Arbeitsblatt: Evoltionstheoriern

Material-Details

Liste und Beschreibung der wichtigsten Evolutionstheorien
Biologie
Evolution
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

74093
895
4
07.01.2011

Autor/in

Marion Bähler
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Liste der Evolutionstheorien Theorie Wesentliches Merkmal Anmerkung Katastrophismus Aussterben von Arten durch Katastrophen historisch Lamarcksche Evolutionstheorie Anpassung durch Gebrauch oder Nichtgebrauch historisch Anpassung durch Selektion s. unten Populationsgenetik s. unten Systemtheorie s. unten Frankfurter Evolutionstheorie Lebewesen werden als energiewandelnde, hydraulische Maschinen betrachtet Synthetische Evolutionstheorie Die Synthetische Evolutionstheorie ist eine Erweiterung der Evolutionstheorie von Charles Darwin durch die Erkenntnisse der Zellforschung, Genetik und Populationsbiologie. In Darwins Veröffentlichungen zur Evolutionstheorie fehlen diese Elemente, da sie erst nach seinem Tod entdeckt wurden. Die Synthetische Evolutionstheorie ist auch unter dem veralteten Begriff „Neodarwinismus bekannt. Der Mediziner und Zoologe August Weismann (1834–1914) lieferte erste Gedanken zu dieser Synthese, die von den Evolutionsbiologen des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt wurden. Einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wurde die synthetische Evolutionstheorie erstmals 1942 durch Ernst Mayr und Julian Huxley. Darwins Theorie besagt, dass Evolution ein langfristiger, fortschreitender Prozess der Entwicklung von Organismen ist. Die Individuen einer Population unterscheiden sich durch erbliche Zufalls-Veränderungen. Durch natürliche Auslese werden diejenigen Veränderungen, die ihren Träger besser an eine gegebene Umwelt anpassen, häufiger an die nächste Generation weitergegeben. Alle heutigen Arten stammen von gemeinsamen Vorfahren ab. Darwinsche Evolutionstheorie Die Evolutionstheorie (biologische Evolution) erklärt die Entstehung, die Entwicklung und die Vielfalt des Lebens auf natürliche, d. h. physikalisch-chemische Weise. Grundsätzlich wird der Begriff Darwinismus verwendet, um die Evolutionstheorie von Darwin von anderen Evolutionstheorien zu unterscheiden, beispielsweise Lamarcks. Sie basiert auf der Vererbung, der Veränderung (Mutation) und der natürlichen Auslese. In diesem Zusammenhang wird der Begriff Darwinismus auch manchmal verwendet, um den Aspekt der natürlichen Auslese besonders zu betonen, der von Darwin erstmalig behandelt wurde und den entscheidenden Unterschied zu anderen, diskreditierten Evolutionstheorien bildet, wie Lamarckismus oder Mutationismus, die nur noch von historischer Bedeutung sind. Manchmal wird in diesem Zusammenhang auch von Selektionstheorie gesprochen, jedoch ist dieses Wort umstritten, da es die beiden anderen Faktoren ausblendet. Systemtheorie der Evolution Die Systemtheorie der Evolution geht als Teilbereich der theoretischen Biologie insbesondere auf die informationstheoretisch geprägte Systemtheorie nach Ludwig von Bertalanffy und ihre Anwendung auf Phänomene der Evolution durch die Wiener Schule (unter anderem Rupert Riedl) ab den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zurück und stellt eine Weiterentwicklung der Synthetischen Evolutionstheorie nach Ernst Mayr dar, die wiederum auf Charles Darwin basiert. Durch Einbeziehung der Chaostheorie wurde die Systemtheorie von Lorenzen 1988 zur Synergetischen Evolutionstheorie ausgebaut. Die Systemtheorie der Evolution geht davon aus, dass lebende Organismen offene Systeme im Sinne der Thermodynamik sind, die in einem Fließgleichgewicht mit ihrer Umwelt stehen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Gleichgewichtszustände vieler Faktoren innerhalb der Lebewesen sich deutlich von den Gleichgewichtszuständen der Umgebung unterscheiden. Ein Beispiel ist die oft weit über der Umgebungstemperatur liegenden und im Gegensatz zu ihr konstant bleibenden Körpertemperaturen der meisten Säugetiere. Auch abiotische Systeme, die weitab vom Gleichgewicht ablaufen wie die Belousov-Zhabotinsky-Reaktion, zeigen besondere Eigenschaften und gewisse Formen von Selbstorganisation, zum Beispiel die Oszillation.