randalierten. Der 63-Jährige wollte schlichten: «Ich sagte ihnen ganz ruhig, sie sollen ihr Bier trinken und dann gehen.» Doch damit reizte er die beiden 17- und 22-jährigen jungen Männer offenbar noch mehr: Mit einem Metall-Aschenbecher und einem Stuhl wurde er brutal attackiert und am Kopf verletzt. «Ab diesem Moment wurden die beiden zu Furien», erklärte einer der ebenfalls anwesenden Gäste dem «Blick». Fernseher sei durch die Luft geflogen, danach hätten die beiden Jugendlichen auf die Serviertochter eingeschlagen. Nachdem der Wirt die Polizei alarmiert hatte, flüchteten die beiden Männer. Vor dem Gasthaus demolierten sie weitere Autos und Blumenkästen. Die beiden Täter wurden verhaftet. Ermittlungen laufen, wie die Kantonspolizei bestätigte. Nicht der erste Vorfall Es ist nicht das erste Mal, dass eine Gruppe Jugendlicher in Schüpfen für Unruhe sorgt. Die Gewalt gipfelte bereits im letzten Jahr in einer Attacke auf den SVP-Gemeinderat Martin Schlup. Er wurde von einer Gruppe Jugendlicher verprügelt und verlor dabei einen Zahn. Laut Angaben des «Blick» war einer der jungen Täter auch an diesem Angriff beteiligt. Massnahmen brachten nichts Die Gemeinde Schüpfen hat bereits im Sommer 2008 Sofortmassnahmen gegen die eskalierende Gewalt eingeleitet. So patrouillierten etwa Security-Mitarbeiter rund um den Bahnhof und die Kantonspolizei verstärkte die nächtliche Streife. Doch die Massnahmen brachten nichts. Mit einem Informationsanlass im Mai diesen Jahres thematisierte die Gemeinde einmal mehr die Probleme mit Vandalismus, Pöbeleien und Lärm. Am Anlass unter dem Titel «Schüpfen schaut hin» hatte der Gemeinderat aber damals noch auf weitere Massnahmen verzichtet. Man wolle die Bevölkerung in einem weiteren Event im Herbst mit konkreten Präventions-Tipps unterstützen, so der Gemeinderat. (Quelle: Die Gewalt unter Alten nimmt massiv zu Schönenberg war kein Einzelfall: Gewalttaten unter alten Leuten nehmen stark zu. Die Kantonspolizei Zürich verzeichnete in den letzten fünf Jahren eine Verdoppelung der Fälle häuslicher Gewalt unter Senioren. Schweizweit hat sich die Zahl der wegen Gewaltdelikten verurteilten Täter über 60 Jahren seit 1984 versechsfacht. Die Fachleute sehen zwei Gründe dafür, dass diese Gewalt zunimmt: Die Menschen werden immer älter und somit auch häufiger dement. Demenz verstärkt die Gewaltbereitschaft. Zudem gehen viele Menschen erst sehr spät ins Altersheim. Die gegenseitige Pflege zu Hause ist für viele Ehepaare eine Überforderung. Erst neuerdings erkennen Ärzte und andere Fachleute die Tragödie. «Wir waren uns bisher zuwenig bewusst, dass hinter den Verletzungen alter Leute mehr stecken kann, als sie uns erzählen», sagt Andreas Platz, Chefarzt der Unfallchirurgie und Notaufnahme des Triemlispitals in Zürich. (Quelle: Gewalt Zahlen in Geschlecht (in %) Männlich 87.4% Weiblich 12.6% Altersgruppe (in %) 10-14 Jahre 33.7% 15-17 Jahre 66.3% Nationalität (in %) Schweizer 57.1% Ausländer mit Wohnsitz 35.4% Asylsuchende 3.5% Ausländer ohne Wohnsitz 1.4% Ohne Angaben 2.5% (Quelle: