Arbeitsblatt: Kakao

Material-Details

Anbau und Verarbeitung von Kakao
Geographie
Afrika
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

789
1635
30
29.03.2006

Autor/in

Lukas Rechsteiner

Wettingen
056 426 00 19
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Afrika – Tropischer Regenwald 9 Kakao Warum ist der Kakaobaum ein typisches Tropengewächs? Nenne einige Eigenschaften der Früchte: Welcher Teil der Frucht wird gebraucht? Welche vier Schritte braucht es im Anbauland? Was geschieht dabei genau? 1. 2. 3. 4. Afrika – Tropischer Regenwald 8 Der Kakaobaum Der Kakaobaum ist ein langer, dünner Unterholzbaum, der im Schatten größerer tropischer Bäume wächst. Er kann 10 bis 15 Meter hoch werden, wird auf Plantagen aber auf 2 bis 4 Meter gestutzt. Der Kakaobaum ist das ganze Jahr grün und treibt etwa drei bis vier Mal im Jahr neue Blätter. Die unreife Frucht hat eine grüne Farbe, die reife je nach Kakaosorte eine gelbe, gelbrote oder rot- bis rotbraune Farbe. Sie ist ca. 15-25cm lang. Die Früchte enthalten 25 bis 50 bohnenförmige Samen (Kakaobohnen), die in ein helles süßliches Fruchtmus eingebettet sind. Die Frucht sitzt direkt am Stamm. Pro Jahr trägt jeder Baum etwa 20 bis 30 Früchte, in guten Jahren bis zu 50 Früchte. 1. Ernte Mit Hilfe von langen Pflückmessern werden die Kakaofrüchte von den Bäumen getrennt. Die Früchte werden dann mit Macheten geöffnet und das Fruchtfleisch, sowie die Kakaobohnen aus den Schalen hervorgeholt. 2. Fermentation Der Ernte folgt die Fermentation. Zur Fermentation werden die Bohnen und das Fruchtfleisch auf Bananenblättern (oder anderen großen Blättern) ausgebreitet und mit einer weiteren Schicht von Blättern abgedeckt. So liegen die Bohnen für etwa fünf bis sechs Tage. Dabei entstehen hohe Temperaturen von ca. 45 C bis 50 C. Ausgelöst durch diese Temperaturen laufen die verschiedensten chemischen und biologischen Prozesse ab. Am ersten Tag wird das Fruchtfleisch flüssig und verdampft schließlich. Der bittere Geschmack der Bohnen wird durch die Fermentation gemildert und die Vorstufen der späteren Aromastoffe entstehen. Außerdem erhalten die zuvor weißlich-gelben Bohnen ihre braune Färbung. 3. Trocknen Nach der Fermentation enthalten die Bohnen bis zu 60 Wasser. Um lagerfähig und damit für die weitere Verarbeitung geeignet zu sein, müssen sie getrocknet werden. Dazu werden sie auf Matten oder Tabletts ausgebreitet und ein bis zwei Wochen der tropischen Sonne ausgesetzt. Während des Trocknens reduziert sich das Gewicht der Bohnen um mehr als die Hälfte und der Wassergehalt wird auf maximal 7 reduziert. Dadurch wird die Haltbarkeit der Bohnen deutlich verbessert. Durch die Sonnenbestrahlung wird außerdem das Aroma der Bohnen weiter entwickelt. 4. Transport Die Kakaobohnen werden in der Regel nicht in den Anbauländern, sondern in Europa und Nordamerika verarbeitet. Der Transport erfolgt auf dem Seeweg. Dazu werden die Kakaobohnen in 60- bis 70-Kilo-Jutesäcke abgefüllt. In den Importländern wird der Kakao weiter verarbeitet zu Schokolade und Kakaopulver.