Arbeitsblatt: Vertiefungsarbeit PSE Arbeitsanleitungen Poster und Vortrag

Material-Details

Ich habe diese Unterrichtsheinheit im Rahmen eines Blocktages durchgeführt (4 Lektionen plus Hausaufgabe). Ziel war es, ein chemisches Element genauer zu charakterisieren sowie Methodik des wissenschaftlichen Plakats und Vortrags kennenzulernen (z.B. Referenzieren) Ein Subziel der Arbeit war das PSE, im Zusammenhang mit anderen Fächern zu sehen, z.B. Biologie und Geschichte. Dazu habe ich den BT mit einer Einführung begonnen und Begriffe wie Spurenelemente, Mengenelemente, Protein ("wie sieht ein Biologe das PSE"), Erdmantel, Erdkruste ("wie sieht ein Geograph das PSE") geklärt. Wichtige Bedingung: Alle Begriffe und Aussagen auf dem Poster mussten von den Schülern auch verstanden und erklärbar sein. Als Quellen dienten: Arni, Grundkurs Chemie (mein Lehrmittel), Keltt Chemie, Chemie heute, und ein Wikipedia-Dossier des betreffeden Elements.
Chemie
Elemente / Periodensystem
10. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

73211
1496
7
21.12.2010

Autor/in

Thomas Berset
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

G1 BT 1 Periodensystem der Elemente Bth KSM 2010/11 Ausstellungsposter – wissenschaftlich richtig gemacht „Sie müssen erklären können was auf Ihrem Poster steht. 1. Drei allgemeine Grundsätze • Text: sparsam, genügend grosse Schrift • Grundfarbe und eine oder zwei „Markierfarben (kein Regenbogen) • Schnelle Orientierung (Titel, Raumeinteilung) Regel: Der Betrachter weiss nach einer Minute grob über den Posterinhalt Bescheid. 2. Richtig referenzieren: Nur durch die Angabe von Referenzen werden Ihre Aussagen für die Leser überprüfbar – eine unabdingbare Voraussetzung für alle wissenschaftlichen Texte. Jede Aussage auf muss durch eine Referenz (d.h. Literaturangabe, überprüfbare Quellenangabe) belegt werden. Gehen Sie dabei folgendermassen vor: • Die Referenz wird als hochgestellte Nummer am Ende des betreffenden Satzes angezeigt. Wenn Sie sich mehrere aufeinander folgende Sätze auf dieselbe Referenz beziehen, setzten Sie die Referenznummer am Ende des ersten Satzes. • Alle Referenzen werden am Schluss in einer Literaturliste angegeben. Die Nummern der Referenzen entsprechen der Reihenfolge Ihrer ersten Erwähnung im Text. • Eine Aussage kann auch durch zwei unabhängige Referenzen belegt werden. Dadurch steigt die Glaubwürdigkeit einer Aussage. • Auch Bilder müssen referenziert sein. • Referenzieren heisst nicht zitieren: wenn Sie Angaben aus einer Quelle übernehmen und in eigenen Worten wiedergeben, müssen Sie trotzdem die Referenz setzen. • Falls Sie eine Zeichnung aus einer Quelle übernehmen müssen Sie diese referenzieren. Dies ist auch dann der Fall, wenn Sie die Zeichnung vereinfachen. 1 G1 BT 1 Periodensystem der Elemente Bth KSM 2010/11 Schreiben Sie in diesem Fall „Zeichnung übernommen und angepasst nach Klett und Balmer, S.102. Beispiel: Iod in der Medizin Bereits vor 2500 Jahren wurde Kropfkranken die iodhaltigen Schilddrüsen von Schafen verordnet.1 Modifikationen von elementaren Stoffen Kohlenstoff kommt in den Modifikationen Graphit (schwarzer, sehr weicher und leitender Stoff) und Diamant (farbloser, härtester Stoff, der nicht leitet) vor. 2,3 Auch Phosphor und Schwefel treten in mehreren Modifikationen auf.4 Die bekanntesten sind roter und weisser Phosphor. Roter Phosphor: unregelmässiges Netz aus miteinander verbundenen P-Atomen. Weisser Phosphor: Regelmässiges Gitter aus kleinsten Teilchen mit je vier P-Atomen. Abbildung 1: Schwefelkristalle (links) und Schwefelpulver (rechts).5 Referenzen: (22.11.2010) 2. Chemie interaktiv, Das Periodensystem der Elemente, Daten zu den Elementen 3. Arnold Arni, Grundkurs Chemie, S. 12 4. Schroedel, Chemie heute, S.79 5. Klett und Balmer, Elemente, 2. Auflage 2009, S.18 Poster chemisches Element Die folgende Arbeitsanleitung dient als Leitfaden für das Poster. Für Angaben zu den Themen Postergestaltung und Referenzen siehe Ergänzungseintrag im Heft. 1. Name, Symbol, Ordnungszahl Mögliche Darstellung: 2 G1 BT 1 Periodensystem der Elemente 53 Bth KSM 2010/11 2. Chemie1 Inhalt: • Atommasse • Metall, Nichtmetall, Halbmetalle • Zusätzliche Seriennamen1: Akalimetalle, Erdalkalimetalle, Halogene, Edelgase • • Hauptgruppe oder Nebengruppe • Isotope (falls kein Reinelement) • Massenanteil in der Erdkruste • Aussehen inklusive fest, flüssig oder gasförmig bei • Legierungen (falls vorhanden). Mögliche Darstellung als Tabelle und Text: Atommasse 126,9 Hauptgruppe VII Periode 5 Serie Halogene 1 Eine Serie im Periodensystem ist eine Gruppe von Elementen, deren physikalische und chemische Eigenschaften sich innerhalb der Serie, bis auf wenige Ausnahmen, kontinuierlich ändern. Zum Beispiel: der Siedepunkt nimmt zu, die Stabilität der Verbindung mit anderen Atomen nimmt ab. Die Entdeckung dieser Element-Serien war der erste Schritt, der zu der Entwicklung des Periodensystems führte. Einige Serien entsprechen exakt einer Gruppe des Periodensystems: Alkalimetalle (I), Erdalkalimetalle (II), Halogene (VII) und Edelgase (VIII). 