Arbeitsblatt: interkulturelle Weihnacht
Material-Details
Weihnachten in Island, Tschechien, Finnland
Lebenskunde
Feste / Traditionen
4. Schuljahr
3 Seiten
Statistik
72166
916
11
01.12.2010
Autor/in
Gianmarco Cuddè
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Island In Island sind in der Weihnachtszeit zwischen dem 12. und 24. Dezember 13 Kobolde unterwegs, um die Kinder zu beschenken. Diese Weihnachtskerle füllen die bereit gestellten Schuhe mit Süssigkeiten. Weniger braven Kindern legen sie zur Strafe ein paar alte Kartoffeln hinein. Diese Kerle haben Ähnlichkeit mit dem im deutschsprachigen Raum bekannten Knecht Ruprecht (Schmutzli). Der Weihnachtsbaum war früher auf Island eine Seltenheit, denn Nadelbäume wachsen auf der Insel nur sehr spärlich. Jetzt werden sie – aus den Wäldern Norwegens und Dänemarks – übers Meer herbei geschafft. Auf der weihnachtlichen Festtafel der Isländer geht es traditionell eher bescheiden zu. Was jedoch unter gar keinen Umständen fehlen darf, ist das kunstvoll verzierte Laubbrot. Finnland Joulupukki ist der finnische Name des Weihnachtsmannes, was wörtlich „Weihnachtsbock bedeutet. Dieser Ausdruck stammt aus einer Zeit, als es üblich war, sich nach dem Weihnachtsessen mit Ziegenhäuten zu verkleiden. Der Weihnachtsmann wohnt in einem grossen Berg, der Korvatunturi heisst und aussieht wie ein Ohr. Mit diesem Ohr kann Joulupukki die Wünsche der Kinder auf der ganzen Welt hören. Joulupukki hat auch eine Frau – ihren Namen kennt man nicht – und viele kleine Elfen als Gehilfen. Er kriecht nicht den Kamin hinunter, sondern klopft an Heiligabend an die Wohnungstür. Er trägt rote, warme Kleidung, benutzt einen Gehstock und fährt auf einem Rentierschlitten zu den Häusern. Zum traditionellen Weihnachtsessen gehören der Weihnachtschinken, Kartoffelauflauf sowie Rote-Beete-Salat. Als Gebäck sind Pfefferkuchen und Joulutortut üblich, dies sind sternförmige Blätterteigtaschen, die mit Pflaumenmus gefüllt werden. Ausserdem kennen alle nordischen Länder den Glögg, einen Weihnachtspunsch, der je nach Geschmack mit oder ohne Alkohol hergestellt wird und meist mit Rosinen und Mandeln versetzt wird. Tschechien Am 24. Dezember, dem Štedrý, werden in Tschechien abends die Geschenke verteilt. Sie sollen direkt vom Ježíšek, dem Jesuskind, kommen. Vor dem eigentlichen Weihnachtsmahl und dem anschliessenden Geschenkeauspacken soll man nichts essen. Andere tschechische Weihnachtstraditionen beinhalten Zukunftsdeutungen: Äpfel werden kreuzweise geschnitten. Wenn ein Stern im Kern erscheint, steht ein gutes Jahr bevor, erscheint ein Kreuz, wird es ein schlechtes Jahr geben. Mädchen werfen Schuhe über ihre Schultern, um zu schauen, ob eine baldige Heirat bevorsteht. Diese soll eintreten, wenn deren Spitz zur Türe zeigt. Auch das Zinngiessen gehört zu dieser Art von Tradition.