Arbeitsblatt: Atom-Glossar
Material-Details
Erklärung einiger Fachbegriffe, die im Zusammenhang mit der atomaren Katastrophe in Japan von Nutzen sind.
Chemie
Atome
klassenübergreifend
1 Seiten
Statistik
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1300
8
20.03.2011
Autor/in
Markus Nünlist
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Atom-Glossar1) Diese Begriffe sollte man kennen Brennstabe bestehen aus einer Metallhulle und den fur die Kernenergie benotigten Brennstoffen wie Uran. Normalerweise umgibt sie Kuhlwasser, damit sie sich nicht selbst entzunden. Nach einer Weile mussen sie ausgetauscht werden. Cäsium ist ein chemisches Element. Bei der Kernspaltung entsteht eine radioaktive Variante davon (Casium 137). Beim Tschernobyl-Unfall belastete es die Umwelt. Gelangt es beispielsweise uber Nahrung in den menschlichen Korper, kann es Gewebe schadigen. Die Halbwertszeit gibt Auskunft daruber, in welchem Zeitraum sich die radioaktive Strahlung halbiert. Bei Casium 137 dauert dies 30 Jahre, bei Plutonium uber 24000 Jahre! Plutonium ist sehr giftig und radioaktiv. Bei der Energiegewinnung in einem AKW verwandelt sich Uran teilweise in Plutonium. Containment ist das englische Wort fur die stahlerne Sicherheitshulle eines Reaktors. Bei einem Unfall soll sie die Umwelt vor radioaktiver Strahlung schutzen. GAU steht fur den „grossten anzunehmenden Unfall in einem AKW. Gemeint ist ein Storfall, der so weit beherrschbar ist, dass wenig Radioaktivitat entweicht. Bei einem Super-GAU gerat das AKW hin- gegen ausser Kontrolle, d.h. viel Radioaktivitat wird freigesetzt. Dies kann etwa bei einer Kernschmelze der Fall sein, die gar den Reaktordruckbehalter zerstort. Von einer Kernschmelze spricht man, wenn die Kuhlung des AKWs versagt und sich die Brennstabe im Reaktor so stark erhitzen, dass es zu einer unaufhaltsamen Kettenreaktion kommt. Das radioaktive Material kann sich selbst durch schutzende Stahlwande des Reaktors fressen. Radioaktivitat entsteht, wenn Atome zerfallen und dabei Strahlung abgeben. Man unterscheidet dabei zwischen Alpha-, Beta- und Gammastrahlen. Die radioaktive Strahlung kann Krankheiten wie Krebs erzeugen oder das Erbgut schadigen. In Sievert misst man die Strahlenbelastung. Damit druckt man aus, wie stark die Art der Radioaktivitat auf ein Lebewesen einwirkt unter Berucksichtigung von dessen Gewicht. 100 Millisievert gilt als Grenzwert. Beim AKW in Japan wurde dieser Wert langst uberschritten. Die Strahlenkrankheit tritt ab einer radioaktiven Belastung von 500 bis 1000 Millisievert auf. In der Folge sterben Korperzellen ab. Zu den Symptomen zahlen unter anderem Ubelkeit und Erbrechen. Bei einer hohen Strahlendosis uber langere Dauer verlauft die Krankheit todlich. Es kann zu inneren Blutungen, Haarausfall, Durchfall und Fieber kommen. Bei einer Strahlenbelastung von 4 Sievert sterben viele Betroffene bereits innert eines Monats. Die Ines-Skala dient als internationale Bewertungsskala fur nukleare2) Ereignisse. Das TschernobylUngluck erreichte die hochste Stufe 7, da es sich um einen katastrophalen Unfall mit schweren Folgen handelte. Der Unfall in Japan wurde inzwischen auf 5 hochgestuft. Fallout ist der englische Ausdruck fur radioaktiven Niederschlag. 1) 2) Glossar Wörterverzeichnis, in dem Fachbegriffe erklärt werden nuklear [lat.] zum Atomkern gehörend, von ihm ausgehend Quelle: „Sonntag vom 20.3.2011