3 G1 BT 1 Periodensystem der Elemente • Bth KSM 2010/11 Aussehen: Als Gas ist Iod dunkel-violett, als Feststoff ist Iod grau glänzend. 2. Beispiel einer chemischen Reaktion • Teilchenmodell • Chemische Reaktionsgleichung2 I2O5 (s) O2 (g) I2 (g) 3. Geschichte Maximal drei Punkte (zu je 1 bis 2 Sätze). Mögliche Darstellung als Text: • Im Jahr 1811 wurde Iod erstmals aus der Asche von Seetang gewonnen1 Originaltext: Iod wurde im Jahr 1811 durch den Pariser Salpetersieder Bernard Courtois bei der Herstellung von Schießpulver erstmals aus der Asche von Seetang gewonnen. Die Eigenschaften von Iod erforschten ab 1813 die französischen Naturwissenschaftler Nicolas Clément-Désormes und Joseph Louis Gay-Lussac, der ihm ein Jahr später den heutigen Namen verlieh.1 Originaltext: Den elementaren Charakter erforschten jedoch erst ab 1813 die französischen Naturwissenschaftler Nicolas Clément-Désormes und Joseph Louis Gay-Lussac, der ihm ein Jahr später den heutigen Namen verlieh. 4. Vorkommen Maximal drei Punkte (1 bis 2 Sätze). Darstellung siehe bei 2. Geschichte. 5. Rolle in der Biologie Mögliche Darstellung als Text: • Für den Menschen Spurenelement (oder Mengenelement) • Ist Teil von Proteinen (welche Art Protein: Enzym, Transportprotein?) • Bildet Aktionspotentiale in Nervenzellen. 4 G1 BT 1 Periodensystem der Elemente Bth KSM 2010/11 6. Spezial Maximal ein Punkt von oben näher erklärt (mit Zeichnung [Bild] und Text) • Iodmangel und Kropfbildung Abbildung 1: Unbekannte Frau mit Kropf (Struma).3 7. Referenzen: 1. (22.11.2010) 2. Skript Thomas Berset, KSM Luzern, Ergänzung zu P1 3. (22.11.2010) 5 G1 BT 1 Periodensystem der Elemente Bth KSM 2010/11 Kurzvortrag – Power Point richtig gemacht 1. Allgemeine Grundsätze Abbildung 1. Ausschnitt aus Albert Anker (1831-1910), Dorfschule2 „Sie müssen nicht der Lehrperson sondern der Klasse etwas verständlich machen. • Wer sind Ihre Zuhörer? • Welches Wissen können Sie bei den meisten ihrer Zuhörer voraussetzen und welches nicht? • Es schadet nie, „einfaches Wissen in einem Vortrag zu wiederholen! Die vergesslichen ZuhörerInnen werden es Ihnen dankbar sein! Gestaltung der Power-Point Folien: • Text SEHR sparsam einzusetzen. Bereits 20 Wörter sind die obere Grenze. Gut erklärte Bilder sind für die Zuhörer oft attraktiver als Text. • Testen Sie die Lesbarkeit der Folien (Schriftgrösse und Farben). Beispiele: Gelb auf weissem Hintergrund ist beispielsweise schlecht lesbar Arial 32 für Text und Arial 44 für Titel ist eine mögliche Kombination. 2 6 G1 BT 1 Periodensystem der Elemente Bth KSM 2010/11 • • Alle Referenzen müssen aufgeführt werden. Referenzen stehen unten auf der Folie (links oder rechts, aber auf allen Folien gleich, Arial 20 ist eine ausreichende Schriftgrösse für Referenzen). Referenznummern im Text nicht vergessen. • Jede Folie hat einen Titel. • Verwenden Sie IMMER den gleichen Schrifttyp (z.B. Arial). • Gliedern Sie den Text mit Aufzählungszeichen: • • Verzichten Sie auf Animationen von Text. Arbeiten Sie mit sogenannten „Blindfolien (siehe Demonstration). Vorbereitung und Ablauf des Vortrags: • Alles was auf einer Power-Point Folie steht oder abgebildet ist, sollte von Ihnen auch erklärt werden. Benützen Sie für Erklärungen einen „pointer. • Üben Sie einen Vortrag IMMER. Sprechen Sie den Vortrag einige Mal laut durch und messen Sie die Sprechzeit. • Orientieren Sie zu Beginn des Vortrags kurz über den Inhalt (was werden Sie erzählen). Sie können das mit einem kurzen Inhaltsverzeichnis oder mündlich. • Für einen Kurzvortrag von 15 Minuten ist folgende Aufteilung geeignet: • Sprechzeit: Maximal 10 Minuten Zeit für Fragen: 5 Minuten 7 G1 BT 1 Periodensystem der Elemente Bth KSM 2010/11 Anzahl Folien: maximal 8, inklusive Titel und Inhaltsverzeichnis (eine Minute Sprechzeit pro Folie). 8