Arbeitsblatt: Christo und Jeanne-Claude - "The Gates"
Material-Details
Christo und Jeanne-Claude: Central Park, New York City, 1979 – 2005, "The Gates"
Kurze Zusammenfassung und die wichtigsten Informationen des Projektes
Bildnerisches Gestalten
Kunstgeschichte
10. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
79352
1666
3
26.03.2011
Autor/in
sabina Eisners
Land: Österreich
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
ESN1 Christo und JeanneClaude The Gates The Gates Christo und Jeanne-Claude: Central Park, New York City, 1979 – 2005 Von den umliegenden Gebäuden betrachtet werden die Tore aussehen wie ein goldener Fluss, der sich unter den kahlen Ästen der Bäume durch den Park schlängelt und den Verlauf der Fußwege beschreibt. Die leuchtenden, wehenden Stoffbahnen unterstreichen dabei die natürlichen Formen des Parks. Im Kontrast dazu steht das rechtwinklige Gestänge der Tore, das auf das geometrische Gitter der Straßen rund um den Park anspielt „Die Tatsache, dass sie nicht von Dauer sind, verleiht den Arbeiten jenes Gefühl von Dringlichkeit und Zärtlichkeit, das uns wichtig ist! Zitate Christo und Jeanne-Claude . often say, Our work is scream of freedom. You see, what is it that we do? We want to create works of art of joy and beauty, which we will build because we believe it will be beautiful. The only way to see it is to build it. Like every artist, every true artist, we create them for us. Vor 151 Jahren kauft die Stadt NY ein Stück Land in Mitten der Stadt, um ein Erholungsgebiet für die Stadtbewohner zu schaffen. Sie beauftragte die beiden Architekten Mr. C. Vaux und Mr. F. Olmstead mit der Gestaltung dieses Parks. Als reine Handarbeit erwies sich die Umsetzung: das sehr sumpfige und felsige Gebiet wurde umgegraben, Erde herangeschafft und eine Unzahl von Bäumen gepflanzt. Die beiden Architekten ließen eine Mauer rund um den Park errichten, unterbrochen von vielen Eingängen. Ursprünglich waren verschließbare Tore Gates, geplant, da der Park in der Nacht geschlossen werden sollte. Die Stadtverwaltung übertrug einem Designer die Gestaltung dieser Eisentore. Der Entwurf missfiel Mr. Olstead derartig, dass er eine Umsetzung zu verhindern wusste. Die Öffnungen blieben ohne Tore, wurden aber weiterhin Gates genannt. Woher die Bezeichnung The Gates? Christo und Jeanne-Claude war es seit Jahrzehnten ein Anliegen, in Ihrer Wahlheimat NY ein großes Projekt zu starten. Sie lieben diese Stadt und ihre Bewohner. Neben dem Vorhaben einen der großen Wohntürme zu verpacken, entwickelte sich Ende der 70er Jahre die Idee, den so geliebten Central-Park durch Tore The Gates, mit safranfarbenen Stoffplanen, im Winter zum Erblühen zu bringen. Warum gerade hier? Die rechteckigen Tore reflektieren den gitterartigen Grundriss New Yorks sowie die blockartige Form der Hochhäuser an sich. Zum anderen beziehen sich die im Wind wehenden Stoffplanen auf das organische Wachstum von Bäumen und Geäst, sowie auf die unzähligen Wege, die sich durch den Park schlängeln. Gestaltungsaspekte Es war ein mühsamer Weg, mit vielen Verhandlungen an diversen Tischen. Politische und gesellschaftliche Ereignisse beeinflussten die Entwicklung. 26 Jahre von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Am 22. Jänner 2003 verkündete schließlich Michael R. Bloomberg, Bürgermeister von NYC, die offizielle Zusage für Christo und Jeanne-Claude Projekt. Kurz darauf startete die Produktion aller Materialien für The Gates. Das Projekt war am 12. Jänner vollendet, als 7500 Tore mit ihren safrangelben Stoffbahnen den Park zum erblühen brachte. Projektentwicklung Christo und JeanneClaude The Gates 99,155 m2 Stoff wurden von zwei Betrieben in Deutschland gefärbt und gesäumt. Die Stoffbahnen selbst sind aus schwerentflammbarem Material. Sechs Stahlbetriebe in den Vereinigten Staaten fertigten aus 5.000 Tonnen Metall die Konstruktionselemente der Tore — das entspricht etwa zwei Drittel der Masse des Eiffelturms. Die Träger selbst sind aus Vinyl-Kunststoff. Der Zusammenbau einzelner Teile erfolgte in Queens. Die endgültigen Verbindungen wurden vor Ort im Park durchgeführt. 8er Teams, 600 Helfer insgesamt, stellten die Tore in wenigen Tagen auf. Eine Beeinträchtigung der Freiflächen und Wege beim Auf- und Abbau der Tore wurde vermieden, indem für The Gates die gleichen Maschinen und Transportwege der Parkverwaltung benutzt wurden. Durch die Art der Tor-Konstruktion, frei stehende und durch Stahlgewichte beschwerte Tore, wurde ein Eingriff in die Architektur des Parks vermieden. Weder Lebensraum noch Standort von Pflanzen, Tieren oder Felsen wurden beeinträchtigt. An Stellen mit tief hängenden Ästen wurden keine Tore aufgestellt. Während der 16 Tage betreuten bezahlte Guides in Uniformen den Park und seine Besucher. Sie standen für diverse Fragen zur Verfügung, richteten verwickelte Planen und verteilten Gratisproben des Stoffes. ESN2 Material Aufbau Harmonie mit der Natur 7500 Tore, 4,87 hoch, variierten in 25 verschiedenen Breiten, von 1,68 bis 5,48 m, entsprechend der Weganlagen. Die Tore erstreckten sich über eine Länge von 37 km Gehwegen und standen in einem Intervall von 3,65 m, sofern es der Baumwuchs zuließ. Die Stoffbahnen hingen bis zu einer Höhe von 2,13 herunter. Genau 16 Tage sollten die Tore den Park verzaubern, zu einer Zeit, in der die Bäume kahl und nackt waren. Die Tore und die Stoffbahnen waren so angelegt, dass sie von weitem gesehen werden konnten, und sich wie ein Fluss durch die Parklandschaft zogen. Am 28. Februar, 16 Tage später, wurde vollständig abgebaut und jegliches Material recycled. Die Maße Das Künstlerpaar finanzierte, wie alle anderen „Christo-Arbeiten, das Projekt selbst. (Verkauf von Studien, Zeichnungen, Collagen Modellen, Lithographien der letzten 35 Jahre). 21 Millionen Dollar waren für The Gates notwendig. Christo akzeptiert kein Sponsoring und keine Schenkungen. Er übertrug nur die Handelsrechte (Verkauf von Büchern, Prospekten, T-Shirts,.) an den Wohltätigkeitsverein NNYN (Nurture New York nature and the art), welche im Gegenzug mit der Parkverwaltung mitverhandelte, um das Vorankommen des Projektes zu beschleunigen. Christo musste zusätzlich eine erhebliche Miete für den Park zahlen. Durch die Eigenfinazierung bewahrt das Künstlerpaar die Freiheit für sich und die Kunst. Wie lässt sich das finanzieren? Die Bewohner von NY, und alle anderen Besucher konnten den Park wie immer uneingeschränkt nutzen und sie nutzten ihn noch intensiver und anders als sonst um diese Jahreszeit. Orange-farbene Schals und Handschuhe, unerwartete Gespräche, ein Lächeln,. Schön, dass es Kunst gibt. Falls du mehr wissen möchtest: Und die Menschen?